VEREIN ZEHNTHAUS e.V.

Swisttal-Odendorf/Essig     

Pressemitteilungen

Zehnthaus, Am Zehnthof 1, 53913 Swisttal-Odendorf


Veranstaltungen des Zehnthausvereins

Aktuell

Pressemitteilung

Die Macht des Wortes gegen die Herrschaft der Macht
Kabarettisten im Dritten Reich
Referent: Dr. Jürgen Nelles

Swisttal-Odendorf. - Zu einem unterhaltsamen Abend mit ernstem Hintergrund lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Donnerstag, 27. April 2017, 20 Uhr, in das historische Zehnthaus in Odendorf, Am Zehnthof 1, ein. Dr. Jürgen Nelles spricht über „Kabarettisten im Dritten Reich“. In seinem Bild-Vortrag erinnert er an bekannte und vergessene Kabarettisten, die in den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen die Nationalsozialisten leisteten. Thematisch geht es um die Macht des Wortes gegen die Herrschaft der Macht.
Die Macht des Wortes war damals in Kleinkunstkellern wie in den Berliner „Katakomben“ und im „Kabarett der Komiker“ oder in der Münchener „Pfeffermühle“ zu hören. Dort haben Wortakrobaten und Sprachartisten mit Satiren und Parodien, mit Sketchen und Flüsterwitzen zunächst versucht, das „Dritte Reich“ zu verhindern und dann zu bekämpfen. Schließlich mussten Sie auch um ihr Leben fürchten. Der Vortrag erläutert zeitgeschichtliche Hintergründe und bringt Kabaretttexte zu Gehör, u. a. von Kurt Tucholsky, Liesl Karlstadt, Erich Kästner, Friedrich Holländer und Trude Hesterberg.
Der Eintritt zu diesem besonderen Abend ist frei; Gäste sind herzlich willkommen

Sondengänger und Grabräuber im Rheinland
Dr. Jennifer Morscheiser sprach im Zehnthaus

S
wisttal-Odendorf. - Grabräuber gibt es nicht nur in Ägypten, Italien oder anderen geschichtsträchtigen Ländern, sondern auch hierzulande. Wobei sich deren Aktivitäten nicht auf Gräber beschränken, sondern von der Tätigkeit „graben“ abgeleitet ist. Über Grabräuber und Sondengänger, also diejenigen, die mit tragbaren Sonden die erhofften Funde aufzuspüren versuchen, berichtete Dr. Jennifer Morscheiser in einem Vortrag im Odendorfer Zehnthaus. Sie beklagte, dass auch hier im Rheinland und anderswo in Deutschland Archäologen und Historiker täglich mit solchen räuberischen und zerstörerischen Geschehnissen kämpften, wenn die Dimensionen auch weniger spektakulär seien. Der Raub von Einzelfunden könne archäologische Erkenntnisse im Fundzusammenhang unmöglich machen. Interessierte Heimatforscher und viele Ehrenamtler helfen bei solchen Problemen den Mitarbeitern der Bodendenkmalpflege. Ihr Einsatz sei unverzichtbar, um die vielen geborgenen Kleinfunde für die Öffentlichkeit zu erhalten.

Dr. Morscheiser berichtete aus dem Spannungsfeld vom Schützen und Präsentieren und gab Einblick in eine oft unterschätzte Problematik. Sie war selbst beim Landschaftsverband Rheinland in der Bodendenkmalpflege tätig und u. a. für spätrömische Ausgrabungen und die Betreuung von Sondengängern zuständig. Sie gilt daher als ausgewiesene Kennerin der Materie. Seit 2016 ist sie Direktorin des Krefelder Museums Burg Linn und in Personalunion für die Stadtarchäologie zuständig. Dass ihr die Sondengängerei nach wie vor am Herzen liegt, sieht man daran, dass sie auch jetzt noch Sondengänger betreut und entsprechende Aufgaben und Verantwortung für ganz NRW wahrnimmt. Sie machte deutlich, dass unter den Grabräubern das Unrechtsbewusstsein nur schwach ausgeprägt sei. Die Meinung, was ich finde, kann ich auch behalten, sei stark verbreitet. Das Wissen um die Verpflichtung, solche Funde bei der zuständigen Denkmalbehörde anzuzeigen, werde sehr häufig verdrängt. Auch bei öffentlichen Stellen herrsche oft Unklarheit. Daher halte sie solche Vorträge auch bei Polizeibehörden. Damit nicht noch einmal passiere, was sie erlebt habe. Da habe sie von einer geplanten Raubgrabung erfahren und die Polizei darüber informiert. Diese habe aber nichts unternommen, da sie den Vorgang scheinbar nicht recht einordnen konnte und es sich wohl allenfalls nur um eine Ordnungswidrigkeit handeln würde. Dr. Morscheiser präsentierte Ihre Ausführungen und Beispiele so fachlich überzeugend und gleichzeitig so humorvoll, dass im zahlreich erschienenen Publikum immer wieder Heiterkeit aufkam. Ein Zuhörer meinte später, wenn es eine Wahl zur besten Vortragsveranstaltung im Zehnthaus gäbe, wäre dieser Abend ganz vorn dabei.
In der anschließenden Diskussionsrunde gab es noch viele Fragen. Als dann auch die sehr begrenzten Haushaltsmittel für die Arbeit der Bodendenkmalpflege zur Sprache kamen, bot der im Publikum anwesende Professor für Geodäsie Dr. Manfred Bonatz von der Universität Bonn der Referentin an, mit seinen gravimetrischen Geräten kostenlos Unterstützung zu leisten. Mit den mikogravimetrischen Messungen dieser Geräten könne man von der Erdoberfläche aus Strukturen im Untergrund bestimmen, die auf Zeugen menschlicher Tätigkeit wie z. B. Mauern und Hohlräume hinweisen. Ebenfalls an einer solchen Zusammenarbeit interessiert zeigte sich Norbert Knauff vom Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt in Rescheid bei Hellenthal in der Eifel. Dort geht es darum, die Lage und den Zustand eines Stollens festzustellen. Bleibt abzuwarten, ob man von diesen Projekten hören wird.


Posttower & Bönnsche Orte

Tagesführung:Kulturwart, Klaus Peter Scholz

Swisttal-Odendorf. - Die Bundesstadt Bonn ist das Ziel einer Exkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Mittwoch, 5. April 2017. Auf dem Programm stehen geführte Besuche bei der Bundeszentrale für Politische Bildung (BpB), beim Bundesrechnungshof (BRH) und im Posttower. Planung der Exkursion und Betreuung vor Ort liegen bei unserem Kulturwart Klaus Peter Scholz.
Die Anreise nach Bonn, Adenauerallee 86 (BpB), ist in eigener Regie zu regeln. Der Besuch hier beginnt um 9.15 Uhr, anschließend Präsentation beim Bundesrechnungshof um 11.00 Uhr. Hier kann auch gegen Bezahlung das Mittagessen (Tagesangebot) eingenommen werden. Um 13.30 Uhr folgt ein Fußmarsch zum Posttower, wo um 14.00 Uhr die Führung beginnt. Alternativ kann für den Transfer zum Posttower streckenweise die S 63 benutzt werden. Bequemes Schuhwerk ist jedenfalls empfehlenswert. Ende des Programms ist um ca. 15.30 Uhr.
Anmeldungen (schriftlich mit Angabe des Geburtsdatums) sind möglich bis spätestens 25. März 2017 an den Verein Zehnthaus, Odinstraße 12, 53913 Swisttal-Odendorf, per E-Mail (verein-zehnthaus@gmx.de) oder über das Online-Formular (http://www.verein-zehnthaus.de/22.html). Zur Exkursion ist der Personalausweis mitzuführen. Die Führungen sind kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Teilnehmer begrenzt. Es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen. Bis zum 20. März eingehende Anmeldungen von Mitgliedern des Zehnthausvereins werden bevorzugt berücksichtigt. Bei höheren Anmeldezahlen ist eine Wiederholung der Exkursion vorgesehen.
Neben zahlreichen geschichtsträchtigen Relikten aus zwei Jahrtausenden gibt es in Bonn auch In-stitutionen der Zeitgeschichte, die bei der Bevölkerung oder bei Touristen weniger in Erscheinung treten. Sie sind jedoch von großer politischer Bedeutung. Dazu gehört u.a. der Bundesrechnungshof (BRH). Seine jährlichen Berichte erzielen immer wieder große Aufmerksamkeit. Woher bekommt diese Behörde ihre Informationen? Wie sehen die organisatorischen Strukturen aus? Verändern die Berichte das Verhalten der politischen Eliten beim Umgang mit Steuergeldern? Wir werden es erfah-ren und dürfen unsererseits kritische Fragen stellen.
Dem BRH gegenüber befindet sich die Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB). Sie ist der zen-trale Vermittler für Politische Bildung in alle Gesellschaftsbereiche. Wir werden die Schwerpunkte der vielschichtigen Öffentlichkeitsarbeit kennenlernen. Dabei setzt die BPD nicht nur auf das Establish-ment der politischen Bildung, sondern auch auf Persönlichkeiten, die bei der Jugend besonders glaubwürdig erscheinen, z.B. Sportler, Rapper oder Youtuber. Wir dürfen gespannt sein!
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Bei höheren Anmeldezahlen ist eine Wiederholung vorgesehen. Für die Führungen entstehen keine Kosten. Die Anfahrt ist individuell zu regeln. Weitere Informationen auf den folgenden Seiten. Zunächst ist der vorgesehen Zeitablauf dokumentiert. Anmeldung mit Geburtsdatum und Personalausweis einstecken, siehe Online-Anmeldung.


Sondengänger und Grabräuber im Rheinland

Dr. Jennifer Morscheiser spricht im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf.  Am Dienstag, 14. März 2017, 20.00 Uhr, lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig zu einem Vortrag von Dr.Jennifer Morscheiser über „Sondengänger und Grabräuber im Rheinland“ in das historische Zehnthaus  Odendorf, Am Zehnthof 1, ein. Landläufig glaubt man, Raubgrabungen gebe es nur in Ägypten, in Afghanistan oder im Irak. Aber in Deutschland?
Auch im Rheinland und anderswo in Deutschland kämpfen Archäologen und Historiker täglich mit räuberischen und zerstörerischen Geschehnissen, wenn die Dimensionen auch weniger spektakulär sind. Der Raub von Einzelfunden kann archäologische Erkenntnisse  im Fundzusammenhang unmöglich machen. Interessierte Heimatforscher und viele Ehrenamtler helfen bei solchen Problemen den Mitarbeitern der Bodendenkmalpflege. Ihr Einsatz ist unverzichtbar, um die vielen geborgenen Kleinfunde für die Öffentlichkeit zu erhalten.
Dr. Morscheiser berichtet aus dem Spannungsfeld vom Schützen und Präsentieren und gibt Einblick in eine oft unterschätzte Problematik. Sie war selbst beim Landschaftsverband Rheinland in der Bodendenkmalpflege tätig und u. a. für spätrömische Ausgrabungen und die Betreuung von Sondengängern zuständig. Sie gilt daher als ausgewiesene Kennerin der Materie. Seit 2016 ist sie Direktorin der Krefelder Museen Burg Linn und in Personalunion für die Stadtarchäologie zuständig.
Der Eintritt ist frei; Gäste sind herzlich willkommen.


Temperamentvolle und besinnliche Gitarrenklänge
Kassandra Siebel gastierte im Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. - Tosender Beifall und Begeisterung des Publikums waren die Reaktion des zahlreich erschienenen Publikums auf das Konzert von Kassandra Siebel im historischen Odendorfer Zehnthaus. Sie hatte angekündigt, Kompositionen großer Meister auf ihrer klassischen Konzertgitarre zu interpretieren, und die Zuhörer waren schon sehr gespannt auf ihre Präsentation. Konzerte mehrerer Künstler hatte es im Zehnthaus immer wieder gegeben, aber eine Solo-Konzertgitarre hatte man hier bisher noch nicht erlebt.

Mit dem Spanier Joaquin Rodrigo, dem Paraguayer Agustin Barrios, dem Mexikaner Manuel Maria Ponce und dem Kubaner Leo Brouwer standen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts auf dem Programm, denen man von ihrer Nationalität her eine Nähe zur Gitarre vermutet. Eher erstaunlich und unerwartet mutete aber der Name Johann Sebastian Bachs (1685 - 1750) in dieser Reihe an. Hinter diesem Namen könnte man eigentlich Orgelmusik erwarten, und doch gibt es von ihm viele andere Kompositionen ohne das königliche Instrument. Außerdem existieren viele Fremdbearbeitungen Bachscher Werke durch andere Komponisten, so auch die von Siebel interpretierte "Ciaccona", nach ihrer Aussage ihr Lieblingsstück. Während die vorhergehende Komposition von Leo Brouwer keine durchgängige, zusammenhängende Melodie aufwies, sondern eher an eine Reihe leicht aneinandergefügte Versatzstücke sphärischer Klänge erinnerte, war Bachs "Ciaccona" voller schmerzlicher Emotionen, voller Gedenken an den Tod seiner Frau.

Kassandra Siebel beherrscht ein vielfältiges Repertoire vom Barock bis zur Moderne. Sie wurde 1993 in Toulouse geboren und erhielt bereits mit sieben Jahren qualifizierten Gitarrenunterricht. Mehrfach war sie Preisträgerin „Jugend musiziert“ und bei internationalen Musikfestivals, besuchte Meisterkurse bei international bekannten Gitarristen und ist zur Zeit Studentin an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock.


Deutsche Dichtung op Kölsch
Jupp Muhr zu Gast im Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. - Goethe und Schiller „op Kölsch“ – ist so etwas möglich? – Kann man Goethes Zauberlehrling „einkölschen“, ohne sich am bedeutenden Werk eines großer Dichters zu vergehen? „Jupp“ Muhr kann das und hat es bei seiner literarischen Lesung von Texten zahlreicher bekannter Dichter beim Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig bewiesen. Und nicht nur mit Goethe und Schiller ist ihm das hervorragend gelungen. Auch mit „Pauline und dem Feuer“ aus dem „Struwelpeter“, mit Wilhelm Busch's „Zwei Schwestern“, der Geschichte der Gebrüder Grimm vom „Betrogenen Teufel“ und nicht zuletzt mit Theodor Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ hat er meisterhaft „jongliert“. So wurde allerdings aus dem Herrn von Ribbeck „D'r Schmitz“, aus dem Garten „em Schreberjaade“, aus der goldenen Herbsteszeit „wenn em Hervs et Sönnche schung“ und aus 'stopft sich beide Taschen voll' „dann stopp' sich d'r Schmitz ... de Täsch voll Birre, suvill wie hä kunnt“. Die musikalische Untermalung der Lesung durch den Pianisten Hans-Günther Adam unterstrich den Hörgenuss, zumal Adam die passenden Stücke sorgfältig ausgesucht hatte. Auf die kopflosen Nöte des Zauberlehrlings zum Beispiel folgte das hektische Stakkato des Säbeltanzes, und nach Robert Gernhards Nonsensgedicht „Kaiserliche Botschaft“ erklang „God save the Queen“.
Die Veranstaltung sollte auch dazu beitragen, einmal darüber nachzudenken, was die Dialekte, was die Mundarten leisten können und was nicht. Wo liegen ihre Stärken, wie erhaltenswert sind sie? Warum lohnt es, die ‚Regionalsprachen' besonders zu pflegen? Muhr zitierte als Antwort auf diese Fragen noch einmal Goethe: „Jede Provinz liebt ihren Dialekt, ist er doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft.“

Das Zehnthaus – Zeuge der Vergangenheit Odendorfs
Rückschau beim traditionellen Neujahrsempfang 
Swisttal-Odendorf. - Gut besucht war auch in diesem Jahr der Neujahrsempfang des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig. Dr. Maria Burger, Erste Vorsitzende des Vereins, konnte wieder eine vielfältige Gästeschar begrüßen. Allen voran Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner, die Vertreter der im Rat der Gemeinde Swisttal sitzenden Parteien Hanns-Christian Wagner und Gertrud Klein (CDU), Dr. Robert Datzer, Tobias Leuning, Gisela Hein und Hartmut Benthin (SPD), Monika Wolf-Umhauer (FDP), Sven Kraatz (GRÜNE) und Ursula Muckenheim-Mc Gunigel (Bürger für Swisttal), Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel, Ortsausschussvorsitzender Michael Gadow, Pater Gregor Krezel, Kath. Kirche, Leonie Jäger, Ev. Kirche, eine Abordnung der NEUEN PFADE aus Rheinbach, Vertreter der Kreissparkasse und der Raiffeisenbank Rheinbach sowie Mitglieder mehrerer Odendorfer Vereine.
In ihrer Begrüßungsansprache verwies Burger auf den vergangenen Tag des offenen Denkmals, wo an der Giebelwand des Zehnthauses eine Gedenktafel angebracht wurde. Die erinnert an den Gründer des Zehnthausvereins, Dr. Johann Bayer, und seine Initiative zur Rettung des Zehnthauses. In seiner Rede zur Eröffnung des wiederhergestellten Gebäudes stellte er fest, dass dieses 1729 errichtete Haus ein Zeugnis für die Geschichte Odendorfs sei, das die ganze Aufmerksamkeit seiner Bürger verdiene. Es sei sogar ein Wahrzeichen für Odendorf – wenn nicht sogar für ganz Swisttal.

Burger fügte hinzu, vielen repräsentativen Fotos und Dokumenten diene es heute mit seinem markanten Staffel- oder Treppengiebel als Hintergrund. Dabei gehöre dieser Giebel nicht zum ursprünglichen Bauplan des Hauses, das als Scheune, als Lagerhaus konzipiert war. Erst 1879 wurde der Treppengiebel dem mittlerweile zum Wohnhaus umgewandelten Bau von seinem damaligen Besitzer hinzugefügt. Was mag den Eigentümer dazu bewogen haben, an dem Haus ein so repräsentatives Zeichen zu setzen? In seinem damaligen baulichen Umfeld hatte das Zehnthaus dadurch einen neuen architektonischen Anspruch im Ortsbild von Odendorf erhalten. Heute sei das Zehnthaus Zeuge einer alten Hofstelle, des Zehnthofs, die Odendorf einst seine Bedeutung gab. Es sei Zeuge konkurrierender Geltungsansprüche der Bürger dieses Ortes. Aber es sei auch Zeuge dafür, dass die geschichtliche Entwicklung des Ortes seit 1729 nicht stehen blieb. Der Verein Zehnthaus sei dafür da, dieses Denkmal, das nun Stätte der Begegnung und kulturelles Zentrum sei, zu bewahren und zu pflegen.

Abschließend verwies Burger auf das Veranstaltungsprogramm des Zehnthausvereins, das in diesem Jahr einen Musikvortrag, zwei Konzerte, fünf Vortragsabende, drei Exkursionen und einen Filmabend vorsehe. Termine und Themen würden jeweils rechtzeitig durch persönliche Einladungen (für die Vereinsmitglieder) und im Übrigen in der regionalen Presse bekannt gegeben.


Neujahrsempfang des Vereins Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. - Am Montag, 9. Januar 2017, 19.30 Uhr, lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig zu seinem schon traditionellen Neujahrsempfang in das historische Zehnthaus in Odendorf, Am Zehnthof 1, ein. Er möchte damit seinen Mitgliedern, Freunden und Förderern Gelegenheit geben, auch einmal außerhalb seiner zahlreichen regulären Veranstaltungen bei einem Glas Wein (oder auch Alkoholfreiem) ins Gespräch zu kommen. Neben Vereinsmitgliedern haben bereits Vertreterinnen und Vertreter aus der hiesigen Kommunalpolitik, von regionalen Wirtschaftsunternehmen sowie unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen ihre Teilnahme zugesagt; mit weiteren Zusagen und unangekündigten, aber dennoch willkommenen Gästen ist erfahrungsgemäß zu rechnen.

Kölsche Knüller met Jöhte un Schiller

Dr. Josef Muhr zelebriert Literatur op Kölsch im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig eröffnet das Jahresprogramm 2017 mit einem Literatur- und Musikabend der besonderen Art. Am Freitag, 20. Januar 2017, 20 Uhr, heißt es im historischen Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1, "Kölsche Knüller met Jöhte un Schiller".

Goethe und Schiller „op Kölsch“ - ist so etwas möglich? - Kann man Goethes Zauberlehrling „einkölschen“, ohne sich am bedeutenden Werk eines großer Dichters zu vergehen? „Jupp“ Muhr kann das und wird es bei der literarischen Lesung von Texten zahlreicher bekannter Dichter vorführen. Die musikalische Untermalung durch den Pianisten Hans-Günther Adam unterstreicht den Hörgenuss. Wer Freude an Gedichten und Balladen deutscher Klassiker hat und wenigstens ein bisschen Rheinisch oder gar Kölsch versteht, sollte sich dieses Erlebnis mundartlicher Parodien nicht entgehen lassen. Die Veranstaltung soll auch dazu beitragen, einmal darüber nachzudenken, was Dialekte, was die Mundarten leisten können und was nicht. Wo liegen ihre Stärken, wie erhaltenswert sind sie? Warum lohnt es, die ‚Regionalsprachen‘ besonders zu pflegen? Genuss der fünften Jahreszeit mit Jöhte un Schiller im Zehnthaus!

Eintrittskarten zum Preis von 10 € (8 € für Mitglieder des Vereins, 5 € für Schüler und Studenten) gibt es im Vorverkauf ab Freitag, 6. Januar 2017, bei Buch & CD Zimmermann, Flamersheimer Str. 13, Restkarten an der Abendkasse.



Frauen des Mittelalters kamen im Zehnthaus zu Wort
Dr. Maria Burger erinnerte an herausragende Persönlichkeiten

Swisttal-Odendorf. - Zum Abschluss des diesjährigen Kulturprogramms des Vereins Zehnthaus hielt die 1. Vorsitzende, Dr. Maria Burger, einen Vortrag zum Thema „Wissensräume für Frauen im Mittelalter“. Eine Reise vom fünften bis zum 14. Jahrhundert kreuz und quer durch Europa versprach sie den zahlreichen Gästen im Zehnthaus. Dabei sollte gezeigt werden, dass Frauen in der von Männern dominierten mittelalterlichen Gesellschaft mitunter gute Möglichkeiten zum Wissenserwerb hatten, dass sie aber historisch zumeist weniger wahrgenommen werden. Gleich zu Beginn wurde eine in der wissenschaftlichen Deutung sehr umstrittene Gestalt, die legendäre Ärztin Trotula aus Salerno, vorgestellt. An diesem Beispiel aus der Medizingeschichte wurde sehr deutlich, zu welch unterschiedlichen Ergebnissen die Interpretation spärlicher Quellenbefunde führen kann. Der Blick auf Frauen kann auch dadurch verstellt sein, dass sie im Schatten der Männer blieben, mit denen sie zusammen arbeiteten. Dies gilt für Scholastika, die Schwester des Mönchsvaters Benedikt; sie war Mitarbeiterin und Beraterin ihres Bruders. Auch der berühmte Missionar Winfrid Bonifatius hatte Frauen an seiner Seite, z.B. Lioba, Thekla und Walburga. Sie hatten den Mut, ihre Heimat Südengland zu verlassen, um sich in Franken der Mission und Ausbildung von Frauen und Mädchen zu widmen. Diese Tätigkeit setzte eine gründliche Bildung in Theologie, Recht und Verwaltung voraus, die die Frauen zuvor im Benediktinerinnenkloster erhalten hatten. Die berühmte Visionärin Hildegard von Bingen durfte natürlich nicht fehlen. In kurzen Passagen aus ihren Texten wurde ihr Denken vorgestellt. Weiter führte die Reise ins Kloster Helfta, das im Hochmittelalter ein spirituelles Zentrum für Frauen war. Gertrud die Große wurde als bildungshungrige junge Frau porträtiert, die im Laufe ihres Lebens sich auf wichtige Fragen der christlichen Lebensführung konzentrierte. Auch über Mechthild von Magdeburg war an diesem Ort zu sprechen, hatte die Begine sich doch an ihrem Lebensende nach Helfta zurückgezogen. Das tragische Schicksal der Marguerite Porete, die in Paris als Ketzerin verbrannt worden war, beendete die beispielhafte Übersicht. Bevor der 2. Vorsitzende, Dr. Joachim Göbbels, die Zuhörer entließ, gab es noch eine angeregte Diskussion.

Wissensräume für Frauen im Mittelalter
Dr. Maria Burger spricht im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Mit den Möglichkeiten von Frauen im Mittelalter, sich intellektuell oder gar wissenschaftlich zu betätigen, befasst sich der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Donnerstag, 8.12.2016, 20 Uhr. Dr. Maria Burger, Erste Vorsitzende des Vereins und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Albertus-Magnus-Institut Bonn, spricht über „Wissensräume für Frauen im Mittelalter“.
Im Jahre 1900 ließ das Großherzogtum Baden als erstes deutsches Land Frauen als ordentliche Studierende an den Universitäten Freiburg und Heidelberg zu – 35 Jahre nachdem dies in der Schweiz schon möglich war. Habilitationen oder gar Lehrstühle an den Universitäten blieben Frauen noch lange verwehrt. Man muss sich nicht ins vermeintlich finstere Mittelalter zurückversetzen, um festzustellen, dass die intellektuellen Fähigkeiten und wissenschaftlichen Leistungen von Frauen nicht hinreichend anerkannt wurden. Dieses Problem ist epochenübergreifend. Im Mittelalter entstanden in Europa vor allem in den Kloster- und Kathedralschulen gut ausgestattete Bildungszentren. Als um 1200 die ersten Universitäten gegründet wurden, blieben Frauen institutionell von der weiteren Entwicklung der Wissenschaften ausgeschlossen. Dennoch gab es für sie Möglichkeiten, Wissen zu erwerben und selbst zu vermitteln. Der Vortrag wird der Frage nachgehen, welche Räume Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft hierfür zur Verfügung standen. Die Frauen, die beispielhaft vorgestellt werden, stammen aus der Zeit vom fünften bis zum 14. Jahrhundert. Kreuz und quer durch Europa geht die Reise, um ihren Spuren zu folgen.
Der Eintritt ist frei; Gäste sind herzlich willkommen.

Kunstausstellung vom 11.-13.11.2016

Die Eröffnung findet am Freitag, 11.11.2016 - 20:00 Uhr statt. Samstag, 12.11.2016 ist die Ausstellung von 13 - 18 Uhr und Sonntag, 13.11.2016 von 11 -  18 Uhr geöffnet.

Frei nach Picasso, der feststellte, dass Kunst dazu da ist, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen, wird vom 11.-13.11.2016 im Zehnthaus in Odendorf ordentlich Staub aufgewirbelt. Hier werden dann wieder 10 Künstler/Innen mit ihren Arbeiten aus den Werkstoffen Farbe, Tusche, Leinwand, Glas, Stoff, Holz, Edelsteine, Silber und Ton für "blitzblanke Seelen", Freude und Unterhaltung sorgen.

Das gemütliche Ambiente des Zehnthauses lädt zudem ein, bei einer Tasse Kaffee mit Freunden und Aussteller/innen ins Gespräch zu kommen. Auch dieses Mal wird eine bunte Mischung aus "alten und neuen" Aussteller/Innen für Abwechslung sorgen:

Dabei sein werden: Mona Beisegel, Christiane Berg, Erika Bruckschen, Christa Dygatz, Christine Gildenhard, Sabine Haas, Marion Klinkhammer, Bernd Scheffler, Anne Stammler und Anne Steckelbroeck.

Die ersten Bauern im Rheinland
Dr. Erich Claßen informierte im Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. - 2,5 Millionen Jahre lebte der Mensch als Jäger und Sammler. Erst vor etwa 12000 Jahren wurde er sesshaft, begann Getreide anzubauen und Vieh zu züchten. Das Rheinland wurde von dieser Entwicklung vor etwa 7500 Jahren erreicht. Über die Besiedelung des Rheinlandes und über den aktuellen Forschungsstand dazu berichtete Dr. Erich Claßen, Leiter der Außenstelle Overath im Gut Eichtal des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland vor über 40 Zuhörern im Odendorfer Zehnthaus.
In der Jungsteinzeit, dem Neolitikum, kam es zum ersten Getreideanbau, zur Viehzucht und damit verbunden zum ersten Hausbau. Die Häuser wurden in Pfostenbauweise meist vierschiffig errichtet, waren ca. 8 Meter breit und 20 bis 25 Meter lang und in der Regel nordöstlich/südwestlich ausgerichtet. Regional wechselnd wurden unterschiedliche Siedlungsstrukturen festgestellt. Als Haustiere wurden Rinder, Schweine und Ziegen gehalten. Die Viehwirtschaft wurde aber regelmäßig aus dem Dorf herausgehalten.
Charakteristika der neolitischen Epoche im Rheinland waren neben Feldwirtschaft, Hausbau und Viehzucht auch die Herstellung geschliffener Steinwerkzeuge und von Keramik. Weil die Keramik dieser Zeit stets mit Bandverzierungen versehen war, nennt man diese Epoche auch die Zeit der Bandkeramik. Sie war im Wesentlichen nur rechtsrheinisch nachweisbar, nur vereinzelt auch linksrheinisch. Als Beispiel hierfür kann das Ergebnis einer Ausgrabung auf Feldern nordöstlich von Odendorf angesehen werden, das auf eine Besiedlung der Gegend in der späteren Jungsteinzeit (etwa 4400 bis 3600 v. Chr.) hindeutet. Ob der hier aufgrund einer Luftbildaufnahme gefundene Wall mit einem vorgelagerten Graben ein Viehkraal, eine „Fliehburg“, ein Kult- oder Versammlungsplatz war, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Auch nicht, ob Odendorf überhaupt ein richtiger Siedlungsplatz war. Dass die Erforschung dieses Zeitalters überhaupt so viele Details zutage gefördert hat ist darin begründet, dass die Kohleförderung im rheinischen Braunkohlerevier immer auch von Wissenschaftlern begleitet wurde, die die Aufgabe hatten, die geschichtliche Entwicklung der Menschen in diesem Gebiet zu erforschen.

Cherish the Ladies
Musikalische Reise im Zehnthaus (Di. 04.10.2016)

Swisttal-Odendorf. - Virtuose Zwiegespräche von Klassik bis Folk hatte das Ladies Duo Dorothee Simone (Blockflöte) und Martina Kölle (Gitarre) für sein Konzert im Zehnthaus in Odendorf angekündigt. Die klangliche Vielfalt ihrer Instrumente präsentierten die beiden Musikerinnen mit Originalkompositionen von Diego Ortiz , Gustav Gunsenheimer und dem Poème lyrique von Guus Dresens. Es blieb aber nicht beim Zwiegespräch der Beiden. Beim Alexander’s Latin von Walter Haberl wurden die Damen musikalisch unterstützt von Antonello Simone (Akkordeon) und Ingmar Meissner (Violine und Kontrabass). Nach diesem temperamentvollen Auftritt folgte ein Zwischenspiel der besonderen Art: Das „Junge Blockflötenensemble“ der Musikschule der VHS Meckenheim Rheinbach Swisttal (Mendel Balog, Franziska Heinzelmann, Janik Nagel, Maximilian und Samuel Schneider) spielte unter Leitung von Dorothee Simone auf hohem musikalischen Niveau Werke von Béla Bartók und Paul Leenhouts. Das begeisterte Publikum dankte mit kräftigem Applaus und durfte den „Tango für Elise“ noch einmal als Zugabe genießen. Nach der Pause gesellte sich Teresa Simone (Violine) als weitere Musikerin hinzu. Mit schottischen tunes und mitreißenden irischen reels aus dem Schatz der keltischen Volksmusik wurde das Publikum auf eine musikalische Reise geführt. Im letzten Teil erzählten die Musiker mit einem jiddischen vals, leidenschaftlichen serbischen und mazedonischen Tänzen von tief empfundener Freude und Kummer. Geschichten dazu wussten Dorothee Simone und Martina Kölle interessant zu erzählen. Für den anhaltenden Applaus bedankten sich die fünf Musiker mit einer fulminanten Zugabe. Wie es begonnen hatte, so endete das Konzert: Als Ausklang spielte allein das Ladies Duo noch eine Mazurka für Blockflöte und Gitarre. „Ach war das wieder ein schöner Abend“ hörten die Vorstandsmitglieder des Vereins Zehnthaus immer wieder beim Verabschieden ihrer Gäste.


Bus-Exkursion Ankündigung
Koblenz und die Festung Ehrenbreitstein

Exkursion des Zehnthausvereins, Sa., 03.09.2016, 8 - 19 Uhr
Swisttal-Odendorf. - Die nächste Busexkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig führt am Samstag, 3. September 2016, in die Römerstadt Koblenz und auf die Festung Ehrenbreitstein. Nach Ankunft in Koblenz geht es mit der 850 Meter langen Seilbahn über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Sie verbindet wehrhafte wie repräsentative Bauten zu einer Gesamt-Festungsanlage, die auf eine 3000jährige Kontinuität als militärische Befestigung zurückschauen kann. Ein Erlebnisweg zur Festungsgeschichte und eine Multi-Media-Schau veranschaulichen die Historie des Bauwerks, das Spuren vieler Zivilisationen aufweist, von den Kelten bis hin zu den Preußen. Ergänzend dazu zeigt das Haus der Archäologie die bedeutendsten Funde des Landesmuseums. Zurück ins Tal geht es wieder mit der Seilbahn. Nach dem Mittagessen folgt eine Altstadtführung von der Basilika St. Kastor zum Blumenhof, dem Deutschherrenhaus und zum Deutschen Eck; festes Schuhwerk wird empfohlen.
Abfahrt ist um 8.00 Uhr am Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1, Rückkehr ca. 19.00 Uhr. Mitglieder des Zehnthausvereins zahlen einen Kostenbeitrag für Busfahrt, Seilbahn, Eintrittsgelder, Führungen und Mittagessen (zwei Gerichte zur Auswahl) in Höhe von 40 Euro, Gäste 42 Euro. Maximale Teilnehmerzahl 49 Personen. Anmeldungen schriftlich bis spätestens 27. August an den Verein Zehnthaus, Odinstraße 12, 53913 Swisttal-Odendorf, oder per E-Mail (verein-zehnthaus@gmx.de) oder über das Online-Formular    http://www.verein-zehnthaus.de/22.html . Wegen der eingeschränkten Teilnehmerzahl gilt der Eingang der Anmeldung. Bis zum 20. August eingehende Anmeldungen von Mitgliedern des Zehnthausvereins werden bevorzugt berücksichtigt.

August 2016 - Pressemitteilung

Programm nach den Sommerferien


Samstag, 03.09.2016,
führt eine Exkursion nach Koblenz. Vom Deutschen Eck geht es mit der Seilbahn über den Rhein zur Festung Ehrenbreitstein. Dort führt ein Erlebnisweg zur Festungsgeschichte weiter zur Multimedia-Show „3000 Jahre befestigter Ort“. Dann geht es wieder mit der Seilbahn hinunter zum Museum im Forum Confluentes im Stadtzentrum.

Mittwoch, 21.09.2016, spricht Dr. Dagmar Hänel zum Thema „Hauptsache kein Schwein – koscher und halal leben“ über Verbote und Einschränkungen bei der Nahrungsaufnahme der Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens.

Dienstag, 04.10.2016, präsentieren Dorothee Simone, Martina Kölle und weitere Künstler unter dem Motto „Cherish the Ladies“ u. a. Tanzmusik der Renaissance und keltische Volksmusik. Das „Junge Blockflötenensemble“ unterstützt sie bei der musikalischen Reise.

Dienstag, 25.10.2016, gibt Dr. Erich Claßen in seinem Vortrag „Wurzeln schlagen – Die ersten Bauern im Rheinland“ einen Überblick über die Entwicklung der bäuerlichen Lebensweise im Rheinland und die damit verbundenen kulturellen und gesellschaftlichen Veränderungen.

Donnerstag, 08.12.2016, berichtet Dr. Maria Burger über „Wissensräume von Frauen im Mittelalter“. Im Mittelalter entstanden vor allem mit den Kloster- und Kathedralschulen gut ausgestattete Bildungszentren. Die ersten Universitäten bestimmten maßgeblich die weitere Entwicklung der Wissenschaften. Burger wird der Frage nachgehen, welche Räume Frauen in einer von Männern dominierten Zeit zur Verfügung standen, um Wissen zu erwerben und zu vermitteln.


Juli 2016 - Pressemitteilung

Begeisterndes sommerliches Konzert
Publikum feiert das Schöbel-Quartett
Swisttal-Odendorf. - „Das war heute wieder ein wunderbarer Musikabend“, schwärmte ein Besucher des sommerlichen Kammerkonzerts im Zehnthaus. „Bei der Auswahl der gespielten Stücke hatte das Ensemble eine überaus glückliche Hand und spielte erfrischend frei auf“. So sah man nur zufriedene Gesichter, als das Konzert des Schöbel-Quartetts im Zehnthaus nach langem begeisterten Beifall zu Ende ging.
Das Schöbel-Quartett hatte auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig ein sommerliches Kammerkonzert mit Musik von Josef Haydn, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven vorbereitet. Haydns Streichquartett C-Dur op. 33 Nr. 3, mit dem Beinamen „Vogelquartett“ bildete den virtuosen Auftakt. Den Beinamen „Vogelquartett“ hat man ihm gegeben, weil in die Themen der Komposition mehrfach Vogelstimmen bis hin zu Kuckucksrufen im letzten Satz eingearbeitet sind. Mit dem Opus 33 hatte Haydn eine ganz neue Form des Streichquartetts entwickelt, die als Beginn der Wiener Klassik gilt. Franz Schuberts Streichquartett Es-Dur op. 125 Nr. 1 entstand 1813 während seiner Ausbildung als Hilfslehrer. Dieses Frühwerk wurde jedoch erst nach dem Tode des Komponisten (1828) veröffentlicht. Sprühende Vitalität und besinnliche Sätze wechselten einander ab und vermittelten Spannung. Das Streichquartett B-Dur op. 18 Nr. 6 gehört zu den frühen Streichquartetten aus Opus 18, die Ludwig van Beethoven um 1800 dem Fürsten Lobkowitz widmete. Beethoven griff die von Haydn entwickelte klassische Form auf, gestaltete sie aber eigenwillig durch extreme Kontraste weiter. Der letzte Satz begann mit dem Adagio „La Malinconia“, das sich anschließend zu einem „kleinen Labyrinth der Ausgelassenheit“ entwickelte.


Juni 2016 - Pressemitteilung

Schule im Zehnthaus - Montag, 27. Juni 2016
Grundschüler erkunden Odendorfer Baudenkmal
Swisttal-Odendorf. - Eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag bot der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig den dritten Klassen der Odendorfer Grundschule mit der Einladung, das historische Zehnthaus zu besuchen. Klaus Scholz, Kulturwart des Zehnthausvereins, begrüßte die Klassen 3a und 3b mit ihren Lehrerinnen Nicole Kaiser und Carola Preller vor dem Gebäude und stimmte sie anhand der in die Wand eingelassenen eisernen Zahlen auf das Baujahr 1726 ein. Nach einem Abstecher zu den Matronensteinen mit Erläuterung ihrer Bedeutung ging es in den oberen Saal des Hauses, wo Scholz die Geschichte des Baudenkmals erläuterte. Wie es schon der Name Zehnthaus zum Ausdruck bringt, waren hier über viele Jahre die Güter und Waren gelagert worden, die insbesondere die Bauern als „der Zehnte“ an das Karthäuserkloster abzuliefern hatten. Zu Scholz's Hinweis, dass das Zehnthaus jetzt für die Bürger da sei und u. a. auch für Feiern angemietet werden könne, schossen mehrere Finger von Schülern hoch. „Ich war schon mal hier bei einer Hochzeitsfeier“ so die Eine „und ich war schon mal im Zehnthaus bei einer Geburtstagsfeier dabei“ erinnerte sich ein Anderer. Anknüpfend an die zurzeit laufende Fußball-EM holte Scholz eine Deutschlandfahne hervor und ließ sie von Schülern neben der Odendorfer Flagge und dem Swisttalwappen entrollen. Auf dem Boden verschafften sich die Kinder einen Eindruck von der alten teils wurmstichigen Bausubstanz und den erneuerten Balken. Fledermäuse waren aber trotz aller Bemühungen nicht zu sichten. Letzte Station des Hausrundgangs war das Kellergewölbe, das entgegen ersten Vermutungen nicht als Kerker genutzt wurde, sondern als Lager für besonders kühl aufzubewahrende Waren. Obwohl Scholz den Kindern Kerzen und Taschenlampen mitgegeben hatte, war es doch ganz schön gruselig da unten. Nach einem schnellen Aufstieg aus dem Keller waren alle froh, wieder in die Schule zurückgehen zu können.


Sommerlicher Kammermusikabend         Schöbel-Quartett konzertiert im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Zu einem sommerlichen Kammerkonzert lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Montag, 4. Juli 2016, 20.00 Uhr, in das historische Zehnthaus in Odendorf, Am Zehnthof 1, ein. Auf dem Programm stehen Werke von Joseph Haydn, Franz Schubert und Ludwig van Beethoven. Es spielen Heinz Schöbel (Violine), Peter Bruns (Violine), Gertrud Schmidt (Viola) und Berenike Langmaack (Violoncello). Eintrittskarten für das Konzert zum Preis von 10 Euro (8 Euro für Mitglieder des Zehnthausvereins, 5 Euro für Schüler und Studenten) sind im Vorverkauf erhältlich bei Buch & CD Zimmermann (Flamersheimer Straße 13). Restkarten gibt es an der Abendkasse.

Historisches Schloss und prächtige Gärten
Exkursion des Zehnthausvereins zum Schloss Dyck

Swisttal-Odendorf. - Bis auf den letzten Platz ausgebucht war der Bus, mit dem eine Reisegruppe des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig zum Schloss Dyck nahe Jüchen/Grevenbroich fuhr. Dr. Swen Holger Brunsch hatte dieses Ziel ausgesucht und die Exkursion dorthin vorbereitet und geleitet. Die wenigsten der Teilnehmer kannten Dyck oder hatten davon gehört, waren dann aber von dem Schloss und dem malerischen englischen Landschaftsgarten hellauf begeistert.
Schloss Dyck ist eines der malerischsten und bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlands. Die Anlage war Mittelpunkt einer kleinen selbständigen Herrschaft und geht auf das Mittelalter zurück. Weit über die Region hinaus ist es u. a. wegen seines berühmten Schlossparks bekannt, dessen Anfänge auf Fürst Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck, der selbst passionierter Botaniker und Pflanzensammler war, zurückgehen. Er beauftragte den schottischen Gartenarchitekten Thomas Blaikie mit der Gestaltung. Der sollte die seinerzeit bereits bestehende Orangerie mit dem Insel- und Parterregarten einbeziehen und einen weitläufigen Garten mit seltenen Baum- und Straucharten hinzufügen. Diese Gartenanlagen waren auch erstes Ziel der Reisegruppe, die sie in zwei Teilgruppen in Begleitung von Gästebetreuern besichtigte. Der Rundgang bot auch gleich Anregungen für individuelle Erkundungen im Laufe des Nachmittags. Nach dem Mittagessen in einem historischen Brauhaus im nahe gelegenen Korschenbroicher historisch-dörflichen Stadtteil Liedberg folgte die Besichtigung von Schloss Dyck. Mit den schon bekannten Gästeführern konnte die Gruppe u. a. die Schlosskapelle, den Historischen Festsaal und das Rousseau-Zimmer besichtigen, die in der heutigen Form auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurückgehen. Auch das „Standesamtszimmer“, in dem auch jetzt standesamtliche Trauungen vorgenommen werden, stand offen; am Besuchstage hatten schon neun Eheschließungen stattgefunden. Die restliche Zeit bis zur Rückfahrt konnte dann noch für einen individuellen Gartenrundgang oder für eine gemütliche Kaffeerunde genutzt werden.

Mai 2016 - Pressemitteilung

Verein Zehnthaus fährt zum Schloss Dyck

Swisttal-Odendorf. – Der Verein Zehnthaus e.V. veranstaltet am Samstag, 4. Juni 2016, eine Exkursion zum Schloss Dyck. Vorbereitet und begleitet wird die Exkursion von Dr. Swen Holger Brunsch. Ziel ist eines der malerischsten und bedeutendsten Wasserschlösser des Rheinlandes. Die Anlage war Mittelpunkt einer kleinen selbständigen Herrschaft und geht auf das hohe Mittelalter zurück; von europäischem Rang ist die Dycksche Handschrift, die unter anderem das Epos „Reinecke Fuchs“ enthält. Das Schloss wurde als Kulisse für die Fernsehserie „Verbotene Liebe“ weit über die Region hinaus bekannt. Die Exkursion startet um 8.30 Uhr am Zehnthaus in Odendorf, Rückkehr wird gegen 18.30 Uhr sein. Die Räume des Schlosses und die Schlosskapelle, die in ihrer heutigen Form auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurückgehen, werden am Vormittag besichtigt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ist der Nachmittag dem berühmten Schlosspark mit Orangerie gewidmet, der unter Fürst Joseph zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Darüber hinaus bleibt Zeit, im Park zu Lustwandeln, die Dauerausstellungen und die Shops zu besuchen oder im Schlosscafé zu entspannen. – Anmeldungen zur Exkursion sind bis zum 29. Mai 2016 möglich per E-Mail (verein-zehnthaus@gmx.de) oder online: http://www.verein-zehnthaus.de/22.html. Die Kosten für die Teilnahme betragen 37 Euro. Anmeldungen der Mitglieder des Vereins Zehnthaus werden bevorzugt berücksichtigt.


April 2016 - Pressemitteilung

Vortrags- und Musikabend

Am Dienstag, 10. Mai 2016, 20 Uhr, steht ein Vortrags- und Musikabend auf dem Programm. Die Viola-Interpretin Gertrud Schmidt präsentiert dem Publikum eines ihrer Lieblingsinstrumente, die Viola d'amore. Diese spielte sowohl in der Barockzeit als auch in der Musik des 20. Jahrhunderts eine große Rolle. Eine moderne und zwei historische Violas d'amore unterstützen die Interpretin beim Erzählen der Geschichte durch ausgewählte Musikbeispiele.

Gertrud Schmidt liest und spielt Wissens- und Hörenswertes über die Viola d’amore Gertrud Schmidt studierte Viola in München und Aachen, spielte mehrere Jahre im Aachener Sinfonieorchester und ist Mitglied in verschiedenen Kammermusikgruppen. So ist sie auch als „Viola“ im Schöbel-Quartett den Besuchern unserer Konzerte bestens bekannt.
2001 entdeckte sie für sich die Viola d’amore. Besonders schätzt sie die vielfältigen Möglichkeiten dieses Instruments. Es spielte nicht nur in der Barockzeit eine große Rolle, sondern wird auch immer wieder in der Musik des 20. Jahrhunderts verwendet. Heute ist die Viola d’amore ein häufig eingesetzter Klangkörper in der Familie der Streichinstrumente.

Gertrud Schmidt bespielt ein modernes Instrument und konnte zusätzlich zwei alte Instrumente erwerben. Diese Instrumente kommen als Zeitzeugen und Hauptakteure der Entwicklung der Viola d’amore im Vortrag zu Gehör und unterstützen das Erzählen der Geschichte durch ausgewählte Musikbeispiele.

Lassen Sie sich von einem unbekannten Teil der Musikgeschichte und der Instrumentenkunde überraschen.


Römische Archäologie in Odendorf
Bericht im Zehnthaus über eine Lehrgrabung

Swisttal-Odendorf. - Zusätzlich zu seinem Jahresprogramm lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Dienstag, 26. April 2016, 20.00 Uhr, zu einem archäologischen Vortrag ein. Dr. Marlies Arnhold und Prof. Dr. Frank Rumscheid berichten über eine Lehrgrabung, die 2015 in Odendorf durchgeführt wurde.
In Römischer Zeit diente die Swistniederung als Hinterland zur Versorgung der Legionsfestung Bonn. Darauf weisen Funde römischer Gutshöfe, einer römischen Straße nordöstlich von Odendorf und die 1879/80 beim Bau der Bahnlinie nach Euskirchen gefundenen römisch-germanischen Weihe- und Matronensteine hin, deren Nachbildung der Verein Zehnthaus 1981 in die Mauer zwischen Zehnthaus und alter Kirche einbauen ließ.
Von Bodendenkmälern der Römerzeit ist heute auf Odendorfer Gebiet nichts mehr zu sehen. Erst die Luftbildarchäologie versetzt die Wissenschaft in die Lage, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Auf dieser Grundlage führte die Abteilung Klassische Archäologie der Universität Bonn in Odendorf 2015 eine Lehrgrabung durch. Dabei konnten Luftbildbefunde als römerzeitliche Bauten verifiziert werden. Die vorläufigen Ergebnisse einschließlich erster Deutungsversuche werden im Vortrag vorgestellt.

Prof. Rumscheid leitet die Abteilung Klassische Archäologie am Institut für Archäologie und Kultur­anthropologie der Universität Bonn. Er ist zugleich Direktor des Akademischen Kunstmuseums. Dr. Arnhold arbeitet als Akademische Rätin in der Abteilung Klassische Archäologie. Beide Wissen­schaftler haben die Lehrgrabung geleitet.


Glück auf, Rheinbach!
Dietmar Pertz berichtete über Rheinbacher Bergbauzeiten

Swisttal-Odendorf. - Über die Bergbaugeschichte in Rheinbach sprach auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig der Leiter des Rheinbacher Stadtarchivs, Dietmar Pertz M.A., im Zehnthaus Odendorf. Auch wenn es heute für viele Rheinbacher nicht vorstellbar ist, dass Rheinbach eine Bergbaugeschichte aufzuweisen hat, wusste Pertz Zweifler vom Gegenteil zu überzeugen.
In Rheinbach gab es Kupfer- und Bleigruben und Eisenerzbergbau. Schon im späten 15. Jahrhundert gab es Hinweise auf Bergbau in der Sürst. Im 18. Jahrhundert bauten die Heisterbacher Zisterziensermönche in der Sürst Kupfer und Blei ab. Im 19. Jahrhundert intensivierten Unternehmer die Suche nach diesen Erzen. So bat 1804 Caspar Kayser um Genehmigung einer Kupfer- und Bleimine in der Sürst und legte bis 1811 verschiedene Suchstollen an. Später versuchte der Unternehmer Albert Poensgen sein Bergbauglück mit dem Kupfer- und Bleibergwerk Grube Emma Carolina, musste sein Vorhaben aber wieder aufgeben. Ab 1903 arbeitete in Kurtenberg und Blitzenhardt wenig erfolgreich die Grube „Hedwigsglück“. 1907 gab es mit der „The Rheinbach Copper Mines London“ einen Neuanfang. Die Euphorie war so groß, dass man sogar den Bau einer neuen größeren Kirche in Neunkirchen plante. Der Abbau war aber auf Grund der geringen Erzvorkommen und der schwierigen wassertechnischen Verhältnisse nur wenig rentabel und wurde 1917 auf Grund einer Weisung des Kriegsministeriums eingestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bergbau – auch in der NS-Zeit –
nicht wieder aufgenommen.
Die starke Nachfrage der Industrie nach Eisenerz war um 1850 Grund für die Konzessionierung verschiedener Eisenerzgruben im Rheinbacher Stadtwald. Gefördert wurde das erzhaltige Gestein - allerdings nur kurze Zeit - im Tagebau oder in sogenannten Pingen. Zur Verhüttung errichtete man damals eine Eisenschmelze, und zwar dort, wo sich heute das Rheinbacher Forsthaus befindet.

März 2016 - Pressemitteilung


In den Monaten Mai bis Juli 2016 bietet der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig folgende Veranstaltungen an:

Am Dienstag, 10. Mai 2016, 20 Uhr, steht ein Vortrags- und Musikabend auf dem Programm. Die Viola-Interpretin Gertrud Schmidt präsentiert dem Publikum eines ihrer Lieblingsinstrumente, die Viola d'amore. Diese spielte sowohl in der Barockzeit als auch in der Musik des 20. Jahrhunderts eine große Rolle. Eine moderne und zwei historische Violas d'amore unterstützen die Interpretin beim Erzählen der Geschichte durch ausgewählte Musikbeispiele.
Am Samstag, 4. Juni 2016, ganztägig 8.30 - 18.30 Uhr, führt eine Exkursion zu einem der malerischsten und bedeutendsten Wasserschloss des Rheinlandes, Schloss Dyck. Vormittags besuchen die Exkursionsteilnehmer geführt die Räume des Schlosses und die Schlosskapelle. Nachmittags folgen Führungen durch die Orangerie und den Schlosspark. Danach bleibt noch Zeit für die freie Besichtigung des weitläufigen Schlossparks, den Besuch der Dauerausstellungen und/oder Entspannung im Schlosscafé.
Am Montag, 4. Juli 2016, 20 Uhr, folgt das traditionelle Kammerkonzert des Schöbel-Quartetts. Eintritt: Mitglieder 8 €, Gäste 10 €.

Glück auf, Rheinbach!
Dietmar Pertz spricht im Odendorfer Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. - Über die Bergbaugeschichte in Rheinbach spricht auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Dienstag, 12. April 2016, 20 Uhr, der Leiter des Rheinbacher Stadtarchivs, Dietmar Pertz, im Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1. Auch für zahlreiche Bewohner von Rheinbach und  den umliegenden Orten ist es nur schwer vorstellbar, dass Rheinbach eine Bergbaugeschichte aufzuweisen hat. Pertz wird Zweifler vom Gegenteil überzeugen.

Schon in der Frühen Neuzeit bauten die Heisterbacher Mönche in der Sürst Kupfer und Blei ab. Im 19. Jahrhundert intensivierten Unternehmer die Suche nach diesen Erzen und legten zwischen Loch und Hardt, in Kurtenberg, bei Berscheid und zu den „Vier Winden“ Schächte und Stollen an. Der Bergbau in der Sürst sicherte zu seinen besten Zeiten über 60 Familien den Lebensunterhalt. Allerdings war der Abbau auf Grund der geringen Erzvorkommen und der schwierigen wassertechnischen Verhältnisse nur wenig rentabel unnd wurde gegen Ende des Ersten Weltkriegs eingestellt.

Die starke Nachfrage der Industrie nach Eisenerz war um 1850 Grund für die Konzessionierung verschiedener Eisenerzgruben im Rheinbacher Stadtwald. Gefördert wurde das erzhaltige Gestein im Tagebau oder in sogenannten Pingen. Zur Verhüttung errichtete man damals eine Eisenschmelze, und zwar dort, wo sich heute das Rheinbacher Forsthaus befindet.

Anhand einer Powerpoint-Präsentation beschreibt Pertz die historische Entwicklung, zeigt aber auch die wenigen, noch heute sichtbaren Relikte des Bergbaus in Rheinbach auf.


Referentin Frau Gabriele Dafft M.A. vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte sprach über Klüngeln – Chancen, Risiken und Nebenwirkungen
Swisttal-Odendorf. - Einen amüsanten Abend erlebten die Besucher des Vortrags von Gabriele Dafft M.A. über das „Klüngeln – Networking auf Rheinisch“ im Odendorfer Zehnthaus. Der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig hatte die Referentin beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) gebeten, über den so häufig und mit so verschiedenen Untertönen gebrauchten Begriff zu sprechen und auch zu fabulieren – was sie dann auch humorig und engagiert tat. Schon in der Vorankündigung fiel auf, dass sie ganz überwiegend über das Verhältnis von Frauen zum Klüngeln geforscht hatte. Männer nehmen danach das Wort Klüngeln seltener in den Mund. Beispiele für die wenigen Ausnahmen: John F. Kennedy schloss einmal eine Rede in Köln mit dem Ausruf „Kölle alaaf!“. Worauf der ihn begleitende Konrad Adenauer meinte: „Er hat aber nichts zum Kölschen Klüngel gesagt!“. Später sagte Adenauer auch einmal „Man kennt sich, man hilft sich“. Oder Franz-Josef Antwerpes, ehemaliger Regierungspräsident: „Eine Hand wäscht die andere zu Ungunsten Dritter.“ Was schon eine negative Facette des Klüngelns aufzeigt. Weitere sind u. a., dass Regeln umgangen oder gebrochen werden, dass möglicherweise Qualifikationen unter den Tisch fallen, Abhängigkeiten entstehen und ein undurchlässiger Filz entsteht. Viele der vom Dafft befragten Frauen konnten dem Klüngeln aber auch positive Seiten abgewinnen. „Wenn keiner zu Schaden kommt, ist es guter Klüngel“ (Bettina Schmidt-Czaia, Leiterin des Kölner historischen Archivs); „Frauen haben beim Klüngeln den längeren Geduldsfaden“ (Meike Gottschalk, Schauspielerin); „Mit Vitamin B ist es oft einfacher“ (Sonja Fuss, Fußball-Nationalspielerin); „Kann ich ein Problem nicht lösen, frage ich einen, der jemand kennt, der es kann“ (Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin); oder eine andere „Ich klüngele nicht um des Vorteils willen, sondern aus Freude am Klüngeln“. Diese Aussagen wurden 23 jeweils etwa zweistündigen Interviews entnommen, die Dafft im Rahmen des Forschungsvorhabens mit den Frauen führte und die in eine Ausstellung des LVR einflossen. Teile der Ausstellung waren am Vortragsabend im Zehnthaus zu sehen.
In der anschließenden Diskussion bestätigten mehrere Besucherinnen und Besucher, dass auch sie schon geklüngelt hätten, „aber immer sauber!“. Zuhörer Manfred Liebenau fasste seine Erfahrungen so zusammen: „Ich war beruflich in ganz Deutschland unterwegs und habe festgestellt, dass überall geklüngelt wird; nun ja, vielleicht im Rheinland besonders viel".

Februar 2016 - Pressemitteilung

Zehnthausverein mit neuem Vorstand
Nur wenige Veränderungen beim Odendorfer Kulturverein

Swisttal-Odendorf. - Die nach der Satzung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig vorgeschriebene jährliche Mitgliederversammlung umfasste im Februar dieses Jahres auch eine Vorstandsneuwahl. Es wurde zuvor Herr Dr. Brunsch für seine Tätigkeit als Kulturwart geehrt und aus dem Vorstand verabschiedet. Herr Biewald wurde als 2. Vorsitzender verabschiedet, steht dem Vorstand aber weiterhin als Pressewart und Beisitzer mit Rat und Tat zur Verfügung. Die Vorsitzende ehrte Herrn Biewald mit der Goldenen Kamera für 10 Jahre unermüdliche Pressearbeit.

Nachdem der bisherige Vorstand schon acht Jahre im Amt war und die Erste Vorsitzende, Dr. Maria Burger, aus beruflichen Gründen eigentlich auf eine erneute Kandidatur verzichten wollte, stand die Frage im Raum, wie es denn weitergehen sollte. Intensive Gespräche „hinter den Kulissen“ führten dann doch zu einem guten Ergebnis, und der bisherige Vorstand konnte der Mitgliederversammlung eine gute Vorschlagsliste für die Neuwahl präsentieren. Zuvor aber legte Burger einen ausführlichen Rechenschaftsbericht für die abgelaufene Amtszeit vor, der von der Mitgliederversammlung bei Stimmenthaltung der bisherigen Vorstandsmitglieder gebilligt wurde und zur einstimmigen Entlastung des alten Vorstands führte.

Da für die Neuwahl zusätzlich zu der Vorschlagsliste keine weiteren Kandidaten präsentiert wurden, konnte Wahlleiter Manfred Liebenau diese Liste zügig abarbeiten. Und das tat er dann auch - routiniert und humorvoll, als hätte er sein Leben lang nichts Anderes gemacht.
Erste Vorsitzende bleibt danach Dr. Maria Burger. Zweiter Vorsitzender ist Dr. Joachim Göbbels, Kulturwart Klaus Peter Scholz, Schriftführer Hans-Jürgen Kuhn, Kassierer wieder Georg Henning. Zu Beisitzern wurden Elke Marion Utecht, Konrad Biewald und Friedhelm Haas gewählt. Als Kassenprüfer fungieren Anna-Louise Wiener und Dieter Schmitz.
Das diesjährige Programm des Zehnthausvereins startet am Donnerstag, 10. März mit einem Vortrag von Gabriele Dafft M. A. zum Thema „Klüngeln – Networking auf Rheinisch“ im Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1, 53913 Swisttal-Odendorf
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Januar 2016 - Pressemitteilung

Mit Zuversicht und guten Gesprächen ins

neue Jahr

Neujahrsempfang des Zehnthausvereins


Swisttal-Odendorf. - Zum zehnten Mal hatte der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig zu einem Neujahrsempfang eingeladen, um seinen Mitgliedern, Freunden und Förderern für ihre Unterstützung zu danken. Und viele waren ins Odendorfer Zehnthaus gekommen, neben den Mitgliedern auch Vertreter aus der Kommunalpolitik, von der Gemeindeverwaltung, von Geldinstituten, Gewerbetreibende und Angehörige befreundeter Vereine und Organisationen.
In ihrer Begrüßungsansprache schlug die Erste Vorsitzende des Zehnthausvereins, Dr. Maria Burger, einen weiten Bogen vom Baujahr des Zehnthauses, 1726 im Zeitalter der Aufklärung in Europa, über produktive kulturelle Schaffensphasen, über zerstörerische Ereignisse während der französischen Revolution 1793, über  aktuelle Terroranschläge in Paris und in anderen Teilen der Welt bis hin zum Bemühen des Zehnthausvereins, im kleineren Rahmen geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklungen in unserer Region bewusst zu machen. Hierfür sollte auch der Beitrag des Vereins dienen, in der Sekundarschule Heimerzheim einen Unterrichtsraum für die Sprachausbildung von Flüchtlingskindern einzurichten. Burger zeigte sich erfreut, dass das Programmangebot des Vereins über das Jahr hinweg offensichtlich gut angenommen werde, und zwar nicht nur von den Vereinsmitgliedern, sondern auch von Gästen. Daher wolle man  mit der bisherigen Mischung weiter arbeiten.
Diesen eher nachdenklichen Worten folgte ein angeregter und ausgiebiger Gedankenaustausch der Gäste über grundsätzliche Probleme wie auch über aktuelle  Ereignisse, angefeuert durch ein gutes Glas Wein wie auch mit Nichtalkoholischem. Interessant zu vermerken war dabei der häufige Wechsel der Gesprächspartner in den jeweiligen Diskussionsgruppen, ein Zeichen dafür, dass belebende Gedanken immer wieder weitergetragen wurden. Es war ein sichtlich anregender Abend.

Mit Schwung ins neue Jahr
Neujahrsempfang des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. - Zum zehnten Mal lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig zu einem Neujahrsempfang ein. Am Montag, 11. Januar 2016, 19.30 Uhr, wird die Erste Vorsitzende, Dr. Maria Burger, Mitglieder, Freunde und Förderer des Kulturvereins, Vertreter der Kommunalpolitik, der Gemeindeverwaltung sowie befreundeter Vereine und Organisationen im Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1, willkommen heißen. Auch einige in Odendorf lebende Flüchtlinge sind inzwischen gerne im Zehnthaus gesehen.
Im Vordergrund stehen an diesem Abend der Dank an die Mitglieder und Unterstützer des Vereins, der Gedankenaustausch sowie das Bestreben, sich bei einem Glas Wein oder Nichtalkoholischem näher kennen zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.


Vorträge, Konzerte, Exkursionen und mehr

Vielfältiges Jahresprogramm 2016 des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. - Der Vorstand des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig hat soeben sein Veranstaltungsprogramm 2016 bekanntgegeben. Es startet traditionsgemäß mit einem stimmungsvollen Neujahrsempfang für seine Mitglieder, Freunde und Förderer, und zwar am Montag, 11. Januar 2016. Ihm folgt am Mittwoch, 17. Februar 2016 die jährliche Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl.

Vortragsveranstaltungen stehen am Donnerstag, 10. März 2016 („Klüngeln – Networking auf Rheinisch“), am Dienstag, 12. April 2016, (Bergbaugeschichte in Rheinbach), am Dienstag, 10. Mai 2016 (Wissens- und Hörenswertes um die Viola d'amore), am Mittwoch, 21.September 2016 („Hauptsache kein Schwein – kosher und halal im Rheinland“), am Dienstag, 25. Oktober 2016 (Die ersten Bauern im Rheinland) und am Donnerstag, 8. Dezember 2016 (Wissensräume für Frauen im Mittelalter) auf dem Programm. Zu Exkursionen lädt der Verein am Samstag, 4. Juni 2016 (Schloss Dyck) und am Samstag, 3.September 2016 (Koblenz und Festung Ehrenbreitstein) ein. Schließlich sind Musikabende am Montag, 4. Juli 2016 (Kammerkonzert) und am Dienstag, 4. Oktober 2016 (Musikalische Dialoge von Kammermusik bis Folk Tunes) geplant.


Die meisten Angebote richten sich nicht nur an die Mitglieder, sondern auch an Freunde und Förderer des Vereins sowie an andere an den jeweiligen Themen Interessierte. Einzelne Veranstaltungen, z. B. die Exkursionen, stehen vorrangig den Mitgliedern des Zehnthausvereins offen. Wenn aber noch Plätze frei sind, können sich auch Gäste als Teilnehmer eintragen. Die Veranstaltungen werden jeweils rechtzeitig vorher in der örtlichen Presse angekündigt.


Dezember 2015 - Pressemitteilung


Zehnthausverein unterstützt Flüchtlingsarbeit

Whiteboard für den Schulunterricht

Swisttal-Odendorf/Heimerzheim. - Kürzlich wurde dem Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig von der SPD Rhein-Sieg ein Ehrenamtspreis für besondere Verdienste in der Kulturarbeit verliehen. Dieser war mit einem Preisgeld in Höhe von 100 Euro verbunden. Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation beschloss der Vorstand des Zehnthausvereins, dieses Geld nicht für eigene Vorhaben einzusetzen, sondern weiterzuleiten und für die Flüchtlingsbetreuung zur Verfügung zu stellen. Er stockte den Betrag auf und ermöglichte es durch diese Spende der Georg-von-Boeselager-Schule in Heimerzheim, ein Whiteboard, eine besondere weiße Tafel, anzuschaffen, die für den Intensivunterricht mit Kleingruppen von Flüchtlingskindern benötigt wird.

In dem Unterricht mit jeweils zehn bis höchstens zwölf Kindern vermitteln haupt- und ehrenamtliche Lehrkräfte den Schülern die deutsche Sprache, teilweise wird auch erst einmal die lateinische Schrift beigebracht. Denn viele von ihnen haben bisher nur arabische Schriftzeichen kennengelernt. Ausgenommen von diesem extra Unterricht sind insbesondere diejenigen Schüler, die in ihren Heimatländern schon Englischunterricht hatten. Die sind mit der lateinischen Schrift oft weitgehend vertraut. Das bedeutet aber für die Lehrkräfte, einen Unterricht auf dem Niveau von Erstklässlern zu geben, auch wenn die Schüler teilweise schon 16 Jahre oder älter sind.

Schulsozialpädagoge Bruno Riffeler von der Georg-von-Boeselager-Schule demonstrierte gemeinsam mit einigen Flüchtlingskindern wie der Unterricht mit Hilfe des Whiteboards abläuft, wobei er die besonderen Vorteile dieses Unterrichtsmediums hervorhob. Ganz wichtig ist die Staubfreiheit der Tafel und des Wischtuches, was angesichts des kleinen Raumes, in dem der Unterricht stattfindet, und der dort gelagerten Unterrichtsmaterialien eine große Erleichterung für Lehrer und Schüler bedeutet.


Neujahrsempfang, rheinisches Klüngeln und Bergbau

Veranstaltungen im Zehnthaus von Januar bis April 2016

Swisttal-Odendorf. - Für das Jahr 2016 verspricht der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seinen Mitgliedern, Förderern und Freunden wieder ein interessantes Veranstaltungsprogramm.

Es beginnt am Montag, 11. Januar, mit den Neujahrsempfang, zu dem auch Gäste eingeladen und willkommen sind.

Am Mittwoch, 17. Februar, sind in einer internen Veranstaltung die Mitglieder des Vereins gefragt, an der Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl teilzunehmen.

Am Donnerstag, 10. März, verspricht es bei der ersten Vortragsveranstaltung des Jahres vergnüglich zu werden. Frau Gabriele Dafft M.A. vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte spricht über das „Klüngeln – Networking auf Rheinisch“, also über die rheinische Art, Beziehungen auszunutzen.

Am Dienstag, 12. April, steht ein Thema aus Swisttals Nachbarschaft im Fokus des Abends. Dietmar Pertz M.A., der Leiter des Rheinbacher Stadtarchivs, spricht über die „Rheinbacher Bergbaugeschichte“. Im Bereich des heutigen Rheinbacher Stadtwaldes wurden schon im Mittelalter Kupfer und Blei gewonnen. Der Höhepunkt des Kupfer- und Bleierzabbaus war um das Jahr 1907. Seit den 1830er Jahren konzentrierte man sich jedoch auch auf den Abbau von Eisenerz, das über Tage abgebaut wurde.

Der Eintritt zu den Vortragsveranstaltungen des Vereins

Zehnthaus ist frei. Gäste sind herzlich willkommen.



Kammerkonzert des Schöbel-Quartetts

Jahresausklang im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Zum Ausklang des Jahresprogramms 2015 lud der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig zu einem Kammerkonzert mit dem Schöbel-Quartett ein. Auf dem Programm standen Werke von Leos Janacek (2. Streichquartett), Wolfgang Amadeus Mozart (Streichquartett G-Dur KV 387) und Robert Schumann (Streichquartett F-Dur op. 41/2). Es spielten Heinz Schöbel (Violine), Peter Bruns (Violine), Gertrud Schmidt (Viola und Viola d'amore) und Berenike Langmaack (Violoncello).

Wie bei den meisten Veranstaltungen konnte sich der Zehnthausverein über ein „volles Haus“ freuen. Dennoch war es möglich, ein kleines Kartenkontingent für einige Asylbewerber zu reservieren. Im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung war es Ehrenamtlichen vom Verein Zehnthaus zu Ohren gekommen, dass sich mehrere Asylbewerber für klassische Musik interessierten. Da lag es nahe, ihnen eine willkommene Abwechslung vom Alltag anzubieten und sie zum Konzertbesuch in das Zehnthaus einzuladen. Mehrere der Eingeladenen kamen und hatten offensichtlich viel Freude an der klassischen Musik. In der Pause kam es dann zu guten Gesprächen – auf englisch und notfalls mit Händen und Füßen, denn mit dem Arabischen hapert es noch bei den Odendorfern.

Während es zu den Werken von Mozart und Schumann keine besonderen Erläuterungen gab, sah sich Peter Bruns bemüßigt, zum Streichquartett von Leos Janacek einige Hinweise zu geben. Dies sei „schwere Kost“, warnte er und spiegele in weiten Teilen die Persönlichkeit des Komponisten wider. So habe Janacek auch private (Beziehungs-) Probleme in seinen Kompositionen verarbeitet, was sich in seinen Stücken immer wieder in hektischen wilden Sprüngen, in hohen Trillern usw. offenbare. Bruns' Ankündigung bewahrheitete sich. Das 2. Streichquartett forderte die Künstler auch körperlich ganz enorm und war für das Publikum schwer verdaulich. Dafür boten die Werke Mozarts und Schumanns Harmonie und Erholung, glichen also die schwere Kost wieder aus.


November 2015 - Pressemitteilung

Kammerkonzert mit dem Schöbel-Quartett

Jahresausklang im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Zum Ausklang des Jahresprogramms 2015 lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Do., 10.12.2015, 20Uhr, zu einem Kammerkonzert mit dem Schöbel-Quartett ein. Auf dem Programm stehen Werke von Leos Janacek (2. Streichquartett), Wolfgang Amadeus Mozart (Streichquartett G-Dur KV 387) und Robert Schumann (Streichquartett F-Dur op. 41/2). Es spielen Heinz Schöbel (Violine), Peter Bruns (Violine), Gertrud Schmidt (Viola, Viola d'amore) und Berenike Langmaack (Violoncello).

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (Mitglieder des Zehnthausvereins 8 Euro, Schüler und Studenten 5 Euro) sind im Vorverkauf bei Buch & CD Zimmermann, Odendorf, Flamersheimer Straße 13, erhältlich. Ebenso auf unserem Internet-Portal als Reservierung. Reservierungs- und Restkarten stehen an der Abendkasse zur Verfügung.

Die Hexenjagden in der Nordeifel
Zehnthausverein lädt zum Vortrag ein


Swisttal-Odendorf. -
Um Hexen, Werwölfe und Zauberpfaffen geht es am Donnerstag, 19. November 2015, 20.00 Uhr, im Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1. Dr. Rita Voltmer, Historikerin aus Trier, spricht über die Hexenjagden in der Nordeifel.

Hexenverfolgung ist ein Thema, das die Phantasie der Menschen immer wieder beflügelt. Historisch ist es unbestritten, dass im Rheinland und in der Eifel viele Hexenprozesse stattfanden. Doch die genauen Hintergründe sind längst nicht alle geklärt. Im Vortrag wird Dr. Voltmer einen Überblick zu den Hexenverfolgungen in der Nordeifel geben, mit einem besonderen Fokus auf die Hexenprozesse in den Manderscheider Grafschaften sowie in den Herrschaften Wildenburg und Schmidtheim. Dabei werden Bedingungen, Strukturen und Hintergründe vorgestellt, eingebettet in den Kontext der spätmittelalterlichen wie frühneuzeitlichen Hexenjagden in Europa sowie im gesamten Eifel- und Ardennenraum. Neben allgemeinen Faktoren dieser Verfolgungen werden spezifische Feindbilder (z.B. die Werwolf-Vorstellung), spezifische Opfergruppen (u. a. Pfarrer) und die Akteure der Hexenjagd (Hexenkommissare, Jesuiten, adelige Herren) in den Blick genommen. Der Eintritt ist frei; Gäste sind herzlich willkommen.

Made in Euskirchen
Dr. Gabriele Rünger sprach beim Zehnthausverein


Swisttal-Odendorf. - Um die wirtschaftliche Entwicklung der Kreisstadt Euskirchen, aber auch einzelner Firmen ging es kürzlich beim Verein Swisttal-Odendorf/Essig. Dr. Gabriele Rünger, Leiterin des Stadtarchivs Euskirchen, sprach zum Thema “Made in Euskirchen - Firmen, Marken und Unternehmensgeschichte(n)“.

Die Kreisstadt Euskirchen definiert sich spätestens seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als mittelständische Industriestadt. Eisenbahn und Industrialisierung machten aus dem Ackerbaustädtchen mit knapp 5.000 Einwohnern eine wirtschaftlich blühende Industriestadt, deren Einwohnerzahl dann im Jahr 1912 bei 13.000 lag. Dominierender Wirtschaftsfaktor war die Tuchindustrie, spezialisiert auf die Herstellung von Uniformstoffen. Ein Drittel der Euskirchener Bevölkerung lebte vom Tuchwesen. Der Niedergang der Tuchindustrie begann Ende der 1950er Jahre und zog damit die ökonomische Struktur der Stadt in eine massive Krise. Exemplarisch sei hierfür die Textilfirma Jacob Koenen genannt. Doch Euskirchen war nicht nur „Tuchstadt“. Hinzu kam, dass einige Betriebe mit langjährigen Wurzeln in der Stadt sich in der Nachkriegszeit expansiv entwickelten, aber aus den verschiedensten Gründen auch wieder schlossen. So stellte Rünger auch andere Firmen und Unternehmen vor, die das Wirtschaftsleben der Stadt prägten und manche noch bis heute prägen.

Der Schwerpunkt lag bei den Unternehmen, die mit einer „Marke“ verbunden sind. Der „Kölner Zucker“ der Fabrik Pfeifer & Langen gehört genauso dazu wie die Hundekuchenfabrik LATZ, heute Nestlé Purina. Ebenso die Firma Ingrid Glas (Viola-Glashütte), die Metall- und Sortierwarenfabrik Deutschbein, die Motorradfabrik Neumann-Neander, die Papierfabrik Halstrick mit ihrer berühmten Serviettenproduktion, die Firma Schewe-Wäsche, die vornehmlich für Versandhäuser produzierte, die Firma Kremenz Lebensmittel und Gemischtwaren, später von SPAR übernommen, die Samengroß- und Einzelhandlung Anton Inhoffen mit Zuchtgärten bis hin nach Köln, die Rheinische Obst- und Gemüsefabrik „Rheinobst“, die Westdeutschen Steinzeugwerke mit ihren Steinzeugröhren u. a. für die Kanalisation bis hin zur Firma Kalff & Co. KG, die Verbandstoffe und Textilvlies produzierte.


Oktober 2015 - Pressemitteilung

Made in Euskirchen
Vortragsveranstaltung des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. - U
m die wirtschaftliche Entwicklung der Kreisstadt Euskirchen geht es demnächst beim Verein Swisttal-Odendorf/Essig. Am Dienstag, 27. Oktober 2015, 20.00 Uhr, spricht die Historikerin und Diplom-Archivarin Dr. Gabriele Rünger aus Euskirchen zum Thema “Made in Euskirchen - Firmen, Marken und Unternehmensgeschichte(n)“.

In der mittelständischen Industriestadt Euskirchen war lange Zeit die Tuchindustrie - spezialisiert auf Uniformstoffe - dominierender Wirtschaftszweig. Der Niedergang der Tuchindustrie begann Ende der 1950er Jahre und zog damit die ökonomische Struktur der Stadt in eine massive Krise. Die Erschließung neuer Industriegebiete und das Angebot preisgünstiger Flächen waren die wegweisende Reaktion darauf.
Doch Euskirchen war nicht nur „Tuchstadt“. In dem Vortrag werden Firmen und Unternehmen vorgestellt, die das Wirtschaftsleben Euskirchens prägten und teilweise heute noch prägen. Der Schwerpunkt liegt bei den Unternehmen, die mit einer bestimmten „Marke“ verbunden sind.
Dr. Gabriele Rünger kennt sich in Euskirchen bestens aus. Seit vielen Jahren leitet sie das Stadtarchiv Euskirchen. Aus dieser Kenntnis heraus wird sie ein spannendes Kapitel regionaler Wirtschaftsgeschichte präsentieren.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Gäste sind herzlich willkommen.

Bildtext: Wer kennt heute noch die ehemalige Euskirchener Marke „Rheinobst“? (Bild auf Anfrage)


Reisen wie zur Zeit des Apostels Paulus
Vortrag beim Zehnthausverein

Swisttal-Odendorf. - Einen Vortrag über das „Reisen in der Antike“ hielt der Historiker und Archäologe Dr. Gerhard Bauchhenß kürzlich im Odendorfer Zehnthaus. Es war für die zahlreichen Zuhörer eine besondere Erfahrung, sich gedanklich einige Jahrtausende zurück zu versetzen. Literarische Hinweise gab es zu Beginn auf die antiken Dichter Homer und Vergil. Doch mancher staunte nicht schlecht, wie viele Details zum Thema Reisen sich schon in der biblischen Weihnachtsgeschichte oder in der Beschreibung der Schiffsüberfahrt des Apostels Paulus finden.

Reisen konnten unterschiedliche Anlässe haben: politische oder soziale Umstände, kulturelle oder sportliche Ereignisse. Bei Herodot begegnet uns sogar schon das Motiv, die Sitten und Gebräuche fremder Völker kennenzulernen. Einen erheblichen Anteil nahmen die Handelsreisen ein. An deren Routen und Zeitplanung mussten sich die Privatreisenden anpassen, denn Passagierschiffe gab es damals noch nicht. Der Referent schilderte zunächst See- und Flussreisen, beschrieb Hafenanlagen, Leuchttürme und Treidelpfade. Bei den Festlandreisen ging es anschließend um die Wege, um Wagen und Lasttiere und um die Mansiones, antike Rasthäuser mit Tierverpflegung und Badehaus.

Technisch wurde erläutert, wie das Wagenrad einen komplizierten Zahnradmechanismus in Gang setzte, mit dem die gefahrenen Meilen gezählt werden konnten.

Menschen wie Warenladung waren beim Reisen vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Davon zeugen Reiseberichte, aber auch Grabmale und Votivsteine. Das Grabmal der Kaufmannsfamilie der Secundinii in Igel bei Trier diente unter anderem als anschauliches Beispiel.

Bauchhenß lenkte den Blick mehrfach auf aktuelle Themen: Die biblische Darstellung der Flucht nach Ägypten lässt heute aufhorchen. Die Überfahrt über das Mittelmeer ist für viele Menschen auch heute mit höchster Gefahr verbunden, ein Hinweis auf aktuelles Geschehen, der die Zuhörer nachdenklich stimmte.

Bildtext: Schon vor Beginn des Vortrags hatten Dr. Gerhard Bauchhenß und Dr. Maria Burger, Vorsitzende des Zehnthausvereins, viel zu besprechen. (Bild auf Anfrage)


September 2015 - Pressemitteilung

Auf den Spuren der Römer in Trier

Trier-Exkursion des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. - In die alte römische Kaiserresidenz Trier führte die jüngste Exkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig. Dank des guten Wetters konnte dort das geplante Programm ohne Einschränkungen ablaufen. In Trier wurde die Reisegruppe in zwei Kleingruppen aufgeteilt, die mit ihren Gästebetreuern ausgehend von der Porta Nigra die Trierer Innenstadt zu Fuß erkundeten. Prächtige Häuserfassaden, historische Gebäude, fürstliche Brunnen und deutliche Spuren römischer Baumeisterkunst beeindruckten die Besucher immer wieder aufs Neue. Beeindruckend war auch die Sachkenntnis der beiden Gästeführer, die ihren Gruppen die Stadt fachkundig erläuterten und nahe brachten. Das galt besonders für die Konstantin-Basilika, dem wohl größten noch erhaltenen römischen Hallenbau in der Region, der vornehmlich für repräsentative Zwecke errichtet worden war und in dem sich die Kaiser von ihren Gefolgsleuten, hohen Militärs, Fürsten usw. huldigen ließen. Diese Basilika verfügt auch heute noch über eine ausgezeichnete Akustik, wird daher gern für große Konzerte genutzt. Der zweite Teil der Stadtbesichtigung wurde per Bus absolviert, um auch weiter entfernt gelegene Ziele, wie z. B. die Barbarathermen mit ihren neuen Ausgrabungen, die Römerbrücke und den Petrisberg besuchen zu können, von dem aus man einen imposanten Blick über die Stadt Trier mit ihren noch verbliebenen römischen Bauten und Anlagen genießen kann.

Nach dem Mittagessen folgte eine gut einstündige Dombesichtigung, wiederum in zwei Teilgruppen und wieder mit den schon bekannten Gästeführern, so dass man sich schon kannte und nicht erst neu aneinander gewöhnen musste. Besonders in der Konstantin-Basilika und bei der Dombesichtigung zeigte es sich, wie wichtig die Teilnahme an einer sachkundigen Führung ist. Anders als bei einer Besichtigung ohne Erläuterungen erhält der Betrachter eine viel intensivere Sicht der Dinge. Zum Abschluss des Tages blieb den Teilnehmern noch eine Stunde zur freien Verfügung, die die Teilnehmer zur Vertiefung des Erlebten oder einem abschließenden Stadtbummel nutzten.


August 2015 - Pressemitteilung

Reisen in der Antike

Lichtbildervortrag im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Sommerzeit ist Reisezeit. Passend dazu lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Dienstag, 29. September 2015, 20.00 Uhr, zu einem Vortrag von Dr. Gerhard Bauchhenß ein mit dem Thema „Reisen in der Antike“. Dr. Bauchhenß, kennt die antiken Texte wie auch die archäologischen Befunde und wird das Thema mit Bildern anschaulich machen.

Reisen in der Antike waren nicht die Urlaubsreisen, für uns der Inbegriff des Reisens. Dennoch reisten viele Menschen immer wieder, weil sie als Kaufleute, als Verwaltungsbeamte oder als Soldaten, die ihren Standort wechseln, also reisen mussten. Oder weil sie hofften, dass in einem weit entfernten Heiligtum eine Gottheit sich ihnen besonders gnädig erweisen werde, dass sie als Sportler in einem Wettkampf, z.B. in Olympia, siegen könnten oder dass sie woanders bessere berufliche Chancen hätten. Die Durchführung eines solchen Vorhabens war in der Antike deutlich schwieriger als für uns heute, auch wenn das Verkehrssystem ziemlich gut ausgebaut war. Mit den Fahrzeugen und mit den Verkehrswegen wird sich der Vortrag daher auch beschäftigen.


Auf den Spuren der Römer in Trier
Exkursion des Zehnthausvereins
Swisttal-Odendorf. - In die alte Kaiserresidenz Trier führt die nächste Bus-Exkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/ Essig. Am Samstag, 12. September 2015, 8.00 Uhr, startet der Bus vom Odendorfer Zehnthofplatz zum UNESCO-Kulturwelterbe. In Trier erwarten die Besucher ein geführter Stadtrundgang und eine ebenfalls geführte Rundfahrt. Zu sehen gibt es u. a. die Porta Nigra, den Hauptmarkt mit seinem Leben und Treiben, die Liebfrauenkirche, die Konstantin-Basilika, die Barbarathermen, den Aussichtspunkt Petrisberg und die Römerbrücke. Nach dem Mittagessen schließt sich eine einstündige Domführung an. Bis zur Rückfahrt nach Odendorf bleibt dann noch etwa eine Stunde Zeit für individuelle Aktivitäten, Kaffeetrinken, Informationen „verdauen“ usw. Die Rückkehr nach Odendorf ist für 19.00 Uhr geplant.

Mitglieder des Vereins Zehnthaus zahlen als Kostenbeitrag für die Fahrt (Busfahrt, Eintrittsgelder, Führungen und Mittagessen) 32 Euro, Gäste 34 Euro. Anmeldungen sind bis zum 6. September möglich per E-Mail (verein-zehnthaus@gmx.de) oder über das Online-Formular (http://www.verein-zehnthaus.de/22.html). Angesichts der beschränkten Teilnehmerzahl zählt der Eingang der Anmeldung. Bis zum 26. August eingehende Anmeldungen von Mitgliedern des Zehnthausvereins werden bevorzugt berücksichtigt. Weitere Informationen unter www.verein-zehnthaus.de.

Juni 2015 - Pressemitteilung


Brinkmann & Spehl spielten im Zehnthaus

Konzert Nachbesprechung - Die Welt der Klezmermusik

Eigentlich spielen sie jeder in einer anderen Band, in einer anderen Formation. Weil sie aber gut miteinander harmonieren, tun sie sich für besondere Projekte zusammen und treten dann als Duo auf, Georg Brinkmann und Bernd Spehl. Und weil sie demnächst bei den Bonner Klezmertagen mit ihrem neuen Programm auftreten, haben sie auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig und zur Freude der hiesigen Klezmerfans ihre Generalprobe kurzerhand ins Odendorfer Zehnthaus verlegt. Die Fans hielten das für eine gute Entscheidung und feierten die beiden Künstler mit tosendem Beifall.

Dabei ist die Bezeichnung „neues Programm“ eigentlich nicht ganz richtig, denn die beiden spielen nicht ein vorgegebenes Programm herunter, sondern improvisieren jeden Abend eine neue Musikfolge mit neuen, spontan „komponierten“ Melodien. Das ist eben nur möglich, weil die Beiden in Sachen Klezmer total auf einer Wellenlänge funken. Sie sind Vollblutmusiker, die frei von jedem Schubladendenken aufspielen. Ihre Musikinstrumente, nämlich die Klarinette, die Bassklarinette und das Akkordeon, beherrschen sie meisterlich und holen alles nur Mögliche aus ihnen heraus. Das reicht vom chromatischen Lauf über das die Töne verwischende „Aufjaulen“, das jubelnde und jauchzende Trillern und Tirilieren bis hin zum Herz zerreißenden Schluchzen und den Einsatz von Klappen ihrer Instrumente als Schlagwerk. Wenn sie dann noch mit ihren Füßen im Rhythmus auf der Stelle treten, sieht man förmlich - je nach Tempo - einen Trauerzug dahinziehen, Tänzer bei einem Fest über den Tanzboden wirbeln oder rituelle Tänze absolvieren. In diesen Momenten möchte man einfach nur die Augen schließen und genießen. Das war auch Vielen im Publikum anzusehen, die mit geschlossenen Augen und hier und da mit wippenden Füßen die melodiösen Klarinettenklänge auf sich wirken ließen. So war es dann kein Wunder, dass das Publikum die Künstler mit begeistertem Beifall verabschiedete und nur nach mehreren Zugaben entließ.

Natürlich kam auch die Frage auf, wann man hier in der Nähe wieder einmal Gelegenheit habe, das Klarinetten-Duo zu hören. Die Termine steht schon fest; es ist am Samstag, 20.06.2015  19.00 Uhr, beim Sommerfest der Botanischen Gärten der Stadt Bonn in der Meckenheimer Allee 171 und am Samstag, 19.09.2015, in der Lutherkirche, ebenfalls in Bonn, Reuterstraße.


Die Welt der Klezmermusik

Brinkmann & Spehl spielen im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Zu einem besonderen Musikabend lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seine Mitglieder, Förderer und Freunde am Donnerstag, 11. Juni 2015, 20.00 Uhr, in das Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1, ein. Klezmermusik steht auf dem Programm, präsentiert von Georg Brinkmann und Bernd Spehl.

Klezmermusik ist osteuropäisch-jiddische Fest-, Tanz- und Ritualmusik. Sie begeistert durch ihren unwiderstehlichen Groove, aber auch durch ihre berührende Ausdrucksfülle. Die Klarinette ist dabei eines ihrer wichtigsten Instrumente. Durch ihre enorme klangliche und stilistische Bandbreite eignet sie sich besonders gut, diese vielschichtige Musik auszudrücken.

Georg Brinkmann und Bernd Spehl sind profilierte Vertreter der deutschen Klezmerszene. In vielen Projekten haben sich die beiden einen Namen gemacht, als Interpreten traditioneller Klezmerklänge wie auch als Entwickler experimenteller Abenteuer. Mit ihren hohen und tiefen Klarinetten vollführen sie einen groovigen, tiefsinnigen und witzigen Dialog.

Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (Mitglieder des Zehnthausvereins 8Euro, Schüler und Studenten 5Euro) können ab Freitag, 29.05.2015, im Vorverkauf bei Buch&CD Zimmermann, Odendorf, Flamersheimer Straße 13, erworben werden. Restkarten ggf. an der Abendkasse.

Mai 2015 - Pressemitteilung

Kunstakademie, Doppelkirche und E-Werk
Zehnthausverein auf Kultur-Tour

Swisttal-Odendorf. - Sowohl Kunstfreunde als auch Liebhaber interessanter Kirchen und Technik-Freaks kamen bei der jüngsten Bus-Exkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig zur Nationalparkstadt Heimbach auf ihre Kosten. Klaus Peter Scholz, Vorstandsmitglied und Organisator der Tour, hatte mit der Internationalen Kunstakademie in der Burg Hengebach, der barocken Pfarrkirche St. Clemens und der Salvatorkirche sowie dem RWE-Industriemuseum Jugendstil-Kraftwerk Heimbach drei höchst interessante Programmpunkte unter einen Hut gebracht.
Pünktlich angekommen wurde die Gruppe schon von Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, dem Direktor der Kunstakademie, am Burgtor erwartet. Er stellte den Besuchern die vielseitigen Fachrichtungen der Akademie wie z. B. Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Druckgrafik, Neue Medien, Stahlskulptur und Videofilm/Comicstrip  vor und führte die Gruppe  durch die Ausstellung mit Malereien und Skulpturen des zeitgenössischen Künstlers Otmar Alt. Mancher konnte mit dessen Werken nicht viel anfangen; andere aber kamen insbesondere den Bildern durch die Erläuterungen Zehnders näher. Nach einem Rundgang durch die zahlreichen Ebenen der Burg wechselte die Gruppe hinüber zur Heimbacher Doppelkirche, wo sich Prof. Zehnder nochmals sehr viel Zeit nahm, seinen Gästen sowohl die Barockkirche als auch die modernere Salvatorkirche zu zeigen und zu erläutern. In letzterer stand im Mittelpunkt des Interesses ein Altar mit einer Pieta, die ursprünglich aus dem Kloster Mariawald stammte, nach der  Säkularisation in die Salvatorkirche verbracht wurde und dadurch Pilgerströme nach Heimbach umleitete. Nach dem Mittagessen folgte eine Führung durch das RWE-Industriemuseum Jugendstilkraftwerk Heimbach. Das ist noch heute in Betrieb und liefert als Wasserkraftwerk auch dann noch Strom, wenn kein Wind weht und auch die Sonne nicht scheint und damit andere ökologische Stromlieferanten ausfallen, wie die die Gruppe begleitende RWE-Mitarbeiterin süffisant bemerkte. Besonderes Interesse vorwiegend der weiblichen Besucher fand eine Ausstellung hauswirtschaftlicher Elektrogeräte aus der „Jugendzeit“ der Küchentechnik, aber auch die historischen und die aktuell eingesetzten riesigen Stromgeneratoren konnten ausgiebig bestaunt werden. Den Abschluss des Tages bildete dann eine gemütliche Kaffeerunde im Haus des Gastes. Das ist schon Tradition bei Exkursionen des Zehnthausvereins.

April 2015 - Pressemitteilung

Farbenpracht einer besonderen Landschaft
Norbert Knauf sprach beim Zehnthausverein
Swisttal-Odendorf. - Licht und Farbenfülle der blühenden Eifel sind mit der Farbenpracht des Südens vergleichbar. Schon die Düsseldorfer Malerschule des ausgehenden 19. Jahrhunderts war davon fasziniert. Das Eifel-Bild „Die blaue Blume“, das Fritz von Wille malte, machte sie berühmt. Heute bietet die Fotografie neue Möglichkeiten, die Eifel und ihre Farben einzufangen. Norbert Knauf nutzte beides für seinen Lichtbilder-Vortrag beim Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig. Er ist seit langem ein ausgewiesener Kenner dieser besonderen Landschaft, ihrer botanischen Vielfalt und ihrer kulturellen Eigenheiten und nahm die Zuschauer und Zuhörer mit auf eine Bilderreise durch die Eifel. Knauf wählte als Pate für jede Jahreszeit ein Gemälde eines Düsseldorfer Malers (M. Klein von Diepold, Cl. Prüssen, C. Schulten), verstärkte deren Wirkung durch Verse aus Eifelgedichten, und zeigte durch seine Fotos die saisonale Blütenvielfalt und Farbenpracht. Eindrucksvoll stellten seine Fotos die sich im Jahreslauf wandelnde Eifellandschaft dar: Die erste zarte Pracht der Winterblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse oder Buschwindröschen. Frühlingsboten wie Schlüsselblumen, Küchenschellen und Veilchen, gelb leuchtende Narzissenfelder und weiß blühende Bärlauchteppiche. Blaue Lupinen und der weit sichtbare Glanz des Eifelgoldes (Ginster) im Sommer. Und schließlich im Herbst Heidekräuter wie Erika und die bunte Farbenvielfalt der Pilze. Dem staunenden Publikum präsentierte er viele botanische Besonderheiten wie seltene Orchideenarten oder den Tintenfischpilz, verwies auf volkstümliche Namen und erzählte Hintergründe zu manchem „Hexenkraut“ und seiner Verwendung. Der farbenprächtige Vortrag regte eigene Ausflüge in diese bezaubernde Landschaft an. Die zahlreichen Gäste des Zehnthausvereins freuten sich auch über die eingestreuten Ausflugstipps.

März 2015 - Pressemitteilung

Forschungen am späteiszeitlichen Doppelgrab

Vortragsveranstaltung des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. - Vor 100 Jahren entdeckten Steinbrucharbeiter in Oberkassel bei Bonn ein 14000 Jahre altes Doppelgrab aus der späten Eiszeit mit einer 25jährigen Frau und einem etwa 35- bis 45jährigen Mann. Archäologen und Wissenschaftler anderer Fachrichtungen nahmen dieses „Jubiläum“ zum Anlass, die Forschungen an diesem Fund neu aufzunehmen und mit modernsten Methoden zu überprüfen. Über die neuesten Erkenntnisse zu diesem Vorhaben berichtete jetzt auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig die Leiterin des Forschungsprojekts und Mitkuratorin der derzeit im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigten Ausstellung „Eiszeitjäger – Leben im Paradies. Europa vor 15000 Jahren“, Dr. Liane Giemsch.

Die beiden Toten sind die zweitältesten anatomisch modernen Menschen Deutschlands. Ob sie ein Paar oder miteinander verwandt waren, ist konnte nicht festgestellt werden. Sicher ist aber nach den Untersuchungen, dass die Beiden Rheinländer waren und sich sowohl von Fleisch als auch von Pflanzlichem ernährten. Ihre Skelette waren nicht mehr vollständig erhalten und lagen leider nicht mehr unmittelbar an der Fundstelle, als der Steinbruchbesitzer die Archäologen informierte. Vermutlich sind zahlreiche besonders kleine Knochen im Abraum des Steinbruchs gelandet. Die Skelette waren (aus rituellen Gründen?) mit Hämatit, einem dort vorkommenden Eisenoxid, bestreut, das die Knochen rot färbte. Mit den beiden Toten wurde einer der weltweit ältesten Haushunde beigesetzt. Das beweist, dass es Haushunde schon damals gab und nicht, wie bisher angenommen, erst seit etwa 3200 Jahren. Zusätzlich waren dem Paar aus Geweih und Knochen gefertigte Kunstobjekte mit ins Grab gegeben worden, u. a. ein Knochenstab mit geschnitztem Zierköpfchen. Giemsch berichtete noch viele weitere Details von den Ausgrabungen und forderte ihr Publikum auf, beim bevorstehenden Besuch der Ausstellung in Bonn darauf zu achten.


Februar 2015 - Pressemitteilung

Am Dienstag, 3. März 2015, 20.00 Uhr, Zehnthaus
Dr. Liane Giemsch, Leiterin Forschungsprojekt Oberkassel
Unsere Referentin, Frau Dr. Liane Giemsch vom Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Universität Bonn, ist Leiterin des Forschungsprojekts Oberkassel und Mitkuratorin der derzeit im LVR-LandesMuseum Bonn gezeigten Ausstellung „Eiszeitjäger – Leben im Paradies. Europa vor 15000 Jahren“. Ihr Vortrag ist zugleich eine Vorbereitung auf unseren Besuch der Ausstellung am Samstag, 7. März 2015.

Vor 100 Jahren machten Steinbrucharbeiter in Oberkassel bei Bonn eine sensationelle Entdeckung: Ein 15000 Jahre altes Doppelgrab aus der späten Eiszeit. Die 25-jährige Frau und ein etwa 35-45-jähriger Mann sind die zweitältesten anatomisch modernen Menschen Deutschlands. Mit ihnen wurde einer der weltweit ältesten Haus-Hunde beigesetzt. Zusätzlich gab man dem Paar aus Geweih und Knochen gefertigte Kunstobjekte mit ins Grab. So ein Fund wirft neugierige Fragen auf: Wie sahen diese Menschen in der Eiszeit aus? Wie lebten sie, wovon ernährten sie sich? Wie sah die heutige Bonner Region damals aus?

Zum 100-Jährigen Jubiläum dieser Entdeckung wurden diese einzigartigen Funde durch ein internationales Team von 30 Wissenschaftlern mit modernen Methoden neu untersucht. Beeindruckende Details über das Aussehen und über Leben und Umwelt der beiden Eiszeitmenschen wurden rekonstruiert. Im Vortrag werden uns die neuesten Erkenntnisse über die Jäger am Ende der letzten Eiszeit präsentiert.

Januar 2015 - Pressemitteilung

Stimmungsvoller Neujahrsempfang

Zehnthausverein lud zum Jahresauftakt

Swisttal-Odendorf. - Ein vielfältiges Veranstaltungsangebot hat der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig für seine Mitglieder, Förderer und Freunde für das jetzt beginnende Jahr vorbereitet. Am Anfang eines jeden Jahresprogramms steht seit vielen Jahren der Neujahrsempfang, bei dem sich Mitglieder, Freunde und Förderer des Zehnthausvereins zum Gespräch zusammenfinden. So auch vor wenigen Tagen, wo die Schar der Gäste rekordverdächtige Ausmaße annahm. Vertreter von Kommunalverwaltung und Kommunalpolitik „knubbelten“ sich mit Ehrenamtlern unterschiedlichster Provenienz und Fachrichtung, Vereinsvorsitzende steckten die Köpfe mit Repräsentanten von Geldinstituten zusammen, ein Geistlicher diskutierte mit Bildungsspezialisten – und dazwischen machten sich Vereinsmitglieder Gedanken über tagesaktuelle Geschehnisse, über Gott und die Welt.

 

In ihren Begrüßungsworten ging Dr. Maria Burger, Erste Vorsitzende des Zehnthausvereins, auf die Zweckbestimmung des Zehnthauses einst und jetzt ein und hob die Verdienste des Vereinsgründers Dr. Johann Bayer um dieses Gebäude hervor. Nicht zuletzt die jüngst Verlängerung des Nutzungsvertrages zwischen der Gemeinde Swisttal und dem Zehnthausverein stelle sicher, dass nicht nur für Odendorf, sondern für ganz Swisttal auf Jahre hinweg ein Kulturzentrum und eine Begegnungsstätte erhalten bleibe. Um dieses Ziel umzusetzen bat Burger aber nicht nur die Vereinsmitglieder um Unterstützung, sondern auch Außenstehende. Sie könnten helfen, das Haus etwa durch die Anmietung der Räume für private oder betriebliche Feiern bzw. ähnliche Anlässe mit Leben zu füllen. Dieser Neujahrsempfang zeige, welche Möglichkeiten sich hier böten. So werde auch deutlich, welche Vorteile die Nutzung historischer Bauten biete. Hier steht alles zur Verfügung, was man zum Feiern braucht, von der Küche bis hin zu den sanitären Anlagen. Ohne aufwändige Dekoration lasse sich  in solchen Mauern eine stimmungsvolle Atmosphäre herstellen. Zu bestimmten Zeiten müsste man sich allerdings frühzeitig entscheiden. So sei etwa zu Kommunionszeiten die Nachfrage besonders groß.


Dezember 2014

Pressemitteilung

Vorträge, Konzerte, Exkursionen und mehr
Jahresprogramm 2015 des Zehnthausvereins


Swisttal-Odendorf. - Ein vielfältiges Veranstaltungsangebot hat der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig für seine Mitglieder, Förderer und Freunde für das kommende Jahr vorbereitet. Insgesamt 13 Termine umfasst das Veranstaltungsprogramm 2015. Es beginnt am Montag, 12. Januar, mit dem Neujahrsempfang, bei dem das Gespräch miteinander im Vordergrund steht. Am Mittwoch, 4. Februar, findet die vereinsinterne jährliche Mitgliederversammlung statt. Vortragsveranstaltungen stehen am Dienstag, 3. März (späteiszeitliche Forschungen), am Dienstag, 14. April, (Eifel-Impressionen), am Mittwoch, 20. Mai (Schule und Universität im Mittelalter), am Dienstag, 29. September (Reisen in der Antike), am Dienstag, 27. Oktober („Made in Euskirchen“) und am Mittwoch, 18. November (Hexenjagden in der Nordeifel) auf dem Programm. Zu Exkursionen lädt der Verein am Samstag, 7. März (LVR-Landesmuseum Bonn), am Samstag, 9. Mai (Heimbach) und am Samstag, 12. September (Trier) ein. Schließlich sind Musikabende am Donnerstag, 11. Juni (Klezmer-Musik) und am Donnerstag, 10. Dezember (Kammerkonzert) geplant.

Abgesehen von der Mitgliederversammlung richten sich die meisten Angebote nicht nur an die Mitglieder, sondern auch an Freunde, Förderer des Vereins sowie an andere an den jeweiligen Themen Interessierte. Einzelne Veranstaltungen stehen vorrangig den Mitgliedern des Zehnthausvereins offen. Nur wenn noch Plätze frei sind, können sich auch Gäste als Teilnehmer eintragen. Die Veranstaltungen werden jeweils rechtzeitig vorher angekündigt.

Pressemitteilung

Brüder Grimm – erzählte Kostbarkeiten

Literaturabend im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - „Märchen? Das ist was für Kinder, nicht für Erwachsene. Bei denen spielen Märchen allenfalls bei der Steuererklärung eine Rolle“, mag so mancher denken. Dass Märchen aber sehr wohl auch etwas für Erwachsene sind, machte der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig mit seiner letzten Veranstaltung dieses Jahres deutlich, zu der er die professionelle Märchenerzählerin Karin Weiss aus Meckenheim eingeladen hatte. Aus dem Riesenangebot von Märchen der Brüder Grimm hatte sie einige unbekannte ausgesucht, die sie dem zahlreich erschienenen Publikum lebendig und fesselnd vortrug.

Für Einstieg hatte sie allerdings ein kurzes jüdisches Märchen ausgesucht, wechselte dann aber zu ihren Lieblingsautoren, den Brüdern Grimm. Wichtig war es ihr immer, bei aller „Märchenhaftigkeit“ der Erzählungen das Körnchen Wahrheit, die dahinter stehende Botschaft, zu verdeutlichen. Auffallend war auch ihr Bemühen, die alte Sprache der Märchen nicht in unsere heutige Alltagssprache zu übersetzen, sondern den Duktus des 19. Jahrhunderts, der Zeit, in der die Märchen niedergeschrieben wurden, wiederzugeben. Und das, ohne den Text vor sich zu haben, also vorzulesen, sondern das Märchen zu erzählen, im wahren Sinne des Wortes. Den Abschluss des Abends bildeten wiederum nicht die Brüder Grimm, sondern eine „Schmunzelerzählung“ aus Friesland und eine Art Gleichnis aus Indien.

Weiss begann ihre Erzähler-Karriere nebenberuflich als Vorleserin bei Kindern, wollte dann aber auch hauptberuflich etwas für und mit Menschen tun, und zwar ohne ständig einen Text vor sich zu haben. So wurde sie Erzählerin, gleichermaßen für Erwachsene und Kinder. Sie will beim Publikum mit dem gemeinsamen Zuhören ein Zusammengehörigkeitsgefühl erzeugen. Das ist ihr im Zehnthaus gelungen. Es entstand eine Atmosphäre der Stille. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so konzentriert war das Publikum.


Pressemitteilung

Landfrauencafé im Zehnthaus hört auf
Dank des Zehnthausvereins an die fleißigen Frauen

Swisttal-Odendorf. - Im Frühjahr 2006 wurde auf dem Odendorfer Zehnthofplatz mit viel Elan und Optimismus ein „Rheinischer Bauernmarkt“ mit regionalen Produkten aus der Umgebung eröffnet. Da gab es Stände mit Obst und Gemüse, frischem Fleisch und Wurstwaren, Käse, Blumen und vieles anderes mehr. Parallel dazu zog in das Zehnthaus das „Landfrauencafé“ ein, das selbst gebackene Torten und Kuchen und die dazu gehörenden Getränke, aber auch selbst hergestellte Marmeladen anbot. Die Begeisterung war groß. Von allen Seiten wurde das neue Angebot begrüßt. Aber das Einkaufsverhalten der Odendorfer trug dem nicht Rechnung. Es gibt im Ort zu viele andere Anbieter für das gleiche Warensortiment. So bröckelte die Präsenz der Anbieter und damit ihr Angebot nach und nach ab. Bis zuletzt nur noch ein Fischlieferant aus Bremerhaven mit sehr leckerem frischen Fisch übrig blieb. Und eben das Landfrauencafé, das bei sonnigem Wetter auf dem Zehnthofplatz Stühle und Tische aufstellte, so dass man sich wie im Biergarten – ohne Bier – fühlte. Das Café hatte sich zu einer festen Größe im Odendorfer Leben entwickelt. Hier fanden sich Alt-Odendorfer und Neubürger zusammen. Leute, die man sonst nicht in einem Café antreffen würde, trafen sich jetzt regelmäßig nicht nur zum kurzen Schwätzchen, sondern zu zeitlich ausgedehnten „Sitzungen“, bei denen häufig die Welt verbessert wurde – oder auch nicht.

Doch das ist nun zu Ende. Den letzten beiden Betreiberinnen des Landfrauencafés, Elisabeth Kümpel und Hannelore Kluge, wurde das zu viel und zu schwer. So haben sie jetzt den Betrieb des Cafés aufgegeben. Am 27. November war es letztmalig geöffnet. Der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, der den Landfrauen die Räumlichkeiten überlassen hatte, bedauert diesen Schritt sehr, zeigt aber auch Verständnis für diese Entscheidung. Dem Verein als Vermieter sei es aber ein Anliegen, den beiden verbliebenen Café-Betreiberinnen und Monika Heck, einer langjährigen Mitstreiterin, für ihre Arbeit im Zehnthaus, für ihr Engagement für Odendorf und für die langjährige gute Zusammenarbeit zu danken. Neben den obligatorischen Blumen überreichte ihnen die Erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Maria Burger, Restaurant-Gutscheine für ein gutes Essen. „Sie haben achteinhalb Jahre für das leibliche Wohl ihrer Gäste gesorgt. Jetzt ist es an der Zeit, dass Sie auch mal etwas für Ihr leibliches Wohl tun“ betonte Burger.

Wie es mit einer vergleichbaren Einrichtung weitergeht, steht noch nicht fest. Vielleicht tut sich etwas im nächsten Frühjahr in Zusammenarbeit mit der Katholischen Frauengemeinschaft und dem Katholischen Pfarrzentrum. Der freundliche Fischverkäufer aus Bremerhaven hofft auch weiterhin auf Kundschaft, jeden Donnerstagnachmittag auf dem Zehnthofplatz – wenn entsprechende Nachfrage besteht.

Pressemitteilung

Brüder Grimm – Erzählte Kostbarkeiten

Literaturabend im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. - Der Jahreszeit entsprechend wird im Dezember das Programm des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig romantisch-besinnlich. Am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 20.00 Uhr, wird die Erzählerin Karin Weiss aus Meckenheim im Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1, "Erzählte Kostbarkeiten" präsentieren.

Die Meckenheimerin hat eine Ausbildung in der Kunst des Erzählens und eine Stimmbildung absolviert. Seit einigen Jahren ist sie als professionelle Erzählerin tätig. Sie erzählt für Kinder und Erwachsene, bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen, Geschichten und klassische Volksmärchen der Weltliteratur. Besonders gern trägt sie Märchen der Brüder Grimm vor. Das gemeinschaftliche Zuhören führe zur inneren Verbundenheit bei Jung und Alt, ist sie überzeugt. Und "Für mich sind Märchen erzählte Kostbarkeiten, die bis heute nichts von ihrer Schönheit und Weisheit verloren haben".

Der Eintritt ist frei; lassen Sie sich zu einem stimmungsvollen Abend im Zehnthaus in die Welt der Märchen entführen. Gäste sind herzlich willkommen.


November 2014

Pressemitteilung

Blockflötenmusik der Renaissance

"Consort of Five" gastierte im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Das war ein künstlerisch-musikalischer Höhepunkt, den der Kulturwart des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, Dr. Swen-Holger Brunsch, für das Jahresprogramm des Kulturvereins gewonnen hatte. Ein ausverkauftes Zehnthaus bestärkte ihn in seiner Entscheidung. „Voices“ hieß das Programm, das das international bekannte Ensemble „Consort of Five“ präsentierte. Es demonstrierte, wie zu Zeiten der Renaissance auch als Vokalwerk konzipierte Musik allein mit Blockflöten so interpretiert werden kann, dass sie an Gesang ohne menschliche Stimme erinnert. Im Vordergrund standen dabei die englische Musik des Elisabethianischen Zeitalters sowie Vokal- und Instrumentalwerke deutscher, italienischer, spanischer und franko-flämischer Komponisten.

Die Flötistinnen Claudia Heinisch, Sonja Kemnitzer, Eva Kuen, Nina-Eike Riegler und Andrea Vincon hatten sich auf die Interpretation Alter Musik spezialisiert und gehen seither einer regen Konzerttätigkeit nach. Musiziert wurde an diesem Abend auf über 20 Blockflöten von Sopran bis Subbass, die eigens für das Quintett nach historischen Vorbildern gefertigt wurden. Dabei war das von Riegler gespielte etwa 1,80 Meter hohe Instrument noch nicht das größte; das sei sogar 2,85 Meter hoch, wie sie hervorhob.

Das Spektrum der Musik des Abends reichte von tänzerischen fast beschwingt hüpfenden Klängen der „Nachtigall“ von Tarquinio Merula (1595-1665) über die Rufe eines Marktschreiers in „In Nomine Crye“ von Christopher Tye (1505-1572) bis hin zu raunenden Klängen der „Galliarde“ von Samuel Scheidt (1587-1654) und der Musik in ganz tiefen Lagen von Antony Holborne (1545-1602). Damit traf das Ensemble offensichtlich den Geschmack des Publikums. “Das war ein Konzert der Sonderklasse!“ war u. a. zu hören. Oder „Das war virtuoses Können, einfühlsame Interpretation und brilliantes Zusammenspiel“. Und „dieses Ensemble zeigt auf beeindruckende Weise, dass es Tönen 'Flügel' verleihen kann“.

Zum Motto des Abends passend waren als Gäste Nachwuchsmusiker von der Musikschule Meckenheim-Rheinbach-Swisttal zu hören. Die jungen Blockflötisten Michel Ehlker, Janik Nagel und Leonie Titz spielten unter der Leitung ihrer Lehrerin Dorothee Simone französische Chansons aus der Zeit der Renaissance. Ein gelungener Auftritt der jungen Künstler, der durch lang anhaltenden Applaus und vom Zehnthausverein mit Gutscheinen für Noten oder Lesestoff honoriert wurde.


Oktober 2014

Pressemitteilung
Künstler im Kampf, pro und contra 1914 - 1918
Dr. Carl Körner sprach im Odendorfer Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Einen außergewöhnlich beeindruckenden, berührenden Vortrag erlebten kürzlich die Besucher des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig. Vor hundert Jahren begann der Erste Weltkrieg. Daher hatte der Verein den Odendorfer Künstler Dr. Carl Körner gebeten, über „Künstler im Kampf, pro und contra 1914 – 1918“ zu sprechen.

Körner begann mit den drei „Einigungskriegen“, dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864, dem sog. Deutschen Krieg 1866 und dem Deutsch-französischen Krieg 1870/71, in deren Folge es zur Gründung des Deutschen Reiches kam. Im ganzen Reich hatte sich ein deutsches Nationalbewusstsein gebildet. Um diese Einheit zu schützen waren weite Teile des Volkes auch zu einem „Heiligen Krieg“ bereit. Dieser Stimmung konnten sich auch viele Künstler nicht entziehen und ließen sich für die Kriegspropaganda einspannen. Sie sprachen “von der reinigenden Kraft des Krieges“ (Ernst Ludwig Kirchner) oder meinten, „die Idee des Krieges ist etwas, dem alles andere untergeordnet“ werden müsse (Ernst Barlach). Georg Grosz meldete sich erst freiwillig, übte später aber harsche Kritik an der Gesellschaft und an der Kirche. Auch Oskar Kokoschka war anfangs euphorisch, ging an die russische Front, wurde dort verwundet und kam später als “Kriegsmaler“ zurück, um damit dem Vaterland zu dienen, wie er sagte. Ernüchtert gab er aber bereits 1917 seine „Anti-Kriegs-Mappe“ heraus. Das war nicht ungefährlich, denn Kritiker wurden gesellschaftlich ausgesperrt oder gar bestraft. Max Beckmann nannte als Einziger die Mobilmachung „die größte nationale Katastrophe“. Er war gegen den Krieg, zog aber aus Nationalbewusstsein als Sanitäter ins Feld. Seine Kriegserlebnisse konnte er lange Zeit nicht verarbeiten. Ähnlich erging es Otto Dix, der anfangs die Entwicklung positiv sah, freiwillig in den Krieg zog, dann ironische Kritik übte und sich viele Jahre mit der Verarbeitung seiner Kriegserlebnisse quälte.

Die Schilderungen Körners und die teilweise unter die Haut gehenden Bilder, die er dazu zeigte, zeigten Wirkung. Als er mit seinem Vortrag endete, herrschte bedrückte Stille – bis sich wie befreit rauschender Beifall erhob. Körners Angebot, noch auf Fragen einzugehen, fand kaum Resonanz. Das Publikum brauchte erst einmal Zeit, um das Gehörte und Gesehene zu verarbeiten.

September 2014

Pressemitteilung

Erst die Abtei Marienstatt, dann Hachenburg
Exkursion des Zehnthausvereins in den Westerwald

Swisttal-Odendorf. – „Das interessante Programm, die vorbildliche Organisation und die umsichtige Betreuung durch den Vorstand des Zehnthausvereins haben unsere Exkursion in den Westerwald wieder zu einer rundum gelungenen Veranstaltung werden lassen“, zog Adelheid Schneider abends nach Rückkehr aus Hachenburg Bilanz. Ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Tag lag hinter den Busreisenden.

Nach einer vorbereitenden Einführung in die Geschichte der mittelrheinischen Dynastenfamilie der Grafen von Sayn hatte der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seine Mitglieder, Freunde und Förderer zu einer Exkursion zur Zisterzienser-Abtei Marienstatt und nach Hachenburg eingeladen. Das Kloster Marienstatt war eine Gründung der Grafen von Sayn, Hachenburg war über lange Jahre Residenz des Grafengeschlechts und wurde in dieser Zeit maßgeblich von ihm geprägt. Für den Vortrag wie für die Betreuung der Exkursion hatte der Zehnthausverein den Historiker Dr. Jens Friedhoff, Stadtarchivar von Hachenburg und profunder Kenner mittelrheinische Adelsgeschlechter gewonnen. Der Vormittag der Exkursion war mit intensiver, aber locker und leicht verdaulich präsentierter Information über das Kloster Marienstatt mit Besichtigung der Abtei und der Außenanlagen gefüllt. Nach dem Essen stand in Hachenburg zuerst das Gräfliche Schloss auf dem Programm, das heute die Fachhochschule der Deutschen Bundesbank beherbergt. Das Schloss hat den Zweiten Weltkrieg fast unversehrt überstanden; das gilt grundsätzlich auch für Hachenburg als Ganzes. Da es hier keine kriegswichtige Industrie gab, sind hier nur zwei Brandbomben gefallen, die verhältnismäßig wenig Schaden anrichteten. So kann sich die Stadt noch heute einer historischen, geradezu malerischen Innenstadt mit fast nur Fachwerkbauten erfreuen. Nach einem Stadtrundgang führte Friedhoff die Besucher im „Historischen Rathaus“ durch eine Ausstellung mit Exponaten aus 700 Jahren Stadtgeschichte, ein Jubiläum, das Hachenburg in diesem Jahr feiert. Im „Vogtshof“ besuchte die Gruppe eine umfangreiche und vielfältige Ausstellung mit Bildern von Emil Heuzeroth, einem Westerwälder Künstler und Ehrenbürger von Hachenburg.

Nach so viel Information freuten sich alle über die noch verbleibende Zeit zur freien Verfügung, die zum intensiven Besuch von Cafés und Eiscafés genutzt wurde. Und es gab noch einen Grund zur Freude: es hatte den ganzen Tag über nicht einmal geregnet. Wie heißt es? Wenn Engel reisen, ...

August 2014

Pressemitteilung

Die Grafen von Sayn – eine komplizierte Familie
Dr. Jens Friedhoff sprach im Odendorfer Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Wer gehörte wann zu welcher Familie der Sayns? Das versuchte Dr. Jens Friedhoff, Historiker und Stadtarchivar von Hachenburg, seinen Zuhörern deutlich zu machen. Auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig sprach er im Odendorfer Zehnthaus über „Die Grafen von Sayn – eine mittelrheinische Dynastenfamilie“. Dr. Maria Burger, Vorsitzende des Zehnthausvereins, hatte ihn als ausgewiesenen Kenner der mittelrheinischen Adelsgeschlechter und deren Burgen angekündigt, ein Prädikat, dessen er sich im Laufe des Abends durchaus als würdig erwies.

Die ältesten Grafen von Sayn lebten in der Zeit von 1139 bis 1246/47. Ihre obersten Lehnsherren waren die Bischöfe von Trier, später gab es aber immer wieder Annäherungen an die Bischöfe von Köln. Stammburg war die „alte“ Burg Sayn, nahe des heutigen Bendorf. Durch eine geschickte Heiratspolitik und den Erwerb benachbarter Ländereien und Güter, wie z. B. des Erbes der Grafen von Saffenberg, konnte in der dritten Generation wiederum durch Heirat der Erwerb von Teilen des rheinischen Besitzes der Landgrafen von Thüringen verbucht werden. Durch die Gründung von Burg und Stadt Blankenburg um 1170 wurde die Stadt saynisches Herrschaftszentrum am Unterlauf der Sieg. Mit Heinrich III. von Sayn (1202 – 1246/47) setzte ein kultureller Wandel ein. Es kam zur Gründung von Klöstern, z. B. Des Zisterzienserklosters Marienstatt, und neuen Burgen, es wurde hochmittelalterliches höfisches Leben gepflegt und das Bild des früher eher raubeinigen Ritters wandelte sich.

Jede Heiratspolitik führt aber auch zu anderen Konsequenzen. Durch Heirat entstanden immer wieder neue Seitenlinien, so dass es bald auch die Häuser Sayn-Hachenburg, Sayn-Altenkirchen, Sayn-Hohenstein, Sayn-Wittgenstein, Sayn-Wittgenstein-Sayn usw. gab. Sich hier noch zurecht zu finden bedurfte es dann eines Kenners wie Friedhoff.

Pressemitteilung
Exkursion, Vortrag, Konzert und Literatur
Vielseitiges Programmangebot des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. – Für die Monate September bis Dezember 2014 hat der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig Veranstaltungen geplant, die sicher wieder viele Interessierte ansprechen. Am Samstag, 6. September, lädt der Verein zu einer Exkursion in den Westerwald nach Hachenburg und zur Abtei Marienstatt. Hachenburg kann auf eine über 700jährige Stadtgeschichte zurückblicken; von Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont, bietet es ein attraktives Stadtbild. Die Zisterzienser-Abtei Marienstatt ist Wallfahrtsort des Bistums Limburg, umfasst u. a. eine frühgotische Basilika.
Am Mittwoch, 1. Oktober, spricht der Odendorfer Künstler Dr. Carl Körner über „Künstler im Kampf, pro und contra 1914 – 1918“. 100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs beleuchtet Körner die Funktion der Kunst zu dieser Zeit, z. B. in welcher Form die Bilder für die offizielle Propaganda genutzt wurden, inwieweit Kritik künstlerisch umgesetzt wurde, wie traumatische Erlebnisse der Künstler deren Werke auch noch nach 1918 prägten usw.
Renaissancemusik für fünf Blockflöten spielt Consort of five am Freitag, 31. Oktober. Das Repertoire des Quintetts enthält weitgehend unbekannte Werke und ermöglicht kurzweilige und geistreiche Musik. Consort of five steht für lebendige und ausdrucksstarke Interpretationen. An diesem Abend steht „Voices“ auf dem Programm. Es erklingen Kompositionen, die auf verschiedene Weise mit Vokalmusik verknüpft sind.
Am Literaturabend am Mittwoch, 3. Dezember, präsentiert Karin Weiss „Erzählte Kostbarkeiten“ von den Brüdern Grimm. Sie erzählt vorzugsweise für Erwachsene Geschichten und klassische Volksmärchen der Weltliteratur, denn in der Gemeinschaft des Zuhörens schaffen sie innere Verbundenheit, bei Jung und Alt, bei Groß und Klein.

Pressemitteilung

Zur Abtei Marienstatt und nach Hachenburg
Exkursion des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. - Nach dem Vortrag über die Grafen von Sayn Ende August führt die nächste Exkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig in den Westerwald. Ziele sind unter der Führung von Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff die Abtei Marienstatt und das historische Städtchen Hachenburg, saynscher Herrschaftsmittelpunkt und Residenzstadt der Grafen. Am Samstag, 6. September 2014, 8.00 Uhr, startet der Bus vom Odendorfer Zehnthaus; um 10.00 Uhr beginnt die Führung durch die Zisterzienser-Abtei Marienstatt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen führt Dr. Friedhoff die Reisegruppe durch das malerische Hachenburg. Der geführte Rundgang und der gemeinsame Besuch Hachenburger Sehenswürdigkeiten lassen dann auch noch Zeit für individuelle Spaziergänge und zur Einkehr etwa zu Kaffee und Kuchen. Rückkehr nach Odendorf ca. 19.00 Uhr.
Der Kostenbeitrag für Busfahrt, Eintrittsgelder, Führungen und Mittagessen (ohne Getränke) beträgt 30 Euro (Zehnthausvereins-Mitglieder 28 Euro). Anmeldungen bitte bis spätestens 30. August schriftlich an den Verein Zehnthaus, Odinstr. 12, 53913 Swisttal-Odendorf, per E-Mail (verein-zehnthaus@gmx.de) oder über das Online-Formular (http//www.verein-zehnthaus.de/22.html).

Pressemitteilung

Die Grafen von Sayn – eine mittelalterliche Dynastie
Dr. Jens Friedhoff spricht im Odendorfer Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Zu einem Vortrag über das Grafengeschlecht derer von Sayn, Gründer der Stadt Hachenburg, lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig für Mittwoch, 27. August 2014, 20.00 Uhr, in das Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1. Referent des Abends ist der Historiker Dr. Jens Friedhoff, Stadtarchivar von Hachenburg,wo er sich in diesem Jahr dem 700jährigen Stadtjubiläum widmet.
Erstmals urkundlich in Erscheinung treten die Grafen von Sayn im Jahre 1139. In nur drei Generationen gelang ihnen der Aufstieg zu einer der bedeutendsten Dynastien im Mittelrheingebiet. Ausgehend von ihrer namengebenden Stammburg Sayn am Nordrand des Neuwieder Beckens erstreckte sich ihr Besitz in weiter Streulage von der Lahn über den Westerwald bis zur Siegmündung (Stadt und Burg Blankenberg), bis nach Südwestfalen und an den Niederrhein (Hülchrath). Zu den bedeutendsten Vertretern der Familie gehört Graf Heinrich III. von Sayn (gest. 1246/47), der am Ostrand seines Herrschaftsgebietes um 1200 Burg und Ort Hachenburg gründete. Gemeinsam mit seiner Gattin Mechthild gilt er als zweiter Gründer des Zisterzienserklosters Marienstatt bei Hachenburg. Im Rahmen des Vortrags wird die Geschichte des heute fürstlichen Hauses Sayn von den mittelalterlichen Anfängen bis zur Gegenwart beleuchtet.
Der Vortrag ist zugleich Vorbereitung auf die Exkursion des Zehnthausvereins am Samstag, 6. September, bei der Dr. Friedhoff durch Hachenburg und im Kloster Marienstatt führen wird.
Der Eintritt zur Vortragsveranstaltung ist frei. Gäste sind herzlich willkommen.

Juli 2014

Pressemitteilung
Zehnthausverein trauert um Heinz Frommhold

Swisttal-Odendorf. - Große Anteilnahme hat beim Vorstand des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig die Nachricht ausgelöst, dass Heinz Frommhold am 11. Juli verstorben ist. Mit ihm verliert der Zehnthausverein ein über viele Jahre aktives und engagiertes Mitglied.
Heinz Frommhold war eines der Gründungsmitglieder des Vereins und arbeitete gemeinsam mit dem Ersten Vorsitzenden Dr. Johann Bayer und anderen Vereinsmitgliedern an dem Ziel, das Zehnthaus vor dem Abriss zu bewahren und zu restaurieren. 1976 wurde er zum Zweiten Vorsitzenden gewählt, ein Amt, das er bis 1982 wahrnahm. Das war eine besonders arbeitsintensive Zeit, die wegen der wichtigen Bauphase ausgefüllt war mit viel technischer Planung und Organisation sowie oft zähen Verhandlungen mit der Gemeinde Swisttal. Denn im Juli 1981 stand die Eröffnung des renovierten Zehnthauses an.
1982 aus dem Vorstand ausgeschieden setzte er seine Kraft weiterhin für den Zehnthausverein ein, indem er für die Mitglieder Exkursionen durchführte und Wanderungen organisierte.
Noch im März dieses Jahres war Heinz Frommhold anlässlich des 40jährigen Vereinsbestehens gemeinsam mit anderen Gründungsmitgliedern zu einer Kaffeerunde im Zehnthaus und beteiligte sich fröhlich und lebhaft an den Gesprächen. Umso überraschender trifft da den Vorstand die Todesnachricht. Der Zehnthausverein wird Heinz Frommholds Andenken in Ehren halten und bewahren.


Juni 2014

Pressemitteilung

Kleine Künstler – große Künstler
Schule am Zehnthof beim Dorffest
Swisttal-Odendorf. - Seit Jahren ist es gute Übung, dass sich die Schule am Zehnthof beim Dorffest nicht nur mit tänzerischen Darbietungen präsentiert, sondern auch mit jungen bildenden Künstlern auftritt. In diesem Jahr hatten sich einige der kleinen Künstler wieder große Künstler zum Vorbild genommen. Im Obergeschoss des Zehnthauses zeigten die Klassen 1a und 1b „Bäume nach Wassily Kandinsky“ und die Klasse 3b „Bilder
nach August Macke“. Die Klasse 3a dagegen ließ sich von der Fußball-WM inspirieren und bot Fußballfelder und internationale Flaggen. Die Klasse 4a setzte auf „Leuchttürme am Meer“, während die Klasse 4b mit „Selbstportraits“ brillierte. Die Klasse 2b gab sich mit
einer Kollektion Robotern futuristisch, während es die Klasse 2a mehr natürlich liebte. Sie war mit einer Komposition Namens „Bunte Vogelwelt“ vertreten, zusammengestellt aus bunten Federn und Zweigen. Keiner Klasse oder Gruppe zuzuordnen waren das „Projekt
Nadel und Faden“, das sehr schöne und präzise Stickereien zeigte, und die Collagen „Essen in Kunst und Küche“, die offensichtlich nur darauf warteten, in das Kochbuch eines Sternekochs aufgenommen zu werden.
Schon lange vor der offiziellen Eröffnung der Ausstellung herrschte im Obergeschoss des Zehnthauses reger Besucherverkehr. Offensichtlich waren viele der kleinen Künstler mit ihren Eltern, Geschwistern usw. gekommen, um stolz ihre Kunstwerke zu präsentieren. Als dann aber strömender Regen einsetzte, war damit Schluss. Der neue Schulleiter der Grundschule, Christian Kaiser, und die Vorsitzende des Zehnthausvereins, Dr. Maria Burger, versuchten zwar noch, Publikum zu einer offiziellen Ausstellungseröffnung zu
motovieren. Aber wer einen Platz unter den Zelten gefunden hatte, war froh, im Trockenen zu sitzen - und blieb. Schade, denn die Arbeiten der kleinen Künstler hätten mehr Aufmerksamkeit verdient, nicht nur die der kleinen Künstler und ihrer Eltern.

Mai 2014

Pressemitteilung

Josef Muhr über "Huhdütsch met Knubbele - was ist typisch Rheinisch?"

SWISTTAL-ODENDORF.  Es gibt ihn wohl doch, den typischen Rheinländer. Was unterscheidet den Menschen aus Bonn, Düsseldorf, Köln, dem Bergischen Land und der mittleren und unteren Sieg von Bewohnern anderer deutscher Regionen?
Experte der 'kölschen Sproch': Josef Muhr zu den feinen Nuancen des Dialekts.         Foto: Henry
Experte der 'kölschen Sproch': Josef Muhr zu den feinen Nuancen des Dialekts. Foto: Henry

Diese Frage beschäftigt seit Jahren den Germanisten und Historiker Josef Muhr. Um "Rheinische Mentalität im Spiegel Ihrer Sprache" ging es in seinem Vortrag am Dienstagabend im Odendorfer Zehnthaus. Auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig um die erste Vorsitzende Maria Burger sprach der gebürtige Kölner zum dritten Mal in der Swisttaler Ortsgemeinde.

Muhr geht in seiner "Sprach- und Mentalitätsforschung" ("es ist keine mathematische Bestimmbarkeit, sondern eher eine Vernunft des Herzens") vom Kölschen, seiner Muttersprache, aus ("das Hochdeutsche habe ich mir als Zweitsprache angeeignet"). Und da faszinieren die Derbheit und Direktheit der Sprache, die aber, so Muhr, trotzdem in ihren Bedeutungen nuanciert sei.

So benutze der Kölsche "leck mich am Aasch" im Sinne von "Was Du nicht sagst" oder "das darf doch nicht wahr sein". Muhr machte deutlich, dass der Rheinländer hinter seiner groben Sprache ein Gefühlsleben verberge, mit dem er jedoch nicht "hausieren" gehe. Die Zurschaustellung seiner Gefühle sei ihm unangenehm.

"Nä, nä, wat ene bedrövte Krom, do spricht mer am beste jarnit vun", sei dann eine der Standard-Antworten. Der Grund für das Misstrauen allem Pathetischen, allem Fanatismus gegenüber liegt für Muhr in der Vermischung der Bevölkerung durch die Jahrhunderte. Ein Rheinländer kritisiere nicht, sondern seine Kritik wirke eher besänftigend.

Als Urkölner führte Muhr denn auch "Tünnes und Schäl"an, in deren Logik das Denken und Fühlen der Domstädter sichtbar werde. Witze über die politische und kirchliche Obrigkeit gehörten auch heute noch zum Alltag. Geselligkeit, Lebens- und Genussfreude seien wesentliche Merkmale des typischen Rheinländers. Letztlich, so Muhrs Fazit, drücke sich in der Sprache die Denkweise und damit auch die Mentalität des Rheinländers aus.

Bedauerlich findet er das allmähliche Verschwinden der deutschen Mundarten. "Aber es gibt ermutigende Zeichen dafür, dass wir im Rheinland dem hochdeutschen Einheitsbrei nicht gänzlich anheimfallen werden". Begeistert zeigten sich die 70 Zuhörer, deren Fragen zu dialektalen Nuancen Muhr beantwortete.



Trinkwasser und Fischerei
Zehnthausverein informierte sich vor Ort


Swisttal-Odendorf. – Bei seiner ersten Exkursion dieses Jahres hatte sich der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig mit dem Feuer (Vulkanen) befasst, Bei seiner zweiten Exkursion zog sich das Wasser wie ein roter Faden durch das Programm. Zwei große Ziele hatte Friedhelm Haas, der Organisator und Begleiter der Reise, ausgesucht: einen Wahnbachtalsperre in Siegburg und das Fischereimuseum in Bergheim/Sieg.
Normalerweise sind die Teilnehmerplätze bei den Exkursionen des Zehnthausvereins kurz nach der Ausschreibung vergeben. Diesmal fuhren bei einer Höchst-Teilnehmerzahl von 35 nur 30 Personen mit. Offensichtlich hatte der Hinweis auf ca. 240 Stufen, die im Dammbauwerk zu bewältigen waren, den einen oder die andere von der Anmeldung absehen lassen. Denn die gleiche Strecke musste schließlich auch wieder aufwärts marschiert werden. Aber diejenigen, die mitgefahren sind, wurden mit einem beeindruckenden Tag belohnt.
Zunächst wurden die Teilnehmer in das Thema Trinkwasseraufbereitung eingewiesen. Hier sind es besonders die natürlichen Einträge, die dem Wasser u. a. durch Filterung in mehreren Stufen entzogen werden müssen. Aber auch Einträge aus der Landwirtschaft, wie Pflanzenschutzmittel, Dünger und Gülle bereiten den Verantwortlichen zunehmend Sorgen. Hier wird immer mehr auf Kooperation mit der Landwirtschaft gesetzt. Nach dieser Station folgte der Einstieg in das Dammbauwerk mit seinen langen Gängen, imposanter Technik, Hallen füllenden Maschinen, Rohrleitungen, usw. Da war es geradezu eine Erholung, wieder auf dem Damm zu stehen und den Blick über die Natur und den Stausee schweifen zu lassen.
Beim anschließenden Besuch im Fischereimuseum stand naturgemäß der Fischfang im Mittelpunkt, der über Jahrhunderte Lebensgrundlage der Menschen an der Sieg war. Eine besondere Rolle spielte dabei die im Mittelalter gegründete Fischerei-Bruderschaft, auf die bei der Führung immer wieder hingewiesen wurde.



Pressemitteilung

Dienstag, 03. Juni 2014, 20 Uhr, Zehnthaus
Historiker und Germanist Dr. Josef Muhr
Die rheinische Mentalität im Spiegel ihrer Sprache
Swisttal-Odendorf. – 
Vielen Freunden des rheinischen Dialekts ist er auf Grund einschlägiger Vorträge bekannt. Der Historiker und Germanist ist wieder im Zehnthaus Odendorf. Dr. Josef Muhr hält auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig einen Vortrag über die rheinische Mentalität im Spiegel ihrer Sprache.
Dem Rheinländer werden je nach Anlass Mutterwitz oder Rührseligkeit, Derbheit oder Sentimentalität, Phlegma oder „heißes Blut“ nachgesagt. Muhr versucht auf heitere Weise, der inneren Verfassung der Rheinländer näher zu kommen. Dabei nimmt er besonders ihre Sprache ins Visier, ist doch der Dialekt laut Goethe „eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft“. Muhr ist in Köln aufgewachsen, und das folgende Zitat aus einem Brief Wilhelm Buschs dürfte auch auf ihn zutreffen: „Um eine Sprache sein eigen nennen zu können, muss man etwas darin erlebt haben, etwas sehr Wichtiges – nämlich die Kindheit“.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Gäste sind herzlich willkommen. Einlass ins Zehnthaus ist für Mitglieder des Zehnthausvereins ab 19.15 Uhr. Um beim Einlass Vereinsmitglieder ausreichend berücksichtigen zu können, werden bis 19.45 Uhr nur Mitglieder des Vereins Zehnthaus eingelassen, die im Besitz einer „Zählkarte“ sind. Ab 19.45 Uhr werden freie Plätze an noch Wartende vergeben.


Pressemitteilung

Von Grieg über Beethoven zu Sibelius
Kammerkonzert im Odendorfer Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. –
„Das wird wieder ein schönes Konzert!“ freute sich Dr. Maria Burger, Vorsitzende des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, als sie die Namen der Komponisten hörte, die Heinz Schöbel für das Frühjahrskonzert des Zehnthausvereins ausgesucht hatte. Denn musikalische Umbrüche in der Schaffenszeit dieser Komponisten, Schaffenskrisen und Melancholie im Leben und in der Persönlichkeit der Tondichter ließen faszinierende Musik entstehen. Und es wurde ein wirklich schönes Konzert mit Kompositionen von Edvard Grieg, Ludwig van Beethoven und Jean Sibelius, das das Schöbel-Quartett mit Peter Bruns (Violine), Gertrud Schmidt (Viola), Berenike Langmaack (Violoncello) und Heinz Schöbel (Violine) seinem Publikum im Odendorfer Zehnthaus bot. Sogar Bravo-Rufe begeisterter Zuhörerinnen und Zuhörer waren zu vernehmen, eher etwas ungewöhnlich in den historischen Mauern. Aber die Musik, vielleicht auch der historische Rahmen und die liebevolle Raumdekoration haben die Gefühle des Publikums ein wenig stärker beflügelt und die Herzen mehr als sonst üblich geöffnet.
Nicht zu übersehen und zu überhören waren auch das Engagement und das Herzblut, das die vier Streicher in ihr Spiel legten, allen voran der Namensgeber des Ensembles, Heinz Schöbel. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000 war er im Orchester der Beethovenhalle Bonn tätig. Die Liebe zur Musik hat ihn aber auch danach nie losgelassen. Vor vielen Jahren gründete er mit Kollegen aus dem Orchester das nach ihm benannte „Schöbel-Quartett“. 2005 rief er das „Schöbel-Trio“ (mit Violine, Klavier und Cello) ins Leben, er betreut u. a. das „Salonorchester Euskirchen“ und ist jeweils als Konzertmeister im „Ford-Symphonieorchester Köln“ und im „Symphonieorchester Bergheim“ tätig. Musik war und ist sein Leben.

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Wahnbachtalsperre und Fischereimuseum
Exkursion des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. – Nachdem sich der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig im vergangenen Jahr mit dem Element Feuer (in Gestalt von Vulkanen) befasst hat, wird er sich in diesem Jahr dem Element Wasser zuwenden. Am Samstag, 24. Mai 2014, lädt er seine Mitglieder, Förderer und Freunde zu einer Busexkursion zur Wahnbachtalsperre nach Siegburg und zum Fischereimuseum nach Bergheim an der Sieg ein. An der Wahnbachtalsperre wird durch eine sachkundige Führung das Thema Trinkwasseraufbereitung erläutert. Anschließend folgt eine Führung durch das Talsperren-Dammbauwerk. Nach dem gemeinsamen Mittagessen geht die Fahrt weiter zum Fischereimuseum in Bergheim. Der Fischfang bildete über viele Jahrhunderte die Lebensgrundlage für die Menschen an der Sieg. An der Geschichte der im Mittelalter gegründeten Fischerei-Bruderschaft wird dies in einer Führung deutlich gemacht. Die Abfahrt ab Odendorf, Zehnthofplatz, ist für 8.00 Uhr geplant, die Rückkehr nach Odendorf für ca. 18.00 Uhr. Die Gruppengröße ist auf 35 Teilnehmer begrenzt. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
Kostenbeitrag für Busfahrt, Eintrittsgelder, Führungen und Mittagessen 28 Euro für Mitglieder des Zehnthausvereins, für Gäste 30 Euro. Anmeldungen schriftlich an Verein Zehnthaus, Odinstraße 12, 53913 Swisttal, oder per E-Mail (verein-zehnthaus@gmx.de oder per Online-Formular (http://www.verein-zehnthaus.de/22.html). Mit Blick auf die begrenzte Teilnehmerzahl zählt der Eingang der Anmeldung. Bis zum 11. Mai eingehende Anmeldungen von Mitgliedern des Zehnthausvereins werden bevorzugt berücksichtigt. Weitere Informationen im Internet unter www.verein-zehnthaus.de.


April 2014

Pressemitteilung

Mit Schlössern und Magie gegen Einbrüche
Vortrag im Odendorfer Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Über Kriminalität im Römischen Reich referierte Dr. Carsten Wenzel aus Frankfurt auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig vor einem interessierten Publikum. Er war seinerzeit an der gleichnamigen Ausstellung in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle beteiligt. Voran stellte Wenzel die Frage, ob die damalige Zeit eine „Welt voller Verbrechen“ gewesen sei. Schließlich kannte man im Römischen Reich keine Staatsanwaltschaft im heutigen Sinne, auch keine Polizei, die in der Verbrechensbekämpfung tätig wurde. Da könnte man vermuten, dass die Menschen damals in unsicheren Zeiten lebten. Zwar ging es nicht ohne Kriminalität ab. Aber das Römische Reich sei nach Wenzel wegen des Verbots, Waffen zu tragen, grundsätzlich ein vergleichsweise sicherer und stabiler Staat gewesen.
Wenzel verglich die damaligen Straftaten und ihre Bekämpfung mit unserem heutigen System. Am Beispiel der römischen Kleinstadt Nida im obergermanischen Limeshinterland machte er deutlich, dass schon die Bebauung einigen Schutz bot. Die nach hinten geschlossenen „Streifenhäuser“ (Reihenhäuser) ermöglichten den Einbrechern nur den Zugang durch die Vorderfront. Diese sicherte man durch Schlösser, aber auch durch Magie, denn Schlösser und Schlüssel trugen magische Hunde- oder Löwenköpfe, Medusenbildnisse und andere Unheil abweisende Darstellungen. Auch damals gab es Fälscher, Zocker und Falschspieler. Raubüberfälle und Mord sind ebenfalls dokumentiert. Aber eine Strafverfolgung gab es nur auf Antrag an den Centurio, den Militärkommandanten mit Polizeigewalt. Zuvor allerdings mussten der Geschädigte oder seine Angehörigen selbst gegen den Täter ermitteln und die Beweise dem Antrag an den Centurio beifügen. Haft als Strafe war unbekannt. Dafür gab es aber u. a. Geldstrafen, Strafarbeit im Bergwerk und in schweren Fällen die Kreuzigung, Tötung durch Tiere, Enthauptung oder den Tod in Gladiatorenkämpfen.


April 2014

Pressemitteilung
Kammerkonzert des Schöbel-Quartetts
Frühlingsklänge statt Jahresausklang


Swisttal-Odendorf. – Seit Jahrzehnten sind die Konzerte des Schöbel-Quartetts fester Bestandteil im Jahresprogramm des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, meist am Jahresende, in diesem Jahr schon im Frühling. Am Donnerstag, 8. Mai, 20.00 Uhr, gibt das Quartett sein diesjähriges Kammerkonzert. Auf dem Programm stehen das Streichquartett op. 18 Nr. 1 von Ludwig van Beethoven, das Streichquartett F-Dur von Edvard Grieg und das Streichquartett d-Moll op. 56 von Jean Sibelius. Ein besonderes Flair erhält der Abend durch den Veranstaltungsort; das Konzert findet wieder in historischen Mauern statt, im Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1. Einlass ist ab 19.30 Uhr.
Eintrittskarten zum Preis von 10 Euro (Mitglieder des Zehnthausvereins 8 Euro, Schüler/Studenten 5 Euro) sind ab dem 25. April im Vorverkauf erhältlich bei Buch & CD Zimmermann, Odendorf, Flamersheimer Straße 13. Restkarten an der Abendkasse. Weitere Informationen im Internet unter www.verein-zehnthaus.de
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April 2014

Pressemitteilung
40 Jahre Zehnthausverein

Swisttal-Odendorf.– Es geschah am 22. März 1974 im Café von Sturm in der Essiger Straße. Dort saßen über 25 Odendorfer beisammen, um einen Verein zu gründen. Unter ihnen war Dr. Johann Bayer, Arzt in Odendorf und Initiator des Treffens. Grund der Zusammenkunft waren Pläne der Gemeinde Swisttal, das alte, baufällige Zehnthaus von 1726 zwischen der alten, aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche und der neuen Kirche St. Petrus und Paulus von 1906 abzureißen. Wochenlang zuvor hatte Bayer gegen diese Pläne „getrommelt“, Handzettel mit der Aufschrift „Rettet das Zehnthaus“ verteilen lassen und schließlich das Treffen im Café von Sturm organisiert. Nach langen heftigen Diskussionen bis in den Morgen des 23. März verließen die letzten Versammlungsteilnehmer früh um vier Uhr das Lokal. Aber es war geschafft. Sie hatten den „Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig“ gegründet. Ziel des Vereins war es, das Zehnthaus zu erhalten, es wieder aufzubauen und es zu einem kulturellen Mittelpunkt von Odendorf werden zu lassen. Und das mit Erfolg. Am 19. Juli 1981 wurde das renovierte Zehnthaus neu eingeweiht und hat sich mit seinem Veranstaltungsprogramm und mit seinem Standort „im Dorf für das Dorf“ zu einer wichtigen Einrichtung in Swisttal entwickelt.

Anlässlich der 40. Wiederkehr des Tages der Vereinsgründung lud der Vorstand des Zehnthausvereins noch lebende Gründungsmitglieder, die auch noch Vereinsmitglieder sind, und ihre Partner/innen zu einer gemütlichen Runde mit Kaffee und Kuchen in das Zehnthaus ein. Mit den Vorstandsmitgliedern konnte Vereinsvorsitzende Dr. Maria Burger immerhin 27 Personen willkommen heißen, die in ihren Erzählungen die alten Zeiten wieder aufleben ließen und in Erinnerungen schwelgen konnten. „Hätten Sie sich damals nicht engagiert, wäre Odendorf um eine wichtige Einrichtung ärmer“, so Burger. „Ihr damaliges Engagement hat Swisttal ein historisches Kleinod erhalten.


April 2014
Pressemitteilung

Kriminalität im Römischen Reich
Dr. Carsten Wenzel spricht im Zehnthaus


Swisttal-Odendorf. – Das Jahr 2014 ist Römerjahr in der Region. Grund genug für den Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, sich eines „römischen“ Themas anzunehmen. Er lädt daher am Donnerstag, 10. April 2014, 20 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Carsten Wenzel zum Thema „Eine Welt voller Verbrechen? – Kriminalität im Römischen Reich“ ein.
Das Imperium Romanum war eines der bedeutendsten Reiche der Weltgeschichte. Seine Stellung verdankte es vor allem der Schlagkraft seiner Armee, seinem Rechtssystem und einer effizienten Verwaltung. Doch das antike Weltreich besaß nie eine eigenständige Polizeibehörde, keine Staatsanwaltschaft im heutigen Sinn. Schutz vor Verbrechen und die Verfolgung der Täter waren Privatangelegenheit. So sind Schriftquellen aus dem Römischen Reich voll von Klagen über Diebstähle, Raub, Betrug und Mord.
Anhand ausgewählter archäologischer Funde und Inschriften gibt der Vortrag einen Einblick in den antiken Alltag und die Lebenswelt der Menschen vor 2000 Jahren. Von gezinkten Würfeln und gestohlenen Mänteln über aufgebrochene Schlösser bis hin zu den Skeletten von Mordopfern – die Spuren einiger Verbrechen lassen sich von den Archäologen bis in die Gegenwart verfolgen.
 

März 2014
Pressemitteilung

Zeitreise durch die Glasgeschichte

Swantje Lunau sprach im Odendorfer Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Mit einem Vortrag über „Glas im Wandel der Jahrtausende“ startete der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig sein „offenes“ Jahresprogramm 2014. Nach dem Neujahrsempfang im Januar und der Mitgliederversammlung im Februar bot die Odendorfer Glasmeisterin Swantje Lunau eine faszinierende Zeitreise durch 6000 Jahre Glasgeschichte von der Erfindung bis zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der heutigen Zeit.

Glas ist ein Werkstoff, der in vielen Bereichen unseres Lebens selbstverständlich ist. Seine Transparenz, Farben, Formen und die Möglichkeiten seiner Gestaltung faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Dabei besteht es im Wesentlichen „nur“ aus Quarzsand, Kalk, Soda und Pottasche. Wie das Glas erfunden wurde, wird in Legenden und in wissenschaftlichen Darstellungen berichtet. Die wahrscheinlichste Version ist, dass das Glas als Zufallsprodukt in der Schlacke von Schmelzöfen gefunden wurde. Als erster „geplanter“ Einsatz von Glas gilt die Glasur von Gefäßen durch ägyptische Töpfer. In der Bronzezeit, galt Glas als „königlicher“ Stoff, der nur vom Pharao und hohen ägyptischen Beamten genutzt werden durfte. Bald wurde auch die Herstellung von Glasperlen erfunden, die so beliebt und geschätzt waren, dass sie etwa ab 1450 v. Chr. nicht nur in Ägypten als Zahlungsmittel Verwendung fanden („Glasperlen als der erste Euro“). Glas wurde bald ein so begehrtes Produkt, dass damit bis Skandinavien, China und Afrika (Mali) gehandelt wurde.

Auch im Römischen Reich fand Glas in Form von Perlen, Gefäßen, aber auch als Fensterglas Anwendung. Glas bedeutete hier Macht und Reichtum. Zentrum der Perlenherstellung war ab etwa 982 n. Chr. in der Nachfolge islamischer Glasfabriken Venedig, von wo die Produktion um 1295 aus Gründen des Feuerschutzes und der Geheimhaltung der Herstellungsrezepte nach Murano verlegt wurde. Besonders bekannt waren damals Achatgläser, auch Jaspis-, Onyx- oder Chalzedongläser genannt. Das christliche Mittelalter war eine glasperlenarme Zeit, da dieser Schmuck nicht in das damalige christliche Weltbild passte. Das änderte sich etwa 1500 n. Chr., als Glasperlen in großen Mengen hergestellt wurden.

Abschließend ging Lunau nochmals auf die Vielseitigkeit der Verwendungsmöglichkeiten von Glas ein. Neben der Gefäßherstellung sind hier besonders Flachglas-, aber auch andere Formen am Bau, in der Industrie und in der Technik zu nennen (Spiegel, Fenster, Schallschutz, Sicherheitsglas, Chemie u. a.). Beeindruckend auch die Schilderung, dass moderne Verglasungen bis zu 21 Meter lang und ca. vier Tonnen schwer sein können.

Swantje Lunau hat das Glasfach studiert und ist auch jetzt noch beruflich mit dem Einsatz und der industriemäßigen Verwendung von Glas befasst. Glas ist ihr Leben, das merkte man auch an ihrem durch Lichtbilder illustrierten begeisterten Vortrag. Kein Wunder also, dass ihre Begeisterung auf die zahlreichen Zuhörer übersprang, was sich nach dem Vortrag an zahlreichen ergänzenden Fragen festmachte.

Pressemitteilung

Kriminalität im Römischen Reich
Dr. Carsten Wenzel spricht im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Das Jahr 2014 ist Römerjahr in der Region. Grund genug für den Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, sich eines „römischen“ Themas anzunehmen. Er lädt daher am Donnerstag, 10. April 2014, 20 Uhr zu einem Vortrag von Dr. Carsten Wenzel zum Thema „Eine Welt voller Verbrechen? – Kriminalität im Römischen Reich“ ein.
Das Imperium Romanum war eines der bedeutendsten Reiche der Weltgeschichte. Seine Stellung verdankte es vor allem der Schlagkraft seiner Armee, seinem Rechtssystem und einer effizienten Verwaltung. Doch das antike Weltreich besaß nie eine eigenständige Polizeibehörde, keine Staatsanwaltschaft im heutigen Sinn. Schutz vor Verbrechen und die Verfolgung der Täter waren Privatangelegenheit. So sind Schriftquellen aus dem Römischen Reich voll von Klagen über Diebstähle, Raub, Betrug und Mord.
Anhand ausgewählter archäologischer Funde und Inschriften gibt der Vortrag einen Einblick in den antiken Alltag und die Lebenswelt der Menschen vor 2000 Jahren. Von gezinkten Würfeln und gestohlenen Mänteln über aufgebrochene Schlösser bis hin zu den Skeletten von Mordopfern – die Spuren einiger Verbrechen lassen sich von den Archäologen bis in die Gegenwart verfolgen.
Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen. (www.verein-zehnthaus,de)
Bildtext: Grabstein für das Mordopfer Lucundus, der von seinem eigenen Sklaven getötet wurde.



Februar 2014
Pressemitteilung

Glas im Wandel der Jahrtausende
Vortrag im Odendorfer Zehnthaus


Swisttal-Odendorf. – Glas ist ein Werkstoff, der in vielen Bereichen unseres Lebens selbstverständlich ist. Seine Transparenz, Farben, Formen und die Möglichkeiten seiner Gestaltung faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Glas steht im Mittelpunkt der nächsten Vortragsveranstaltung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig. Die Odendorfer Glasmeisterin Swantje Lunau wird am Donnerstag, 6. März 2014, 20.00 Uhr, im Zehnthaus, Am Zehnthof1, über das „Glas im Wandel der Jahrtausende“ sprechen.

Glas spielte schon bei den Phöniziern, den Ägyptern, den Römern und den Venezianern eine besondere Rolle. Es fand in ganz unterschiedlicher Funktion Verwendung, zum Beispiel als Trink- und Aufbewahrungsgefäß, als Schmuck oder gar als Zahlungsmittel. Der Vortrag wird über geschichtliche Besonderheiten, die Vielfalt und Wertschätzung dieses speziellen Werkstoffes informieren. Der Umgang mit Glas ist heute selbstverständlich. Weniger bekannt ist, wie stark die Entwicklung seiner Herstellung das Leben in vielen Bereichen veränderte und auch heute noch beeinflusst.

Der Eintritt ist frei. Gäste sind – wie immer – herzlich willkommen. Weitere Informationen auch über den Zehnthausverein allgemein im Internet unter www.verein-zehnthaus.de.


Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl

Führung des Zehnthausvereins im Amt bestätigt

Swisttal-Odendorf. – Große Zufriedenheit mit der Arbeit des Vorstands prägte die Stimmung der Mitgliederversammlung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am 3. Februar. So war es denn auch keine große Überraschung, dass alle Mitglieder des Vereinsvorstands nach Abgabe ihrer Rechenschaftsberichte, der Berichte der Kassenprüfer und der Entlastung hinsichtlich ihrer bisherigen Amtsführung einstimmig wiedergewählt wurden. Dr. Maria Burger (Erste Vorsitzende), Konrad Biewald (Zweiter Vorsitzender), Dr. Swen Holger Brunsch (Kulturwart), Klaus Peter Scholz (Schriftführer), Georg Henning (Kassenwart) sowie Elke Marion Utecht und Friedhelm Haas (beide Beisitzer) werden daher auch während der nächsten zwei Jahre die Vereinsgeschicke lenken.

Bezug nehmend auf das vierzigjährige Bestehen des Vereins in diesem Jahr hatte Burger in ihrem Bericht sehr nachdrücklich darauf hingewiesen, dass der Verein sich in den vergangenen vier Jahrzehnten mit sehr hohem persönlichen und finanziellen Einsatz für die Restaurierung und stetige Verbesserung des Zehnthauses einsetze. Es müsse immer wieder in Erinnerung gerufen werden, dass ein vom Abriss bedrohtes historisches Gebäude auf diese Weise für Odendorf gerettet werden konnte. Heute sei das Zehnthaus weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und trage so zur Attraktivität von Odendorf und Swisttal bei. Dies werde von der Gemeinde Swisttal wohl nicht so deutlich gesehen. Anders könne man die Kündigung des Nutzungsvertrages mit dem Zehnthausverein durch die Gemeinde nicht deuten. Denn der jetzt von der Gemeinde vorgelegte Vertragsentwurf könne vom Vorstand des Zehnthausvereins so nicht akzeptiert werden.

In der dann folgenden lebhaften Diskussion drückte die Mitgliederversammlung ihr Unverständnis aus, dass die Gemeinde offensichtlich nicht einsehen wolle oder könne, dass das Zehnthaus nicht mit den Swisttaler Dorfhäusern zu vergleichen sei und daher andere Regelungen angewandt werden müssten. Schließlich schreibe die Satzung des Vereins in erster Linie gemeinnützige Zwecke wie die ideelle und materielle Förderung und Pflege kulturhistorischen Gutes der Orte Odendorf und Essig vor. Die Mitgliederversammlung beauftragte daher einstimmig den Vorstand, bei den weiteren Verhandlungen mit der Gemeinde darauf zu drängen, dass diese die bisherige ehrenamtliche Leistung sowie die kulturelle und kulturhistorische Tätigkeit des Vereins sowie deren Bedeutung für die Gemeinde berücksichtigen solle. Dies müsse sich dann auch in dem neu zu schließenden Vertrag niederschlagen.


Neuwahlen beim Zehnthausverein

Swisttal-Odendorf. – Die zweijährige Amtszeit des gegenwärtigen Vorstands des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig geht jetzt im Februar zu Ende. Die Vereinsmitglieder sind daher am Montag, 3.Februar 2014, 19.30 Uhr, zu einer Mitgliederversammlung in das Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1, eingeladen. Auf der Tagesordnung stehen neben den Rechenschaftsberichten und der Vorstandsneuwahl auch eine Information und Diskussion über das weitere Vorgehen des Vereins nach der Kündigung des Mietvertrages durch die Gemeinde Swisttal. Die Vereinsvorsitzende Dr. Maria Burger wird die Mitgliederversammlung befragen, wie sie zu den Vorstellungen der Gemeinde hinsichtlich eines Nachfolgevertrages steht, aber auch deutlich machen, dass sie und der Zweite Vorsitzende den von der Gemeinde angebotenen Vertrag in der vorliegenden Fassung nicht unterschreiben werden. Ob es zu einem neuen Vertrag kommt und in welcher Fassung müssen die weiteren Gespräche zeigen.

Januar 2014
Pressemitteilung

Zehnthausverein lud zum Neujahrsempfang

Dank für Unterstützung und das Gespräch standen im Vordergrund 

Swisttal-Odendorf. – „Der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig hat Sie eingeladen, um Ihnen heute zu danken. Viele von Ihnen haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass Wünsche in Erfüllung gingen. Wir danken allen Sponsoren, die uns Spenden zukommen lassen – Spenden, die zum Beispiel auch einen solchen Abend hier ermöglichen. Wir danken den Geldinstituten für wichtige Hinweise auf Fördermittel aus Stiftungen und allen aus Politik und Gesellschaft, mit denen wir gut zusammenarbeiten. Die guten Kontakte zu den Neuen Pfaden gehören ohne Zweifel dazu. Ebenfalls möchte ich die gute die Kooperation mit den Damen vom Landfrauencafé bei der Nutzung des Hauses erwähnen. Stolz sind wir auch auf das Engagement, die Unterstützung und die Treue unserer Mitglieder.

Lassen Sie uns heute Abend die Gelegenheit zum Gespräch nutzen, denn oft entspringen dem Gedankenaustausch die erfolgreichsten Ideen.“

Mit diesen Worten begrüßte Dr. Maria Burger, Erste Vorsitzende des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig, die zahlreichen Gäste, die der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt waren. Und die machten von dem Gesprächsangebot so intensiv und dauerhaft Gebrauch, dass sich die Veranstaltung in den späten Abend hinzog. Burger und ihre Vorstandskollegin und -kollegen nahmen denn auch so viel Gelegenheit, mit unterschiedlichen Gästen zu reden, dass sie die nächste Zeit viel zu tun haben, all die Anregungen und Hinweise zu sichten, zu ordnen und auf Umsetzbarkeit zu prüfen. Aber auch das ist t der Sinn solcher Veranstaltungen.

Zehnthausverein lädt zum Neujahrsempfang 

Swisttal-Odendorf. – Das Jahresprogramm 2014 startet der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig am Montag, 13. Januar, 19.30 Uhr, mit einem Neujahrsempfang. Der Vorstand, allen voran die Erste Vorsitzende Dr. Maria Burger, freut sich nicht nur auf das Kommen der Vereinsmitglieder. Auch Freunde und Förderer des Zehnthausvereins, Vertreter befreundeter Vereine sowie Persönlichkeiten aus der Kommunalpolitik und des öffentlichen Lebens sind in das Odendorfer Zehnthaus eingeladen. Ihnen allen soll für die Unterstützung der Vereinsarbeit gedankt, um weiteres Wohlwollen geworben und das Gespräch gesucht und gepflegt werden. Dabei wird es sicher nicht nur, aber auch um die ehrenamtliche Kulturarbeit des Zehnthausvereins und anderer Einrichtungen und Vereine gehen.

Von Neujahrsempfang bis Brüder Grimm

Jahresprogramm 2014 des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. - Auch 2014 bietet der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seinem Publikum ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. Alle Veranstaltungen - natürlich außer den Exkursionen - finden im Zehnthaus statt. Der Einstieg ist am 13. Januar mit dem Neujahrsempfang für die Mitglieder, Freunde und Förderer des Zehnthausvereins. Hier soll für die Unterstützung der Vereinsarbeit gedankt und das Gespräch gesucht und gepflegt werden. Am 3. Februar wird zur satzungsgemäßen Mitgliederversammlung mit Vorstandsneuwahl eingeladen.

Die erste „offene“ Veranstaltung findet am 6. März, nicht wie ursprünglich geplant am 13. März, statt. Swantje Lunau spricht über „Glas im Wandel der Jahrtausende“. Über Kriminalität im Römischen Reich berichtet Dr. Carsten Wenzel am 10. April: Ist das „Eine Welt voller Verbrechen“? Nach den Osterferien steht am 8. Mai ein Musikabend mit dem Schöbel-Quartett auf dem Programm, ausnahmsweise mal nicht zum Jahresende. Am 24. Mai führt die erste Exkursion zur Wahnbachtalsperre. Es folgen Vortragsveranstaltungen mit Dr. Josef Muhr über die „Rheinische Mentalität im Spiegel ihrer Sprache“ (3. Juni) und mit Dr. Jens Friedhoff „Über die Grafen von Sayn – eine mittelrheinische Dynastenfamilie“ (27. August). Die zweite Exkursion des Jahres führt am 6. September zum Schloss Friedewald, nach Hachenburg und zur Abtei Marienstatt. Am 1. Oktober spricht Dr. Carl Körner über „Künstler im Kampf, pro und contra, 1914 – 1918“. Der zweite Musikabend des Jahres steht am 31. Oktober auf dem Programm. Die Gruppe „Consort of Five präsentiert ihr Programm Voices“ mit Renaissancemusik für fünf Blockflöten. Vom 7. bis 9. November findet unter der Schirmherrschaft des Zehnthausvereins die jährliche Kunstausstellung statt; die Vernissage ist am 7. November. Das Jahresprogramm endet am 3. Dezember literarisch. Karin Weiß widmet den Abend den Brüdern Grimm mit „Erzählten Kostbarkeiten“.

Bildtext:13.02.24.Zehnthaus 014.jpg:Das Zehnthaus, ein historisches Kleinod im Zentrum von Odendorf.



Dezember 2013
Pressemitteilung

Schöbel-Konzert zum Jahresende

Streicher-Quartett erhält im Zehnthaus viel Beifall

 

Swisttal-Odendorf. – Heinz Schöbel und Peter Bruns mit der Violine, Gertrud Schmidt mit der Viola und Berenike Langmaack (Violoncello) erfreuen ihr Publikum immer wieder mit klassischen Konzerten. An ihrem jüngsten Kammermusik-Abend in Odendorfer Zehnthaus konnten sie an ihre Erfolgsserie anknüpfen. Allerdings gab es bei Teilen des Publikums Anlass zum Rätseln und Spekulieren, nach welchen Kriterien das Programm zusammengestellt worden war. Das Konzert begann mit dem fünfsätzigen Streichquartett op. 1 Nr. 6 von Joseph Haydn, eine „musikalische Unterhaltung für musikalisch Gebildete“, das vom Publikum mit freundlichem Beifall bedacht wurde. Das darauf folgende Streichquartett a-moll op. 7 von Eugen d’Albert war schon schwerere Kost. Es forderte von den Zuhörern mehr Aufmerksamkeit und Konzentration, wollten sie sich in die Vorstellungswelt des Komponisten hineinversetzen. Es gab hierfür nicht weniger Beifall als zuvor; der war aber innerhalb des Publikums anders verteilt. Offenbar gab es bei der Zuhörerschaft eine starke „Fraktion“, die sich dieser Musik besonders verbunden fühlte. Nach der Pause stand Wolfgang Amadeus Mozarts Klarinetten-Quintett auf dem Programm, bei dem zu den Streichern Beate Konietzny mit der Klarinette hinzukam. Lag es an der beschwingten Musik, lag es am Part der Klarinette oder am Komponisten? Bei diesem Quintett war sich das Publikum weitgehend einig: das war wohl der Höhepunkt des Abends. Es war daher kein Wunder, dass die Zugaben Mozarts Komposition entnommen wurden. Eine - sicher nicht repräsentative - Umfrage beim Publikum zeigte, dass die Freunde aller drei unterschiedlichen Musikrichtungen an diesem Abend auf ihre Kosten gekommen waren. Die Augen der Mozart-Fans leuchteten aber besonders hell.

Bildtexte: Das Schöbel-Quartett, ein immer wieder gern gehörtes und gesehenes Ensemble, diesmal erweitert durch eine Klarinette.


November 2013
Pressemitteilung
Reliquienkult in Köln
Dr. Ulrich Bock referierte im Odendorfer Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. – Dass in einem religiös „gefärbten“ Thema auch Schmunzelaspekte verborgen sein können, machte Dr. Ulrich Bock, Kunsthistoriker beim Museumsdienst Köln / Museum Schnütgen, bei seinem Vortrag im Odendorfer Zehnthaus deutlich. Thema war der „Reliquienkult im mittelalterlichen Köln“, der beim zahlreich erschienenen Publikum auf großes Interesse, aber eben auch auf Schmunzeln und Heiterkeit stieß.
Spricht man von Reliquien in Köln, denken die Meisten zuerst an die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die in einem goldenen Schrein im Kölner Dom verwahrt werden. Aber es gibt in Köln tausende Reliquien, die im Mittelalter aus römisch-fränkischen Grabstätten geborgen und lokalen Märtyrern zugeordnet wurden. Dabei waren die Kölner sehr erfinderisch, so dass die Zahl der Reliquien angesichts des damit florierenden Handels gelegentlich ins Uferlose abzugleiten drohte. „Handel“ ist hierbei nicht der richtige Ausdruck, denn Reliquien waren nicht käuflich. Da aber wussten sich die Kölner wiederum zu helfen. Der Interessent musste eine Schenkung an eine wohltätige Stiftung leisten und bekam dafür eine Reliquie als Geschenk. Geben war auch damals schon seliger als nehmen. Reliquiare, also Behälter für Reliquien, waren dagegen käuflich. Dabei unterschied man z. B. zwischen Schreinreliquiaren, Kopfreliquiaren und Heilig-Kreuz-Reliquiaren. Immer wichtiger wurde mit der Zeit, dass man die Reliquie von außen sehen konnte. Denn das erleichterte das Glauben.
Das Reliquienwesen stand schon immer in engem Zusammenhang mit der Kommune Köln. So trug das Stadtsiegel seit 1268 das Abbild des Hl. Petrus mit den Chorscheitelkapellen des Doms im Hintergrund. Seit 1304 gibt es das Stadtwappen mit den drei Kronen der Hl. Drei Könige, so wie sie auch hinter der Stirnseite des Dreikönigenschreins präsent sind. Und seit ca. 1475 werden auch die Hl. Ursula und ihre 11000 Jungfrauen in Form von elf Tränen, Blutstropfen oder Hermelinschwänzen auf dem Stadtwappen verewigt.
Das Publikum war von Bocks lebendigen Ausführungen derart begeistert, dass aus der Mitte der Zuhörer die Frage kam, ob man dem Museum Schnütgen als Gruppe einen geführten Besuch abstatten könne. Bock hielt das für gut möglich, empfahl aber eine Kombination mit einem Besuch z. B. von St. Ursula. Das Jahresprogramm 2014 des Zehnthausvereins steht aber schon fest. Für 2015 wäre eine solche Exkursion denkbar.

Vor dem Vortrag mussten Dr. Ulrich Bock und Vereinsvorsitzende Dr. Maria Burger noch technische Fragen klären; rechts Kulturwart Dr. Swen Holger Brunsch.
Das Reliquiar mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom.
Ein Kopfreliquiar; der Deckel kann abgehoben werden, damit die Reliquie herausgenommen und betrachtet werden kann.



Oktober 2013

Pressemitteilung
Menschliches und Tierisches im Zehnthaus
Jörg & Jörg präsentierten heitere Lyrik
 

Swisttal-Odendorf. – Einen heiteren Abend mit viel Gelegenheit zum Schmunzeln und Lachen hatten Jörg (Pfeiler) und Jörg (Krause) ihrem Publikum versprochen. Und sie hielten Wort. Was die beiden aus dem literarischen Schaffen von Erich Kästner, Peter Paul Althaus, Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern und Robert Gernhardt herausgesucht hatten, traf voll den Geschmack der Gäste, die der Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig in das Zehnthaus gefolgt waren. Wobei die Auswahl der Gedichte und Zitate sowie ihre Präsentation Sache von Jörg Pfeiler war. Jörg Krause zeichnete für die musikalischen Überleitungen verantwortlich, mit mitreißenden Melodien, die er auf seiner klassischen Gitarre spielte, nein, zelebrierte. Das Publikum erlebte einen absoluten Könner seines Faches und dankte ihm mit begeistertem Beifall.

Den ersten Teil des Programms gestaltete Pfeiler eher nachdenklich und hintergründig. So ließ er Erich Kästner darüber philosophieren, wie sich der Mensch - vom Affen -weiterentwickelt habe. Kästner kam dabei zur (freudigen) Überraschung des Publikums zu dem Schluss, dass die Menschen trotz aller Entwicklung im Grunde immer noch die alten Affen geblieben seien. Auch wie sich die Bevölkerungszahl der Inder rasant erhöht, wusste Pfeiler eindrucksvoll zu schildern. Die Inder bekämen Kinder und die bekämen Kindeskinder, die wiederum Kindeskinderkinder – und alle seien Inder. Die Politiker bekamen ebenfalls ihr Fett weg. Pfeiler sinnierte ausführlich darüber, wie es denn möglich sei, dass ein ausgewiesener Mediziner, der heute Gesundheitsminister sei, von einem Tag auf den anderen der richtige Mann für das Wirtschaftsressort, das Finanzministerium usw. sein könne. So bekam dieser Teil, der sich schwerpunktmäßig mit dem Menschen beschäftigte, geradezu kabarettistische Züge. Der zweite, heitere Teil war vorwiegend den Tieren gewidmet. Wer weiß schon, dass sich Ringelnatz intensiv mit Fuchs und Igel, der Blindschleiche, dem Hummer oder gar der Hochseekuh beschäftigt hat? Oder Christian Morgenstern mit dem Hecht, dem Geierlamm, dem Steinochs oder dem Raben Ralf? Pfeiler weiß es und wählte zielsicher die Texte dazu aus, die das Publikum erfreuten.

Einen heiteren Abend hatten die Wortkünstler den Besuchern versprochen. Den hat das Publikum erwartet und auch genossen. Für andere tiefschürfende Gedanken war kein Anlass und kein Platz. Das bestätigte das Publikum mit rauschendem Beifall.


September 2013
Pressemitteilung
Lava-Dome und Apollinariskirche
Exkursion des Zehnthausvereins nach Mendig und Remagen

Swisttal-Odendorf. – „Ich habe schon mehrere Vulkanmuseen besucht, aber eine so tolle Präsentation wie im Mendiger Lava-Dome samt Lava-Keller habe ich noch nicht gesehen“, beschrieb einer von der Exkursionsgruppe des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig nach dem Besuch des Vulkanmuseums Mendig seine Eindrücke. Die Teilnehmer waren einer Einladung des Zehnthausvereins gefolgt, an einem Tag sowohl auf den Spuren des Vulkanismus in der Eifel zu wandeln als auch der Apollinariskirche in Remagen einen Informationsbesuch abzustatten.

Der Besuch in Mendig begann mit einem Film über den Ausbruch des Wingertsberg-Vulkans. Der beeindruckte nicht nur durch optische und akustische Effekte, sondern ließ sogar wie bei einem Erdbeben die Sitzgelegenheiten der Besucher erzittern. Diesem Film folgte eine fiktive Fernsehsendung über die Rettungsmaßnahmen nach einem Vulkanausbruch im Laacher See. In der anschließend besuchten Vulkan-Werkstatt konnten die Besucher an interaktiven Versuchsstationen nachvollziehen, wie die Erdkräfte wirken und was sich so unter der Erdoberfläche unseres Planeten tut. Im Raum „Zeit der Vulkane“ erzählen sprechende Steine von vier Vulkanausbrüchen vergangener Zeiten. Außerdem konnten aktuelle seismologische Daten aus aller Welt abgerufen werden.

Vom Michel-Hof aus ging es dann über 150 Stufen hinab in einen der Felsenkeller, die im Laufe der Zeit durch den Basaltabbau von Menschenhand geschaffen wurden. In 32 Metern Tiefe befindet sich unterhalb der Stadt Mendig auf einer Fläche von 3 qkm ein in der Welt einmaliges Netz unterirdischer Hohlräume, die wegen der beständigen Temperatur von 6 bis 9 Grad in der Mitte des 19. Jahrhunderts von 28 Brauereien zur Bier-Lagerung genutzt wurden. Nach dem Wiederaufstieg aus dem Felsenkeller und einem kurzen Fußmarsch konnte die Gruppe noch über die Museumslay schlendern und Werke der Mendiger Steinmetztradition, den Nachbau einer alten Grubenbahn samt Loren, Basalt-Mühlsteine, einen Grubenkran und eine Steinmetzhütte besichtigen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen setzte die Gruppe ihre Exkursion mit dem Besuch der Apollinariskirche in Remagen fort. Schwester Ignatia Maria von der „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“, einem niederländischen Orden, führte die Besucher durch die Kirche und gab einfühlsam und eindrucksvoll Erläuterungen zum Gebäude, zu den Fresken, zur Krypta mit der Reliquie des Heiligen Apollinaris sowie dem u. a. hier ansässigen Orden. Anschließend war die Gruppe zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Wegen der offenen und gewinnenden Herzlichkeit des Empfangs kann dieser Teil des Exkursionsprogramms im Nachhinein als ein Höhepunkt des Tages angesehen werden.


Juli 2013

Pressemitteilung
 
Schule im Zehnthaus für alle dritten Jahrgangsstufen der Ganztagsgrundschule "GGS Am Zehnthof"
mit GGS Lehrerinnen und Klaus Peter Scholz

Swisttal-Odendorf. – Ortsgeschichte vor den Sommerferien
Es ist gute Tradition, in der Woche vor den Sommerferien die Dritten Klassen zu einer Unterrichtsstunde in das Zehnthaus einzuladen. Dafür organisierte der Vorstand eine Hausführung und hielt einen Kurzvortrag zur Geschichte des Zehnthauses. Der Start ist jeweils bei den Matronensteinen, die man vor 130 Jahren beim Bau der Bonn-Euskirchener Bahnlinie fand. Die alten Matronensteine wurden von römischen Legionären diesen Göttinnen geweiht. Die Originale befinden sich im Rheinischen Landesmuseum, der Zehnthausverein erhielt die in der Außenmauer eingebrachten Matronenstein-Abdrücke.

Vor dem Vortrag im Obergeschoß erfolgte der Eintrag in das Gästebuch.
Der Vortrag gestaltete sich als reges Rede- und Antwortspiel, wobei ein Bewohner der Burg in Odendorf seine Ortsgeschichtskenntnisse geschickt einzubringen wusste. Pädagogischer Schwerpunkt war die Erinnerung an die Jahreszahl der Erbauung des Zehnthauses "1726". Diese Zahl wurde im Sprechgesang mehrfach wiederholt mit der Aufforderung, doch am Abend die Eltern nach dem Erbauungsdatum zu fragen. Motto: Wir sind schlauer als unsere Eltern. Es folgte die Begehung des Speichers mit dem diskreten Hinweis auf Fledermäuse, was eine Mischung aus Interesse und eine Art vorsichtiger Zurückhaltung auslöste. Im Vorstandszimmer gab es dann zur Belohnung eine Auswahl an verschiedenen Präsenten, wobei Deutschlands-Caps und Sonnenbrillen der Renner waren. Höhepunkt war wohl der Abstieg in das Verließ im Kellergewölbe, wo bei Kerzenschein gegen mögliche Angstzustände das Schullied der Schule "Am Zehnthof" mit Inbrunst gesungen wurde.
Zum Abschied gab es ein Klassenfoto der Klasse 3B vor dem Zehnthaus.


Juni 2013

Pressemitteilung
Auf den Spuren von Händlern, Pilgern und Königen
Andreas Schmickler sprach beim Zehnthaus-Verein über die Aachen-Frankfurter Heerstraße
Swisttal-Odendorf, 12.06.2013. Rund 1000 Jahre verlief die Aachen-Frankfurter Heerstraße genau zwischen Odendorf und Essig. Sie war die zentrale Verbindungsstraße zwischen dem Wahlort (Frankfurt) und dem Krönungsort (Aachen) des deutschen Königs. Erst im 20. Jahrhundert geriet sie in Vergessenheit. Flurbereinigungen beseitigten die letzten Spuren. Doch sie ging nicht restlos unter. Andreas Schmickler beschäftigt sich seit fast zwanzig Jahren mit der Streckenführung der Krönungsstraße und dokumentiert ihren Verlauf durch Infotafeln vor Ort. Auf Einladung des Vereins Zehnthaus stellte er neue Erkenntnisse über den Straßenabschnitt von Sinzig nach Düren vor. Eindrucksvoll zeigte Schmickler, wie auch heute noch die Burgen Landskron und Tomburg als Orientierungspunkte dienen, wie Kapellen und Wegekreuze auf die Route hinweisen, ja wie der alte Flurname Galgenfeld auf eine makabre Wegmarke hindeutet. Ist sich Schmickler einmal über den Straßenverlauf im Unklaren, helfen ihm vor allem Luftbildaufnahmen und die moderne Luftbildarchäologie weiter. Plastisch führte er dem Publikum im vollbesetzten Zehnthaus anhand histori-scher Karten und der charakteristischen Schattenlinien auf den Fotos die Straße vor Augen, wie sie sich einst durch die Landschaft schlängelte. Doch begnügte sich Schmickler nicht bloß mit der Rekonstruktion der mittelalterlichen Trasse. Er hob auch die Unannehmlichkeiten und Gefahren der Reisen hervor und vermittelte einen Eindruck der nahezu unpassierbaren Strecke bei schlechtem Wetter. Für die Menschen in Odendorf und Essig war die Heerstraße Segen und Fluch zu-gleich. Segen durch den Glanz der vorbeiziehenden Könige und ihres Gefolges, durch die vielen Händler und Pilgerscharen, die den Weg nutzten und Waren, Neuigkeiten und Verdienstmöglichkeiten brachten. Fluch durch Versorgungsengpässe, Krankheiten und wohl auch durch umherziehendes Gesindel. Die Aachen-Frankfurter Verbindung war über Jahrhunderte Krönungsstraße, Heerstraße, Pilgerweg und Handelsroute in einem. Sie verband Flandern mit Aachen, Düren, Sin-zig, Koblenz, Mainz und Frankfurt, wo sie auf alle großen weiterführenden Verbindungswege nach Norden, Osten und Süden traf. Eindringlich wies Schmickler auf die Bedeutung der Dokumentation und des Erhalts der mittelalterlichen Fernstraße hin. Ein solches Kulturgut ist es wert, in Erinnerung gehalten zu werden. Im Auditorium im Zehnthaus fand er dafür Zustimmung.


Mai 2013

Pressemitteilung
Auf Filzpantoffeln beim Hochadel
Eine Exkursion des Vereins Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Kulturhistorische Exkursionen sind fester Bestandteil des vielfältigen Programms des Zehnthausvereins Swistal-Odendorf/Essig. In die mittelalterliche Stadt Zons und das neuzeitliche Schloss Benrath führte die diesjährige Frühjahrsexkursion, die der Kulturwart des Vereins, Dr. Swen Holger Brunsch, sorgsam vorbereitet hatte. Bis auf den letzten Platz ausgebucht war der Bus, mit dem sich die Teilnehmer voller Erwartung Zons näherten. Im Dezember 1373 hatte der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden die damals noch am Rhein gelegene mittelalterliche Siedlung mit der Burg Friedestrom und der Zollstation zur Stadt erhoben. Die Bewohner erhielten das Stadtrecht nach Brühler Vorbild, durften die Siedlung befestigen sowie einen Wochenmarkt und einen Jahrmarkt abhalten. Zwei versierte Stadtführer informierten die Teilnehmer über die Ge-schichte der Stadt und der Burg, über den Rheinverlauf und die Rheinhochwasser, ließen das Windrad auf dem Mühlenturm antreiben und erzählten die kuriose Geschichte des Schweinebrun-nens.
Auf die andere Rheinseite zum Benrather Schloss ging es nach dem Mittagessen. Das Schloss gilt als Paradebeispiel für ein Lust-, Jagd- und Gartenschloss der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Gleich zu Beginn überraschten die Schlossführerinnen die Gäste mit der Nachricht, dass der Schlossherr Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz das Schloss nur für wenige Stunden besuchte und selbst gar nicht bewohnte. Dies tat dem Staunen über den prächtigen Kuppelsaal, die festlichen Räume des Kurfürsten und seiner Gemahlin sowie dem Erstaunen über die Zimmer und Laufgän-ge des Personals jedoch keinen Abbruch. Und so leisteten die Besucher gerne „aktive Denkmal-pflege“, wie es ein Exkursionsteilnehmer scherzhaft nannte, indem sie mit den obligatorischen Filzpantoffeln das Parkett nicht nur schonten, sondern es nebenbei auch polierten. Begeisterung weckte auch der weitläufige Park mit seinen verschiedenen Gärten. Die Gäste des Zehnthausve-reins waren sich einig, dieser Tag vermittelte eindrucksvoll die Lebenswelt des Mittelalters und das Lebensgefühl des deutschen Hochadels.


Pressemitteilung
Europäische Sprachwurzeln im Rheinischen
Peter Honnen sprach im Odendorfer Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. –. Wenn der Bonner Sprachwissenschaftler Peter Honnen vom Landschaftsverband Rheinland als Referent angekündigt ist, kann sich der Veranstalter auf einiges gefasst machen. Dann reichen zum einen die sonst üblichen Sitzplätze nicht aus, und zum anderen ist eine Veranstaltung mit guter Stimmung garantiert. Das hat sich wieder einmal gezeigt, als Honnen im Odendorfer Zehnthaus zum Thema „Warum man sich den Pips holt“ sprach. Um es vorweg zu nehmen: Der Pips war eine Verschleimung und ist damit der ältere Begriff gegenüber der Erkältung bzw. dem Schnupfen. Wer nun einen ärztlichen Ratgeber erwartete, wurde angenehm enttäuscht. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen standen Untersuchungen, inwieweit das Rheinische durch sprachliche Einflüsse benachbarter Völker geprägt wurde.
Honnen begann tief in der Geschichte zu graben und wandte sich zuerst den Kelten zu. Da diese aber noch keine Schriftsprache kannten,. musste er sich auf das verlassen, was die Römer über die Bewohner der von ihnen besetzen Gebiete berichteten. Das Römische bzw. das Lateinische war damit die nächste Quelle der Untersuchungen. Viele Begriffe meinte man der napoleonischen Franzosenzeit zuordnen zu können, wie z. B. Ramsch (Plunder) oder Trumpf (Triomphe). Honnen wies aber nach, dass viele dieser Wörter aus früheren Jahrhunderten stammten. Auch das Niederländische, das Spanische und das Italienische wurden diesbezüglich untersucht. Italienische Sprachwurzeln wurden nicht etwa erst durch die Gastarbeitergeneration nach dem Zweiten Weltkrieg gesetzt. Auch früher schon waren italienische Spezialisten wie Stuckateure und Banker im Rheinland aktiv.
Das Polnische, Tschechische, Österreichische und Englische waren für Honnens Untersuchungen wenig ergiebig. Interessant war aber das Jiddische, das zahlreiche Wörter im Rheinischen prägte. So finden hier die Worte schicker (betrunken), schäkern, mosern und malochen ihre Wurzeln. Jiddisch war die Sprache für das einfache Volk, und so hat es sich in der Alltagssprache durchgesetzt.


Pressemitteilung
Exkursion nach Zons und Benrath
Zehnthausverein besucht historische Schauplätze


Swisttal-Odendorf. – Die historisch bedeutsame Stadt Zons und das Schloss Benrath bei Düsseldorf sind Ziele der Bus-Exkursion des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig
am Samstag, 25. Mai 2013.
Unter der Leitung von Dr. Swen Holger Brunsch startet die Gruppe um 8.30Uhr vom Odendorfer Zehnthofplatz und fährt nach Zons. Dieser Dormagener Stadtteil gilt wegen seines hervorragenden Erhaltungszustands als einzigartiges Beispiel einer befestigten mittelalterlichen Stadt im Rheinland und wird daher das „rheinische Rothenburg“ genannt.
Bei einem ca. eineinhalbstündigen Stadtrundgang lernen die Teilnehmer die Sehenswürdigkeiten der Stadt Zons kennen.
Nach dem Mittagessen wechselt die Gruppe auf die rechte Rheinseite und besichtigt das Schloss Benrath, ein ehemaliges Lust-, Jagd- und Gartenschloss. Führungen durch das Schloss und den angrenzenden Park vermitteln die Lebenswelt des Hochadels in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Es bleibt Zeit für den Besuch weiterer Museen und nicht zuletzt des Schlosscafés.
Die Rückkehr nach Odendorf ist für ca. 18.30 Uhr vorgesehen.
Als Kostenbeitrag für Busfahrt, gemeinsames Mittagessen, Führungen und Eintrittsgelder zahlen Zehnthausvereins-Mitglieder 
30 Euro, Gäste 32 Euro.
Anmeldungen bis 18. Mai schriftlich, per E-Mail an verein-zehnthaus@gmx.de oder im Internet per Online-Formular http://www.verein-zehnthaus.de/22.html .
Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt, daher zählt die Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen.
Bis zum 11. Mai eingehende Meldungen von Mitgliedern des Zehnthausvereins werden bevorzugt berücksichtigt.

 
Die historische Windmühle aus dem 15. Jahrhundert ist ein Beispiel für viele gut erhaltene historische Bauwerke in Zons.


Pressemitteilung
Warum man sich den „Pips“ holt
Peter Honnen kommt wieder ins Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. – Über Europäische Sprachwurzeln im Rheinischen spricht Peter Honnen vom Landschaftsverband Rheinland am 14. Mai 2013, 20.00 Uhr, im Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1. Die rheinische Umgangssprache und die rheinischen Dialekte gelten bei ihren Sprecherinnen und Sprechern gemeinhin als sprachliches Sammelbecken. Alle Völker, die einmal als Eroberer, Siedler, Nachbarn oder Gastarbeiter ins Rheinland gekommen sind, haben hier ihre Spuren hinterlassen: Kelten, Römer, Franken, Franzosen, Italiener, Polen oder auch Niederländer. Honnen geht in seinem Vortrag der Frage nach, ob diese Einschätzung tatsächlich stimmt und wie diese sprachlichen Einflüsse aussehen. Welches sind also die sprachlichen Wurzeln, wenn wir von klabastern, dem Pips, pingelig, von Rodongkuchen, Buhai, Kinkerlitzchen oder putekrämpich reden?
Honnen war auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig schon mal im Mai 2011 zu Gast und konnte sich damals großen Interesses des amüsierten Publikums erfreuen. Wird er hieran anknüpfen können? Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich willkommen. Weitere Informationen im Internet unter www.verein-zehnthaus.de.


Januar 2013

Denkmäler sind sinnvoll zu nutzen
Neujahrsempfang des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. – Das Jahresprogramm des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf / Essig startete wieder mit einem Neujahrsempfang. Hierzu lädt der Verein alljährlich seine Mitglieder, Freunde und Förderer ein, um sich bei ihnen für die Unterstützung der Vereinsarbeit zu bedanken. Außer Vereinsmitgliedern waren zahlreiche Vertreter aus der Kommunalpolitik der Einladung gefolgt, so Bürgermeister Eckhard Maack, Ratsmitglieder, Ortsvorsteher, Vorsitzende befreundeter Vereine und Vertreter von Unterstützern.

Im Mittelpunkt der Ansprache der Vereinsvorsitzenden Dr. Maria Burger stand die im Denkmalschutzgesetz NRW niedergelegte, auch für den Zehnthausverein geltende Aufgabe, das „Denkmal ... zu schützen, zu pflegen, sinnvoll zu nutzen und wissenschaftlich zu erforschen“. Dabei hob Burger besonders auf den Aspekt der sinnvollen Nutzung ab. Ein Lagerhaus, als das es einstmals gebaut wurde, sei das Zehnthaus nicht mehr. Dennoch habe es seinen Charakter als öffentliches Gebäude wieder gefunden. Nachdem die die Gemeinde die Nutzung auf den Zehnthausverein übertragen hatte, wird es von Bürgerinnen und Bürgern Odendorfs, ganz Swisttals und auch aus den umliegenden Gemeinden genutzt. Dabei stehe das kulturelle Angebot mit Vortrags- und Musikveranstaltungen sowie die Unterstützung von Veranstaltungen „im Dorfinteresse“ im Vordergrund. Aber auch die preisgünstige Vermietung von Räumen für Feiern aller Art sei ein wichtiges Angebot des Vereins. Schließlich sei das Zehnthaus ein offenes Haus. Hier treffe sich nicht ein elitärer Zirkel; es werde für alle etwas geboten. Besonders das hier beheimatete Landfrauencafé habe sich zu einem beliebten Bürgertreff entwickelt, das aus dem Odendorfer Geschehen nicht mehr wegzudenken sei.

Von Neujahrsempfang bis Schöbel-Konzert
Jahresprogramm 2013 des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf. – Nach dem erfolgreichen Jahresabschluss 2012 mit Jupp Muhrs „Weihnaachsverzäll“ bietet der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seinem Publikum auch 2013 ein abwechslungsreiches Programm.

Alle Veranstaltungen –natürlich außer den Exkursionen - finden im Zehnthaus statt.

Es beginnt traditionell mit dem Neujahrsempfang (9.01.) und der satzungsgemäßen Mitgliederversammlung (4.02.).

Am 7.03. folgt ein Musikabend; Lise Lotte Lafleur singt französische Chansons.

Die Vortragsveranstaltungen sind wieder sehr unterschiedlichen Themen gewidmet. Tom Steinicke berichtet über „Die Belgier in Euskirchen – Pommes, Panzer und Pralinen“ (9.04.), Peter Honnen fragt „Warum man sich einen Pips holt“ (14.05.), Andras Schmickler spricht über „Die Aachen-Frankfurter Heerstraße – Handels-, Pilger-, Krönungsweg“ (12.06.), Georg Mölich befasst sich mit dem „Rheinland – Begriff und Sache in historischer Perspektive“ (11.07.) und Dr. Ulrich Bock berichtet über „Sancta Colonia – Reliquienkult im mittelalterlichen Köln“ (19.11.).

Zwei ganztägige Exkursionen führen in „Die mittelalterliche Stadt Zons und (zum) Schloss Benrath“ (25.05.) und zum „Vulkanpark Brohltal“ (14.09.).

Zum Literaturabend am 9.10. bringen Jörg und Jörg „Menschliches und Tierisches – Heitere Lyrik von Morgenstern und Ringelnatz“.

Vom 15. bis 17.11. findet wieder eine Kunstausstellung unter der Schirmherrschaft des Zehnthausvereins statt, und das Jahresprogramm schließt mit einem Kammerkonzert des Schöbel-Quartetts (5.12.).


Störende Hall-Effekte sind weggefiltert
Akustikmaßnahmen im Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Eine weitere Verbesserung der Akustik im Zehnthaus kann jetzt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig vermelden. Mitglieder des Vereinsvorstands haben dies in Eigenleistung erreicht. So konnten gegenüber den Kosten bei Auftragsvergabe an ein Unternehmen mehrere Tausend Euro gespart werden.
Besucher des Landfrauencafés und Mieter von Räumlichkeiten des Zehnthauses fühlten sich gelegentlich von Geräuschen durch das Stühlerücken und durch Hall-Effekte gestört. Die von den Stühlen ausgehenden Belästigungen wurden schon vor einiger Zeit durch Kunststoffkappen an den Stuhlbeinen behoben. Nachdem die Denkmalschutzbehörde und die Gemeinde Swisttal als Eigentümerin des Zehnthauses zugestimmt hatten, ist der Zehnthausverein auch den Hall-Effekten zu Leibe gerückt. Im Saal des Erdgeschosses, wo die Landfrauen Kaffee und Kuchen anbieten, aber auch im Obergeschoss, wo die Vortrags- und Konzertveranstaltungen des Zehnthausvereins stattfinden, haben Mitglieder des Vereinsvorstands in das Gebälk der Kölner Decken weiße Basotect®-Akustikplatten eingefügt. Die zuvor störenden Hall-Effekte in den Räumen werden weggefiltert, der Nachhall ist nicht mehr hörbar und nur noch sehr kurzzeitig messbar. Die Basotect®-Schaumstoffplatten aus Melaminharz verfügen über ein sehr hohes Schallabsorptionsvermögen, sind lichtecht und haben eine weitere wichtige Eigenschaft: sie sind schwer entflammbar und erfüllen damit die strengen Brandschutzvorschriften. Die den Hall mindernden Akustikplatten bewahren in Art und Aussehen den historischen Charakter der Kölner Decken und passen sich durch ihre weiße Farbgebung dem Farbeindruck der Decken und Wände an. Zufrieden zitierte ein Vorstandsmitglied den deutsch-schweizerischen Schriftsteller Curt Götz: “Man sollte Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass sie so kommen, wie man sie nehmen kann.“


November 2012

Herbstkonzert des Schöbel-Quartetts
Klassische Kompositionen im Odendorfer Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Mit Musik von Joseph Haydn, Dmitri Schostakowitsch und Felix Mendelssohn-Bartholdy erfreute das Schöbel-Quartett sein Publikum im Odendorfer Zehnthaus. Höhepunkte aus der Sicht des Publikums waren offensichtlich Haydns Lerchenquartett op. 64/5 in D-Dur und Schostakowitschs Polka – Alegretto. So konnte man es immer wieder den Unterhaltungen der Zuhörer entnehmen, die sich während der Pause bei einem Glas Wein über ihre Eindrücke vom Gehörten unterhielten. Nach der Pause scheint nach den Reaktionen des Publikums besonders Mendelssohn-Bartholdys Canzonetta: Allegro – piu mosso gefallen zu haben. Die Schöbel-Konzerte im Zehnthaus sind nach über 30 Jahren immer wieder gut besuchte Veranstaltungen des Zehnthausvereins.

Ankündigung

Hellije Naach – Ne Weihnaachsverzäll

Vorgetragen von Dr. Josef Muhr, begleitet am Piano von Thomas Michels.

Swisttal-Odendorf. - Eine kölsche Verserzählung mit musikalischen Einlagen, am Piano begleitet von Thomas Michels findet am Dienstag, 04. Dezember 2012 bereits um 19.30 Uhr im Zehnthaus in Odendorf statt. Vor 100 Jahren hat der Dichter Ludwig Thoma die Weihnachtsgeschichte in seiner oberbayerischen Mundart umerzählt. 
S
o übertrug der Mundart-Autor Dr. Muhr die Weihnachtslegende in unser rheinisches Idiom. Er verlegt die weihnachtliche Geschichte von Nazareth und Bethlehem in die verschneite Hocheifel nach "Natteroth" und "Beddelhem".
Dr.  Muhr trägt seine Verserzählung in reinem und wunderbar authentischem Kölsch vor. - Auch die von Ludwig Thoma eingestreuten, im bayerischen Volkston gehaltenen Liedeinlagen hat Dr. Muhr ins rheinisch-kölsche „Milljöh“ übertragen.
Wie im biblischen Text die Herzen der Reichen verstockt sind, so begreifen auch in Muhrs kölscher Übertragung nur die einfachen und armen Leute das eigentliche Wunder der Heiligen Nacht.
Hier geschieht das Wunder Weihnachten mal anders …

Keine Abendkasse! - Ausverkaufte Veranstaltung.


Ankündigung

Herbstkonzert des Schöbel-Quartetts
Klassische Kompositionen im Odendorfer Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Für den Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig ist es gute Tradition, seine Mitglieder, Freunde und Förderer im vierten Quartal eines jeden Jahres zu einem Kammerkonzert mit dem Schöbel-Quartett einzuladen.
In diesem Jahr wird dies am Donnerstag, 22. November, 20.00 Uhr, im Zehnthaus, Am Zehnthof 1, stattfinden.
Künstler um Heinz Schöbel (Violine) sind wieder Joseph Fierlbeck (Violine), Gertrud Schmidt (Viola) und Berenike Langmaack (Violoncello).
Auf dem Programm stehen Werke von Joseph Haydn, Dimitri Schostakowitsch und Felix Mendelsohn-Bartholdy.

Ankündigung - Zusatztermin!

Dienstag, 06. November 2012, 20.00 Uhr
, Zehnthaus

Prof. Horst Schuh
Der Odendorfer Feldflugplatz

Swisttal-Odendorf. - Manche Odendorfer erinnern sich noch daran, dass es in unserem Ort von 1939 bis 1945 einen Feldflugplatz gab. Er war auf Weisung des Luftgaukommandos VI, Münster/Westfalen, 1938/39 als große unbefestigte Rasenfläche zwischen dem Bendenweg und Palmersheim beidseitig des Schießbachs angelegt worden. Kommandantur, Fahrzeugpark, Unterkünfte, Wartungsgebäude, getarnte Abstellplätze gehörten unter anderem dazu. Jahrelang schritt später der Kampfmittelräumdienst die Ackerschollen ab auf der Suche nach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.
Unser Referent, Prof. Horst Schuh, hat die Geschichte dieses Flugplatzes anhand von schriftlichen Unterlagen und Zeitzeugenaussagen untersucht. Warum wurde der Flugplatz eingerichtet? Welche Bedeutung hatte er tatsächlich? Welche Flugzeuge landeten hier? In seinem Lichtbildervortrag wird Prof. Schuh diesen Fragen nachgehen.
Für die Odendorfer Neubürger wird in diesem Vortrag ein interessanter Aspekt der Ortsgeschichte veranschaulicht. – Vielleicht möchten Sie als Alt-Odendorfer aber in der Diskussion auch von Ihren eigenen Erinnerungen berichten? Darüber würden wir uns freuen.
Wie immer sind Gäste zur Vortragsveranstaltung herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.


Wie wirken Kunstwerke?

Dr. Carl Körner informierte im Zehnthaus

 Swisttal-Odendorf. – Der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig hatte ihn eingeladen, über „Faszinierende Wirkungen von Kunstwerken“ zu sprechen. Nun steht er vor seinem Publikum, wie immer in der Latzhose, seinem „Markenzeichen“. Dutzende Augenpaare sind auf ihn gerichtet, gespannt auf seinen Vortrag. Er weiß um die Aura, die ihn umgibt. Und sein Publikum weiß, dass es einen Könner vor sich hat, dem man absolut vertrauen kann. Das ist keiner, der Kunst so nebenbei macht, manches nur vom Hörensagen kennt. Das ist einer, der die Kunst im Blut hat, sich ihr schon als Jugendlicher verschrieb. Bald nach dem Abitur studierte er Kunstgeschichte, Philosophie und Geschichte und promovierte in Kunstgeschichte. Körner liebt die Kunst, er lebt für die Kunst, erlehrte und lehrt noch heute Kunst. Letzteres u. a. als Assistent an der Universität Köln, Kunstlehrer am Helmholtz-Gymnasium in Bonn-Duisdorf und der Volkshochschule weiterhin als Mitglied und jetzt Vorsitzender der Künstlergruppe „Semikolon“.

Wie sind denn nun die Wirkungen von Kunstwerken? Das Auge ist nur das Fenster, durch das Kunstwerke in den Kopf hineinstrahlen können. „Sehen“ kann nur das Gehirn in Verbindung mit dem vegetativen Nervensystem, das das durch das Auge Aufgenommene in Assoziationen, Erinnerungen, Empfindungen verarbeitet. Die Wahrnehmung ist abhängig vom Alter und Erfahrungsschatz des Menschen. Kinder sehen anders als Erwachsene, ein Ideologe anders als ein weltoffener Mensch Empfindungen werden von Farben und Formen beeinflusst. Aber auch der Kontext spielt eine Rolle. So kann die Farbe orange unterschiedliche Wirkungen zeigen, je nachdem, ob sie im Zusammenhang mit einer Feuersbrunst oder mit einem Sonnenuntergang steht. Auch der historische Hintergrund und die eigene Erwartungshaltung können die Wirkung beeinflussen. Gleiches gilt für die Leuchtkraft von Farben. Die hängt auch davon ab, welche anderen Farben neben ihnen stehen. Die symbolhafte Bedeutung von Farben kann ebenfalls Wirkungen entfalten. Diese muss man kennen, sonst erkennt man nicht die Zusammenhänge. So stehen bei Marienbildern das rote Kleid für „bedeutende Person“ und der firnamentblaue Mantel für „Himmelskönigin“. Ein eckiger, kubistischer Frauenakt oder ein solcher von Rubens wirkt von der Formgebung völlig anders als einer von Renoir.


Oktober 2012

Ankündigung

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 20.00 Uhr, Zehnthaus
Dr. Carl Körner
Faszinierende Wirkungen von Kunstwerken

Faszinierende Wirkungen von Kunstwerken
Powerpoint-Präsentation im Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. – Der Kunst widmet der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seinen nächsten Vortragsabend. Dr. Carl Körner spricht am Donnerstag, 25. Oktober 2012, 20.00 Uhr, im Zehnthaus, Am Zehnthof 1, über „Faszinierende Wirkungen von Kunstwerken“.
Unsere Augen sehen keine Bilder; die entstehen im Gehirn. Unsere Wahrnehmung ist abhängig vom Alter und dem Erfahrungsschatz. Kinder sehen anders als Erwachsene, ein Ideologe anders als ein weltoffener Mensch, ein Wissender anders als ein Unwissender. Das gilt besonders bei komplexen Bildern, sei es in der Werbung oder in der Kunst. Farbwirkungen sprechen unmittelbar an, aber die Wirkungen können unterschiedlich sein. Die blaue Mantelfarbe bei Mariendarstellungen muss symbolisch und auch soziologisch erklärt werden, sonst kann man die Bedeutung nicht verstehen und nimmt nur das Blau wahr. Wie Farben beeinflussen auch Formen unsere Wahrnehmung. Diese und andere Zusammenhänge unserer Wahrnehmung werden anhand von Bilderbeispielen aus der Kunst aufgezeigt, z. B. auch, in welchem Bedeutungszusammenhang das scheinbar unscheinbare Veilchen wahrgenommen werden kann.
Der Eintritt zu der Informationsveranstaltung ist frei. Gäste sind herzlich willkommen. Weitere Informationen über den Zehnthausverein und seine Angebote im Internet unter www.verein-zehnthaus.de.


Ankündigung - Zusatztermin!
Dienstag, 06. November 2012, 20.00 Uhr
, Zehnthaus
Prof. Horst Schuh
Der Odendorfer Feldflugplatz

Rieseninteresse am Feldflugplatz Odendorf
Vortragsveranstaltung wird wiederholt

Swisttal-Odendorf. – Überwältigend war die Resonanz auf die Ankündigung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig. Prof. Horst Schuh sollte einen Vortrag über den Feldflugplatz Odendorf 1939 – 1945 halten. Etwa eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn war der Saal bereits voll. Zahlreiche Besucher mussten unverrichteter Dinge wieder gehen. Daher erklärte Schuh sich spontan bereit, den Lichtbildvortrag zu wiederholen.
Viele Odendorfer wissen, dass es im Zweiten Weltkrieg am Rande des Ortes einen Feldflugplatz gab. Aber Einzelheiten über die Einrichtung, den Betrieb, die hier eingesetzten Flugzeuge usw. sind rar. Schuh stellte die Bedeutung des bereits 1938/39 errichteten Feldflugplatzes auch dadurch heraus, dass er den Zusammenhang mit den Plätzen Ollheim/Straßfeld, Dünstekoven, Peppenhoven und Vogelsang mit Odendorf deutlich machte. Die waren Odendorf unterstellt und eigentlich auch nur Start- und Landebahnen ohne eigene Infrastruktur.
Die Bauarbeiten an dem Feldflugplatz Odendorf waren bereits 1938 begonnen worden. Dennoch wirkten die Einrichtungen auch in den späteren Jahren etwas „provisorisch“ Es gab zwar eine Kommandantur, eine separate Befehlsbaracke, Tarnnetzkonstruktionen zum Unterstellen von Flugzeugen, unterirdische Tanks usw., aber die Soldaten wohnten in Baracken, ausrangierten Eisenbahnwaggons und Wohnwagen mit wenig Komfort und im Winter mangelndem Kälteschutz. Hohe Offiziere waren in den Burgen Palmersheim und Ringsheim einquartiert. Die in Odendorf stationierten Fluggeschwader flogen mit Flugzeugtypen wie z. B. Junkers, Messerschmitt, Focke-Wulf und Dornier, die von hier aus die Westgrenze des Deutschen Reiches sicherten und ab Mai 1940 die Angriffsoperationen des Heeres gegen Belgien und Frankreich unterstützten.
Ein Foto am Rande: Ein Bild mit Soldaten und einer jungen Frau trug – wie auch im Ursprungs-Fotoalbum – die Unterschrift „Liebe in Odendorf“. Aber auch bekanntere Personen waren hier, z. B. Hitler, Göring, Göbbels und Jodl, Andererseits zeigte Schuh auch ein Bild, wie General Eisenhower am 25. März 1945 in Odendorf von den alliierten Generälen Patton, Bradley und Hodges begrüßt wurde.
Wie eingangs angekündigt wird der
Vortrag wiederholt, und zwar am 6. November 2012, 20.00 Uhr, wieder im Odendorfer Zehnthaus.


September 2012

Dienstag, 25. September 2012, 20.00 Uhr
, Zehnthaus
Prof. Horst Schuh
Der Odendorfer Feldflugplatz

Swisttal-Odendorf. - Manche Odendorfer erinnern sich noch daran, dass es in unserem Ort von 1939 bis 1945 einen Feldflugplatz gab. Er war auf Weisung des Luftgaukommandos VI, Münster/Westfalen, 1938/39 als große unbefestigte Rasenfläche zwischen dem Bendenweg und Palmersheim beidseitig des Schießbachs angelegt worden. Kommandantur, Fahrzeugpark, Unterkünfte, Wartungsgebäude, getarnte Abstellplätze gehörten unter anderem dazu. Jahrelang schritt später der Kampfmittelräumdienst die Ackerschollen ab auf der Suche nach Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg.
Unser Referent, Prof. Horst Schuh, hat die Geschichte dieses Flugplatzes anhand von schriftlichen Unterlagen und Zeitzeugenaussagen untersucht. Warum wurde der Flugplatz eingerichtet? Welche Bedeutung hatte er tatsächlich? Welche Flugzeuge landeten hier? In seinem Lichtbildervortrag wird Prof. Schuh diesen Fragen nachgehen.
Für die Odendorfer Neubürger wird in diesem Vortrag ein interessanter Aspekt der Ortsgeschichte veranschaulicht. – Vielleicht möchten Sie als Alt-Odendorfer aber in der Diskussion auch von Ihren eigenen Erinnerungen berichten? Darüber würden wir uns freuen.
Wie immer sind Gäste zur Vortragsveranstaltung herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

 

Samstag, 01.09.2012,
ganztägige Exkursion
Leitung: Konrad Biewald
Radioteleskop Effelsberg und zur Historischen Sternwarte Astropeiler Stockert


Der Eine oder die Andere mag das Radioteleskop Effelsberg schon einmal „von oben“ gesehen haben. Bei unserer Exkursion erhalten wir im Info-Pavillon fachkundige Informationen durch einen Mitarbeiter des Instituts. Der Astropeiler auf dem Stockert dagegen ist weniger bekannt. Mit ihm begann 1956 die radioastronomische Großforschung in Deutschland. Nach 39 Jahren Nutzung trennte sich die Universität Bonn von dem Observatorium, das heute unter Denkmalschutz steht und von einem Förderverein betreut wird. Bei unserem Besuch werden nicht nur mit dem 25-m- Spiegel Messungen durchgeführt; es wird auch die Arbeit mit dem 10-m-Spiegel demonstriert.

Im Rahmen dieser Exkursion wollen wir neben den beiden radioastronomischen Einrichtungen sozusagen als Kontrastprogramm auch ein kulturhistorisches Kleinod besuchen, nämlich eine kleine Eifelkirche in Kirchsahr.


Juli und August 2012

Sommerferien


Juni 2012

Vorankündigung - Konzert mit dem Amati-Trio - Musik des 18. und 19. Jahrhunderts

Freitag, 22. Juni 2012, 20.00 Uhr, im Zehnthaus, Am Zehnthof 1, 53913 Swisttal-Odendorf.

Swisttal-Odendorf. – Einem breiten Publikum unbekannte, aber dennoch hörenswerte klassische Musik steht am Freitag, 22. Juni 2012, 20.00 Uhr, im Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1, auf dem Programm. Auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig gibt das Amati-Trio mit Klemens Salz (Querflöte), Ingmar Meissner (Violine und Viola) und Martina Kölle (Gitarre) ein Kammerkonzert. Das Trio setzt sich aus Lehrkräften der Musikschulen Meckenheim-Rheinbach-Swisttal und Sankt Augustin zusammen; es konzertiert seit Jahren als Ensemble.

Zur Aufführung kommen Stücke von Kaspar Kummer (1795–1870), Francesco Molino (1768–1847) und Antonio Diabelli (1781–1858). Um 1800 war das Biedermeier die Blütezeit des kleinen Auditoriums, des bürgerlichen Salons, in dem die Kammermusik ihr ideales Feld fand. Die Gitarre trat hier oft an die Stelle des Hammerklaviers, dem sie klanglich ebenbürtig war. Martina Kölle wird dies deutlich machen.


Mai 2012

Vorankündigung - Vom Stromberg ins Peterstal
Vortrag im Zehnthaus zum Kloster Heisterbach


Swisttal-Odendorf. – Zu einem Vortrag über die Gründung und die Anfangsjahre des Klosters Heisterbach lädt der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seine Mitglieder, Freunde und Förderer ein.

Dr. Swen Holger Brunsch, Kulturwart des Vereins Zehnthaus, wird am Mittwoch, 30. Mai 2012, 20.00 Uhr, im Odendorfer Zehnthaus, Am Zehnthof 1, mit seinem Vortrag in spannende Zeiten entführen.

Doch was hat das 1189 gegründete Kloster mit einem Stromberg zu tun? Und wo ist das Peterstal? Wer initiierte die Gründung des Klosters? Welchem Orden gehörten die Mönche bzw. Nonnen des Klosters an? Gab es Verbindungen zu anderen Klöstern? Wie ist es dem Kloster während der Zeit der Säkularisation ergangen? Was hat es mit der heute noch stehenden imposanten Ruine auf sich? Fragen über Fragen, die Brunsch in seinem Vortrag beantworten wird.
Vielleicht ist der Vortrag für die Eine oder den Anderen eine Anregung, sich die heutige „Klosterlandschaft Heisterbach“ in Königswinter näher anzuschauen. Sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dazu könnte der Vortrag eine willkommene Einführung sein.
Der Eintritt zur Vortragsveranstaltung ist frei. Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Römische Geschichte – interessant präsentiert
Exkursion des Zehnthausvereins nach Xanten

Swisttal-Odendorf. – Nach dem Vortrag über römische Amphitheater in Germanien bot der Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig seinen Mitgliedern, Förderern und Freunden die Gelegenheit, sich auch vor Ort über die römische Kultur zu informieren. „Vor Ort“ bedeutete eine Exkursion nach Xanten am Niederrhein, wo u. a. Amphitheater besucht wurden. Das Angebot wurde von zahlreichen Interessenten genutzt, zumal wie schon beim Vortrag der Archäologe Dr. Gerhard Bauchhenß als Exkursionsleiter dabei war. „Da muss man einfach mitfahren. Der Mann hat ein so phantastisches Wissen, und er kann das so toll rüberbringen. Diese Chance nicht zu nutzen wäre unverzeihlich“, meinte eine Mitreisende.

Erste Station war das ehemalige Legionslager Bertuna, heute Birten, um 70 n. Chr. mit 8.000 bis 10.000 Legionären besetzt. Das Amphitheater hatten sich viele größer vorgestellt; aber es waren ja nicht alle Legionäre ständig in Bertuna. Weiter ging’s zur Station zwei, dem Archäologischen Park Xanten (APX), wo Bauchhenß anhand eines APX-Modells die Lage der zu besichtigenden Sehenswürdigkeiten erläuterte. So marschierte die Gruppe zuerst zu den Resten des restaurierten Hafentempels, wo oben die imposanten Säulen und unterhalb der Bodenplatte die schon zu Römerzeiten technisch hoch entwickelten Fundamente bestaunt werden konnten. Nächste Ziele waren Ausstellungen römischer Grab- und Matronensteine, Modelle zeitgenössischer Abwasserkanalisation sowie römischer Wasserleitungen. Dann ging es zum „großen“ Amphitheater innerhalb des APX, viel massiver, beeindruckender und größer als das in Birten. Wobei man einräumen muss, dass dies kein historischer Bau ist, sondern sehr viel später nach alten Vorlagen errichtet wurde.
Nach dem Mittagessen in der „Römischen Herberge“ führte Dr. Bauchhenß die Exkursionsteilnehmer in zwei Teilgruppen durch das Römermuseum. Auch hier wieder die Bestätigung: man braucht ihn nur anzutippen und schon sprudeln die Informationen. Zum Abschluss erkundete die Gruppe auf eigene Faust die Xantener Innenstadt, wobei die meisten Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, sich den Dom Sankt Viktor mit seinen prächtigen Altären, der Märtyrer-Krypta usw. anzuschauen.
Die Exkursion stellte an die Fitness der Teilnehmer einige Anforderungen, bot aber auch viele interessante Informationen und Erfahrungen. Ein Teilnehmer zog seine Bilanz so: „Ich bin froh, mitgefahren zu sein. Es wurde unheimlich viel geboten – nicht zuletzt auch was die Betreuung durch die Organisatoren und das leibliche Wohl betrifft. Da fehlte es an Nichts.“

Brot und Spiele für das Volk
Dr. Gerhard Bauchhenß referierte im Zehnthaus
Swisttal-Odendorf. – Nicht nur die römischen Kaiser, Militärs und Politiker veranstalteten Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen. Auch Beamte und Priester traten als Organisatoren auf. Sie wollten sich die Gunst des Wählervolkes sichern, indem sie sich als Veranstalter solcher „Events“ einen guten Namen machten. Panem et Circenses, Brot und Spiele, war das Zauberwort.

Die Römer hatten sich damals von stolzen, ihrer Macht bewussten Wählern zu einer durch gutes Leben und Vergnügen beeinflussbaren Masse entwickelt, die kaum noch auf die Respektierung ihrer demokratischen Rechte Wert legte. So stellte nach dem Tod eines römischen Bürgers ohne vorangegangenes Gerichtsurteil um 55 n. Chr. ein römischer Philosoph fest, dass das Volk letztlich nur noch an Brot und Zirkusspielen interessiert sei. Diese fanden meist in den Amphitheatern der Militärlager und der Städte statt und boten dem Veranstalter Gelegenheit, seine Macht zu demonstrieren, berichtete der Archäologe Dr. Gerhard Bauchhenß im Odendorfer Zehnthaus.

Die Mehrheit der Kämpfer waren Sklaven, die von den Veranstaltern für die Kämpfe ausgebildet wurden. Schließlich sollten sie in der Arena dem Publikum „schöne“ Kämpfe zeigen, die Chance haben, den Gegner zu besiegen und damit ihr Leben zu erhalten. Das war auch im Interesse des Veranstalters, wenn er den Kämpfer nur „gemietet“ hatte und im Falle seines Todes nicht nur die Miete, sondern den Wert des jetzt Toten bezahlen musste. Neben den Gladiatoren waren in der Arena meist auch Schiedsrichter. Um das Vergnügen für das Publikum zu erhöhen, kamen oft auch Musiker mit Orgeln, Hörnern, Fanfaren usw. hinzu.

Das erste Amphitheater entstand um 30 v. Chr. in Rom als Holzbau. Dazu wurde die Arena ausgeschachtet und der Erdaushub rund herum als Wall aufgetürmt. Hierauf errichtete man stufenweise die Zuschauerplätze. Später kamen auch Steinmauern hinzu. Der Durchmesser der Arena betrug oft mehrere hundert Meter.


Ankündigung - Vortrag und Exkursion

Die Römer in Germanien
Vortrag im Zehnthaus und Exkursion nach Xanten LVR-Archäologischer Park Xanten (APX)

Swisttal-Odendorf. – Mit den Römern allgemein und speziell in Germanien befassen sich zwei Veranstaltungen des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig im kommenden Mai. Dr. Gerhard Bauchhenß wird am Donnerstag, 3. Mai, 20.00 Uhr, im Zehnthaus Odendorf, Am Zehnthof 1, einen Vortrag zum Thema „Panem et circensis – Amphitheater für das römische Militär“ halten.

Am Samstag, 12. Mai 2012 unternimmt der Zehnthausverein ebenfalls unter der Leitung von Dr. Bauchhenß eine Bus-Exkursion nach Xanten, um dort im Archäologischen Park (APX) den Spuren der Römer nachzugehen. Auch ein Besuch im Dom Sankt Viktor ist eingeplant.

Im kaiserlichen Rom gab es viele Festtage, nicht zuletzt die Kaiser-Geburtstage, an denen Spiele veranstaltet wurden. Diese fanden regelmäßig in Amphitheatern des römischen Militärs statt. Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen wurden zur Begeisterung, aber auch zur Disziplinierung der Massen inszeniert. So versuchten die Kaiser, die Gunst der Bevölkerung zu erhalten und gleichzeitig durch die Repräsentation von Reichtum ihre Macht zu festigen.

Zur Vortragsveranstaltung ist der Eintritt frei. Gäste sind - wie auch zur Exkursion - herzlich willkommen. Abfahrt des Busses um 8.00 Uhr (ab Odendorf, Zehnthofplatz), Rückkehr ca. 19.00 Uhr. Der Kostenbeitrag zur Exkursion (Fahrt, Eintritte, Führungen, Mittagessen ohne Getränke) beträgt für Mitglieder des Zehnthausvereins 30 Euro, für Nichtmitglieder 32 Euro. Die Gruppengröße ist auf 50 Personen begrenzt; es zählt der Eingang der Anmeldungen. Anmeldungen bitte schriftlich bis spätestens 9. Mai 2012 an Zehnthaus e.V. - Odinstr. 12 -  53913 Swisttal-Odendorf,  per Online-Formular (http://www.verein-zehnthaus.de/22.html) oder per E-Mail an georg.henning@verein-zehnthaus.de.

Geleitet wird die Exkursion durch Herrn Dr. Gerhard Bauchhenß.


Ankündigung - Vortrag: Dr. Gerhard Bauchhenß

„Panem et circenses“ - Amphitheater für das römische Militär

Mit den Römern allgemein und speziell in Germanien befassen sich gleich zwei unserer Veranstaltungen Anfang Mai.

Vortrag findet am Do., 03.05.2012 um 20 Uhr im Zehnthaus statt.

Im kaiserlichen Rom gab es viele Festtage, nicht zuletzt die Kaiser-Geburtstage, an denen Spiele veranstaltet wurden. Diese fanden regelmäßig in den Amphitheatern der Militärlager und der Städte statt. Wagenrennen, Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen wurden zur Begeisterung, aber auch zur Disziplinierung der Massen inszeniert. So versuchten die Kaiser, die Gunst der Bevölkerung zu erhalten und gleichzeitig durch die Repräsentation von Reichtum ihre Macht zu festigen.

Herr Dr. Gerhard Bauchhenß, Archäologe, wird uns zunächst im Vortrag die Bedeutung römischer Amphitheater für das Militär erläutern. Der Vortrag ist zugleich Vorbereitung für die anschließende Exkursion nach Xanten, u. a. mit Besichtigung des Amphitheaters in Birten, die Herr Dr. Bauchhenß begleiten wird. (Termin: Sa., 12.05.2012 - Abfahrt um 8 Uhr Zehnthofplatz, Odendorf)

März 2012

Schule im Zehnthaus

Keller und Speicher waren besonders interessant
Schüler der Grundschule besuchten das Zehnthaus

Swisttal-Odendorf. – Der Besuch im Zehnthaus gehört mittlerweile zum Jahresprogramm aller dritten Jahrgangsstufen der Grundschule am Zehnthof. Mit ihren Lehrerinnen, Rektorin Silvia Wähner-Eschweiler, Alexandria Schiebener und Heike Peter, kamen auch in diesem Jahr die Klassen 3a und 3b, um sich über das denkmalgeschützte Gebäude neben ihrer Schule zu informieren. Klaus Peter Scholz, Vorstandsmitglied des Zehnthausvereins, hatte alles vorbereitet, um die Schülerinnen und Schüler „hautnah“ an die Geschichte des alten Gemäuers von 1726 heranzuführen. Dazu gehörten auch die Besichtigung von Speicher und Keller, wo in früheren Zeiten auch Teile des abgelieferten „Zehnten“ gelagert wurden. Fledermäuse wurden auf dem Speicher nicht gesichtet. Aber ein Schüler meinte, hier sehe es genauso aus, wie bei ihm daheim. Ob genau so gut oder genau so schlecht, verriet er allerdings nicht.

Eifeler Goldrausch
Nicht alles was glänzte war Gold

Swisttal-Odendorf. – Wer von Norbert Knaufs Vortrag beim Zehnthausverein über Goldschätze, Glücksritter und den „Eifeler Goldrausch“ Schilderungen nach Wild-West-Manier erwartet hatte, kam nicht auf seine Kosten. Schließlich gehörte die Eifel im 19. Jahrhundert zu Preußen. Da ging alles preußisch geordnet zu. Da wurden keine Claims abgesteckt und mit Waffengewalt verteidigt, sondern Bergwerksrechte beantragt und genehmigt – oder auch nicht.
Schon in der Bronzezeit muss es in der Eifel Goldfunde gegeben haben, denn bei Fritzdorf konnte als Zufallsfund ein Goldbecher aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. geborgen werden. Auch viele Römer, die um 55 v. Chr. aus dem Land der Eburonen (ein keltischer Volksstamm) zurückkamen, kehrten als reiche Leute heim. Bei den Kelten war es üblich, den Göttern Gold zu opfern, eine Übung, die viele Römer übernahmen. In Trier war so viel Gold im Umlauf, dass dort eine eigene Münze zur Prägung von Gold errichtet wurde. Bei Bauarbeiten in Trier fand man tausende Goldmünzen aus der frühen Kaiserzeit. Weitere Goldfunde gab es in Münstermaifeld in frühmittelalterlichen Gräbern als Grabbeigaben.
Es muss also Gold in der Eifel und Umgebung gegeben haben und auch heute noch geben. So schürften Goldsucher bis 1795 im „Andeler Goldbach“ (Andel/Mosel) nach dem Edelmetall, und auch heute noch sieht man dort vereinzelt Hobby-Goldwäscher ihr Glück versuchen.
Aber nicht alles was glänzte war Gold. Häufig fielen die Goldsucher auf „Katzengold“, glänzendes Eisensulfid herein, das allerdings manchmal auch geringe Goldanteile enthielt.
Nach 1795 wurde es ruhig um die Goldwäscherei in der Eifel. Dann wurden 1875 die Goldwaschhalden der Eburonen entdeckt. Julius Jung beantragte beim Oberbergamt Bonn vergeblich Goldabbaurechte. Erst 1896 wurde das Eifelgold in größerem Umfang gefunden, so dass auch Bergwerksrechte eingetragen wurden. Die Finanzierung der Goldsuche wurde über den Verkauf von Anteilsscheinen (Kuxscheinen) finanziert. 1945 ging der Eifeler Goldrausch zu Ende.


Ankündigung Vortrag: Norbert Knauf
Eifel-Gold: Von Goldschätzen, Glücksrittern und dem „Eifeler Goldrausch“

Die Sehnsucht nach Gold scheint eine Ursehnsucht des Menschen zu sein. In Märchen erfahren wir vom Traum, Gold spinnen zu können. Für Alchimisten war es Jahrhunderte ein zentrales Forschungsziel, die Formel zu finden, mit der Gold hergestellt werden könnte. Doch all diese Träume ließen sich nicht realisieren. Die einzige Möglichkeit, an Gold zu gelangen, waren Bodenschätze. Nicht nur in fernen Ländern, sondern auch vor unserer Haustür wurde nach Gold geschürft:

Schon die Kelten und Römer haben in der Eifel nach Gold gesucht. In der Barockzeit, im 18. Jahrhundert, nahm die Suche nach dem Gold der Eifel groteske Formen an. Als man dann an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert die verschollenen Fundplätze der Kelten wieder entdeckte, setzte in der Eifel ein wahrer „Goldrausch“ ein.

Mit originellem Bildmaterial wird unser Referent, Herr Norbert Knauf, die spannende Geschichte des Eifel-Goldes nachzeichnen und auch auf die Frage nach dessen Herkunft eingehen.

Die Swist – ein lebendiges Gewässer

Vom Hochwasser und ökologischer Zukunft

 Swisttal-Odendorf. – Ob die Swist wirklich der längste Bach Europas ist, blieb offen. Schon die Frage, ob die Swist ein Fluss oder ein Bach ist, gibt es unterschiedliche Meinungen. Auf jeden Fall ist sie ein interessantes Gewässer. Dafür standen die zahlreichen Besucher, die Karl-Heinz Beiers Lichtbildvortrag im Odendorfer Zehnthaus erleben wollten. Der Diplom-Ingenieur vom Erftverband berichtete Interessantes über die mit immensen Schäden verbundenen Swist-Hochwasser von 1961 und 1984 sowie die wahrscheinlich durch die Gewässerschutz-Maßnahmen verhinderten Überschwemmungen in anderen regenreichen Jahren. Beier machte aber auch deutlich, dass Hochwasserschutz nicht – wie viele meinen – absoluter Schutz sei, sondern letztlich nur eine Minderung des Hochwasserrisikos. Angestrebt würde ein Hundertjahreswert an Sicherheit für geschlossene Ortslagen, nicht für die freie Landschaft. Ein Restrisiko bleibe immer und überall.

Februar 2012

Maria Burger bleibt Vorsitzende
Wenige Änderungen beim Zehnthausverein
Swisttal-Odendorf/Essig. Es gab kaum Überraschungen bei der Vorstandsneuwahl des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig.

Nach zweijähriger Amtszeit hatten die Vorsitzenden Dr. Maria Burger und Konrad Biewald die Vereinsmitglieder dazu eingeladen, die Führungsmannschaft des Vereins für die beiden nächsten Jahre neu zu bestimmen. Dass es im Vorstand Veränderungen geben würde, war schon durchgesickert. Prof. Dr.-Ing. Horst Pippert hatte kurzfristig angekündigt, wegen anderweitigen Engagements nicht wieder zu kandidieren. Auch bei den Beisitzern zeichnete sich ab, dass Uta von Mallinckrodt und Dr. Georg-Ludwig Jäger aus familiären bzw. beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren würden. So konnte sich die Vereinsführung schon im Vorfeld der Mitgliederversammlung nach neuen Kandidaten umsehen, vorbereitende Gespräche führen und der Mitgliederversammlung wieder ein komplettes Kandidatenteam präsentieren.

Nachdem Burger als Erste Vorsitzende einen Rückblick auf die abgelaufene Wahlperiode gehalten, die Kassenprüfer dem Kassierer eine vorbildliche Kassenführung bestätigt und die Mitgliederversammlung den bisherigen Vorstand entlastet hatten wurde der Vorstand neu gewählt. Unter der zügigen und routinierten Leitung von Michael Gadow bestimmte die Mitgliederversammlung jeweils ohne Gegenstimmen folgenden Vereinsvorstand: Erste Vorsitzende Dr. Maria Burger, Zweiter Vorsitzender Konrad Biewald, Kassierer Georg Henning, Schriftführer Klaus Scholz (alle Wiederwahl), Kulturwart Dr. Swen Holger Brunsch (neu) sowie als Beisitzer Elke Marion Utecht (Wiederwahl) und Friedhelm Haas (neu). Die bisherigen Kassenprüfer Richard Bulheller und Dieter Schmitz werden auch weiterhin ein wachsames Auge auf die Kassenführung haben.

Vorstandswahl beim Zehnthausverein

Swisttal-Odendorf/Essig. Zwei Jahre sind eine lange Zeit, und doch vergehen sie oft wie im Flug. Am Dienstag, 7. Februar 2012, 19.30 Uhr, steht beim Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig wieder einmal die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung. Dazu haben die Vorsitzenden die Vereinsmitglieder in das historische Zehnthaus in Odendorf, Am Zehnthof 1, eingeladen. Vor dem Wahlgang wird es einen ausführlicher Bericht über die Vereinsaktivitäten der vergangenen zwei Jahre geben.

Pressemitteilung

Januar 2012

Dank für die Unterstützung durch die „Neuen Pfade“
Neujahrsempfang des Zehnthausvereins

Swisttal-Odendorf/Essig. – Zahlreiche Gäste aus der Kommunalpolitik, den Kirchen, von ehrenamtlich Tätigen, aber auch Mitglieder des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig nutzten beim Neujahrsempfang des Kulturvereins die Gelegenheit zum Gespräch. In diesem Jahr hatte der Zehnthausverein zum sechsten Mal eingeladen und konnte sich wieder einer guten Resonanz erfreuen...

Pressemitteilung mit Bildern

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